Ad-hoc Forum Industriestrompreis

27. April 2023

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erarbeitet derzeit eine Strategie für einen langfristig wettbewerbsfähigen Industriestrompreis. Nach unserem ersten vertraulichen Austausch zu dem Thema im Dezember 2022, wollen wir nun ein weiteres Mal gemeinsam die Erwartungen bzw. Anforderungen an dieses Vorhaben diskutieren. Dabei betreffen die Handlungsnotwendigkeiten der Politik nicht nur Industriestrompreise, sondern auch die Bedingungen, unter denen Erneuerbare Energien in das Netz eingebracht werden können. Es sind Rahmenbedingungen notwendig, die vorhandenes privates Kapital für die Energiewende mobilisieren und dabei die Randbedingungen der kriegsbedingten Entwicklungen an Energieverfügbarkeit und -preisen berücksichtigen.

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27.04.2021
Ad-hoc Forum E-Fuels
Für die Erreichung der Pariser Klimaziele werden E-Fuels unabdingbar eine Rolle spielen und sind ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Dies gilt insbesondere in der Luft- und Schifffahrt, bei denen Elektrifizierung keine realistische Perspektive für die absehbare Zukunft darstellt. Gleichzeitig hat die Mehrheit der Teilnehmer:innen des Fachforums einem großflächigen Einsatz von E-Fuels im PKW-Sektor keine realistische Perspektive eingeräumt. Durch die geringe bestehende Produktionskapazität werden E-Fuels weiterhin in der Breite der Einsatzbereiche relativ teure Optionen bleiben. Für die Steigerung der Wirtschaftlichkeit von E-Fuels bedarf es daher eines globalen Ausbaus von E-Fuel-Produktionsstätten und erneuerbaren Energiequellen. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen und auf der Suche nach konkreten Vorschlägen für die Schaffung angemessener Rahmenbedingungen wird der GWD das Fachforum E-Fuels definitiv fortführen und das Thema mit weiteren Veranstaltungen vorantreiben. Die Zusammenfassung der Diskussion finden Sie in unserem Sondernewsletter Mobilität II. Digitale Konferenz
23.09.2022
Fachforum Kreislaufwirtschaft
In der hybriden Veranstaltung mit Dr. Jan-Niclas Gesenhues MdB und Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister, diskutierten die geladenen Teilnehmer:innen zum Thema „Aufschwung der Circular Economy: Kreislaufwirtschaft gegen Rohstoffkrise“. Jan-Niclas Gesenhues, MdB hob besonders hevor, wie die Nutzung der Kreislaufwirtschaft Deutschlands Rohstoffabhängigkeiten verringern kann: „Wir müssen nicht nur über Energieunabhängigkeit sprechen, sondern auch über Rohstoffunabhängigkeit. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an und bekommt so eine geopolitische Dimension. Indem Rohstoffe nicht den Stoffkreislauf verlassen, werden Nationen unabhängiger von Importen – das macht die Kreislaufwirtschaft zu einer Freiheitstechnologie.“ In ihrem Impulsvortrag wies Gunda Rachut unter anderem auf die Regelungen der Kommission zum Recyclateinsatz und die dadurch zusätzlich entstehenden Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft hin: „Einer Kreislaufwirtschaft steht in Deutschland bzw. Europa viel Bürokratie im Wege: Das Einbringen von Recyclaten in Lebensmittelverpackungen war auf rechtlicher Ebene bereits sehr kompliziert, und wurde mit den neuen Vorschriften auf EU-Ebene noch weiter bürokratisiert. Um eine echte Kreislaufwirtschaft nach vorne zu bringen, müssen auf Bundes- aber auch europäischer Ebene zukunftsfähige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft mitdenken. Zentral werden hier auch ökonomische Lenkungsinstrumente zur Förderung des Recyclateinsatzes sein.“  
29.03.2023
Vortragsabend mit Michael Scharfschwerdt
In Kooperation mit der Plattform für Europäische Sicherheitspolitik lud der GWD am 29. März zum Vortragsabend mit Michael Scharfschwerdt, Leiter des Planungsstabs im Auswärtigen Amt, zum Thema „Die nationale Sicherheitsstrategie Deutschlands“ in der österreichischen Botschaft. Ein Kernpunkt in Scharfschwerdts Vortrag war das neue Verständnis von Sicherheitspolitik: “Die deutsche Sicherheitspolitik ist mehr als Militär und Diplomatie. Die Nationale Sicherheitsstrategie wird daher einem integrierten Sicherheitsansatz folgen, denn nur mit umfassenden Antworten können wir den komplexen Risiken unserer Zeit erfolgreich begegnen.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit