Ad-hoc-Forum Film- und Serienförderung

24. Januar 2023

An der Sitzung des Ad-hoc Forums Film- und Serienförderung in der Geschäftsstelle des Grünen Wirtschaftsdialogs nahmen neben Vertreter:innen der Produktionswirtschaft Michael Sacher MdB, Berichterstatter für den Bereich Film der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Awet Tesfaiesus MdB, Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags, teil. Anlass der Veranstaltung war die anstehende Novellierung des Filmförderungsgesetzes. Auf Grundlage von Impulsbeiträgen aus Wirtschaft und Politik wurde darüber diskutiert, welche Kriterien und Instrumente bei der Reform des Gesetzes besonders zu berücksichtigen sind.

Einigkeit herrschte darüber, dass Planbarkeit und Verlässlichkeit der Fördergelder zukünftig noch stärker gewährleistet werden sollten, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland zu erhalten. Die Rolle steuerlicher Anreizmodelle wurde ebenso diskutiert wie Investitionsverpflichtungen, Wege zur Fachkräftesicherung und Instrumente zur Steigerung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit bei der Produktion.

Michael Sacher MdB, Berichterstatter für den Bereich Film der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
„Dass die Produktionswirtschaft in Deutschland eine bessere und langfristigere Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Förderung braucht, ist absolut klar und sollte prioritäres Ziel bei der Reform von der Film- und Serienförderung sein. Diese stabilere Förderung braucht es bereits in der Phase der Stoffentwicklung, um allen Akteur:innen – auch neuen Talenten – bessere Bedingungen für neue Projekte zu bieten.“

Awet Tesfaiesus MdB, Obfrau im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags:
„Der deutsche Film ist nicht zeitgemäß. Die Gesellschaft hat sich verändert, deutsche Produktionen spiegeln dies jedoch nicht wider. Es macht einen Unterschied, wer den Film macht, wer vor und hinter der Kamera steht. Die Zuschauer:innen hungern nach diesen neuen Perspektiven, nach Repräsentation ihrer eigenen Realität, finden diese aber meistens eher bei den Streamern. Dies macht Diversität letzten Endes auch zu einem Wettbewerbsfaktor.“

Stefan Oelze, Managing Partner bei Rosebank AG:
„Die Film- und Fernseh-Produktionswirtschaft in Deutschland ist äußerst vielfältig aufgestellt und hat einen hohen Rang im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen, wenn es um die Bruttowertschöpfung geht. In der Produktionswirtschaft – und der Kultur- und Kreativwirtschaft allgemein – liegen echte Wachstumschancen und Transformationschancen für die deutsche Wirtschaft. Politik kann diese gestalten, z. B. durch eine Investitionsverpflichtung ausländischer Streamer, durch die Anerkennung von Produzentinnen und Produzenten als Urheber, durch den Verbleib von Rechten bei Produzent*innen, durch Export-Unterstützungen. Und natürlich geht es auch um eine kulturelle und gesellschaftliche Vielfaltssicherung auf der Kreativ- bzw. Anbieterseite.“

Julia Piaseczny, Senior Manager Policy & EU Affairs bei SKY Deutschland:
„Wer einen geschützten Raum für Kultur und Kreativität schaffen will, muss zunächst ein einladendes Haus auf einem tragfähigen Fundament bauen. Ein Haus, dessen Türen weit offen stehen für alle, die in Deutschland langfristig Filme und Serien produzieren wollen. Genau das kann ein Steueranreizmodell leisten.“

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27.07.2023
Regionalforum Bayern
Beim Austausch mit Katharina Schulze MdL, Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl in Bayern, in den Räumlichkeiten der Messe München ging es um die drängendsten wirtschaftspolitischen Fragen in Bayern und Deutschland. Diskutiert wurden u.a. konkrete Fragen der regionalen Energiewende, der Ausbau des ÖPNV in ländlichen Gebieten und die Hürden im Bereich der Digitalisierung und der Erwerbsmigration. Unabhängig von den spezifischen Herausforderungen, die es aktuell in Bayern und Deutschland zu meistern gilt, herrschte in der Runde Einigkeit darüber, dass es an einem positiven Gesamtnarrativ für den Standort fehlt, das Mut und Lust macht auf die Zukunft. Es sei unter anderem dieses Vakuum, das den populistischen Parteien gegenwärtig in die Hände spielt. Und es sei die Aufgabe der Regierung, hier eine Vision zu entwickeln und die konsequente Führung auf dem Weg dorthin zu übernehmen. Katharina Schulze MdL zeigt Lösungskonzepte für die Bewältigung dieser Herausforderungen auf: “In unserer Zeit der multiplen Krisen gibt es keine einfachen Antworten. Die nächsten Jahre werden eine Herausforderung für uns alle. Was wir uns dabei nicht leisten können, sind weitere fünf Jahre Stillstand in Bayern. Vor allem bei der Energiewende, beim Arbeitskräftemangel und der Digitalisierung müssen wir einen Sprint hinlegen, um Verschlepptes aufzuholen! Die Basis für diesen Sprint, und damit für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort, ist eine starke Demokratie.”   Fotos: Chris Eberhardt
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Welche Kompetenzen wird der niedersächsische Mittelstand in den nächsten Jahren brauchen – und sind wir darauf schon vorbereitet? Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Transformation zur Klimaneutralität und neue Geschäftsmodelle verändern die Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Die Wettbewerbsfähigkeit des niedersächsischen Mittelstands hängt künftig maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, Wissen und Kompetenzen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Eine starke berufliche Bildung, attraktive Weiterbildungsangebote und eine Kultur des lebenslangen Lernens sind entscheidende Voraussetzungen, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Wie kann Niedersachsen die Kompetenzen entwickeln, die für eine innovative, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft von morgen benötigt werden? Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Julia Willie Hamburg MdL, Niedersächsische Kultusministerin sowie stellv. Ministerpräsidentin Niedersachsens, möchten wir über konkrete Herausforderungen, erfolgreiche Praxisbeispiele und neue Impulse für Aus- und Weiterbildung im niedersächsischen Mittelstand diskutieren. Hinweis: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich und unseren Mitgliedern vorbehalten. Eine Teilnahme von Nichtmitgliedern ist im Einzelfall jedoch möglich. Wenden Sie sich dazu gerne per E-Mail an uns!
Arbeitsmarkt und DemografieRegionalforen
28.11.2023
Fachforum Kreislaufwirtschaft: Arbeitsgruppensitzung
Anschließend an unser Fachforum am 23.Oktober mit dem Titel “Die neuen nationalen und europäischen Regelungen zu Verpackungen und Verpackungsentsorgung” möchten wir gerne die Diskussion zu einigen Themen fortsetzten. Im Rahmen dieser GWD-internen Arbeitsgruppensitzungmöchten wir beispielsweise unterschiedliche Perspektiven auf das Thema Massenbilanzierung erörtern. Zudem können Sie im Anmeldeformularweitere von Ihnen gewünschte Themen angeben. Darüber hinaus möchten wir gerne das GWD-Standpunktpapier “Verpackungen-Vom Abfall zum Mehrwert” finalisieren, um es an die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Dr. Bettina Hoffmann MdB zu übergeben