Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit

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Erfolg sichern in Krisenzeiten

In einer Zeit multipler Krisen hat Resilienz eine neue und fundamentale Bedeutung. Deutschland und Europa müssen ihre Sicherheit stärker selbst in die Hand nehmen – und das in einem umfassenden Sinne, wirtschaftlich wie auch militärisch. Zugleich können sich hierbei auch interessante Möglichkeiten für Unternehmen ergeben.

Themen im Fachforum sind unter anderem:

  • Kreislaufwirtschaft
  • Rohstoffstrategie
  • Resiliente Wertschöpfungsketten
  • Landwirtschaft & Ernährung
  • Defense & Security
  • Cybersicherheit & kritische Infrastruktur
  • Geopolitische Chancen & Risiken und ihre Implikationen
  • Welthandel und Handelsabkommen

Unsere Expert:innen

Das Fachforum leiten zwei unserer Mitglieder: Claudia Oeking und Johannes Hauck

In der Geschäftsstelle sind zuständig: Lisa Reymann, Simon Behnisch

Johannes Hauck
Claudia Oeking

Aktuelle Themen

Alle News
07.07.2026
Smart De-Risking: Europas industriepolitischer Kurs gegenüber China
Wie gestaltet Europa seinen industriepolitischen Kurs gegenüber China zwischen Abhängigkeit, Wettbewerb und strategischer Erneuerung? Dazu hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen heute ein neues Impulspapier veröffentlicht. Mit Perspektiven aus der Praxis, entstanden im Austausch mit Unternehmensvertreter:innen und politischen Akteuren in unserem Fachforum Geoökonomie, Sicherheit & Resilienz. Das eigentliche Problem im Verhältnis zu China ist nicht fehlendes Gewicht, sondern fehlende Strategie: China betreibt längst eine „Industriepolitik von allem“ – Europa reagiert bestenfalls taktisch. Decoupling ist Fantasterei, aber Abhängigkeiten bei Rohstoffen, Vorprodukten und Schlüsseltechnologien nehmen zu. Europa braucht deshalb eine eigene industriepolitische Strategie, die beides leistet: Abhängigkeiten reduzieren und europäisches Wachstum aktiv ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen folgende Handlungsfelder: Europäische Koordination stärken: mit einer Stimme gegenüber Peking sprechen Level Playing Field und Reziprozität konsequent durchsetzen Europäische Schutzinstrumente schärfen und endlich anwenden Technologische Souveränität durch gezielte Industriepolitik sichern Geopolitische Risiken für Unternehmen absicherbar machen Strategische Abhängigkeiten systematisch reduzieren Kreislaufwirtschaft als Teil einer europäischen Resilienzstrategie begreifen Das Impulspapier in Gänze finden Sie hier. Der China.Table hat darüber berichtet, hier geht es zum Beitrag (Paywall).
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
30.05.2026
Resilienz des Industriestandorts – IM/PULS-Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen
Wie können Automatisierungen und neue Materialstrategien die Resilienz des Industriestandorts stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Session „Industrie im Stresstest“ der Wirtschaftsvereinigung der Grünen auf der IM/PULS-Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen. Gemeinsam mit Britta Jacob von ARX Robotics und Manuel Oberneder von Flender diskutierte unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul über die Voraussetzungen für eine widerstandsfähige und zukunftsfähige Industrie. Einigkeit bestand insbesondere darüber, dass Forschung und Entwicklung stärker gefördert und bürokratische Hürden in Genehmigungs- und Beschaffungsverfahren abgebaut werden müssen. Die Praxisbeispiele der Unternehmen verdeutlichten das Potenzial:  Flender arbeitet daran, die Abhängigkeit von seltenen Erden bei Windturbinen deutlich zu reduzieren. Bereits heute konnte der Einsatz dieser Rohstoffe von rund 2.100 Kilogramm auf 180 Kilogramm gesenkt werden. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit in der europäischen Energieversorgung. ARX Robotics entwickelt in Deutschland Software und Bodendrohnen, die dann in Europa gebaut werden. So schafft das Unternehmen mit hoch modernen Produkten einen Beitrag für mehr technologische Unabhängigkeit für Deutschland und Europa – und sorgt letztlich für mehr Sicherheit für den Standort. Die Diskussion machte deutlich: Resilienz entsteht durch Innovation, technologische Kompetenz und die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Forschung, Investitionen und schnellere Verfahren sind entscheidende Voraussetzungen, damit Unternehmen ihre Potenziale entfalten und Europas wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken können.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
04.05.2026
„Eine Minderheitsregierung würde die AfD zum Entscheider machen“
Unser Vorstandsvorsitzender Karl Haeusgen findet deutliche Worte für die aktuelle Debatte über eine Minderheitsregierung der CDU/CSU im Bundestag: „Eine Minderheitsregierung der Union würde die AfD im Bundestag zum Entscheider machen und wäre deshalb ein Schaden für unser Land – gut, dass Friedrich Merz dies in aller Klarheit gesagt hat.“ Statt Diskussion über Regierungszusammensetzungen fordert Karl Haeusgen, der selbst Unternehmer ist: „Deutschland braucht Stabilität, gerade in Krisenzeiten. Und die Positionen der Rechtspopulisten sind verheerend für unsere Wirtschaft und damit für Wachstum und Arbeit: Das reicht von der feindlichen Einstellung zur EU als Garantin unseres gemeinsamen Binnenmarktes bis zu unbezahlbaren Fantastereien wie 70% Rentenniveau, ganz zu schweigen von ihrem Geschäftsmodell der gesellschaftlichen Spaltung. Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen lehnt die AfD als destruktiv ab. Statt Spaltung braucht das Land Gemeinsamkeit für ein Gesamtpaket an Reformen.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit Pressemitteilung

Veranstaltungen

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02. Jul. 2026
Grüner Wirtschaftstag 2026 – Abhängigkeiten reduzieren
Die globale Wirtschaftsordnung steht unter Druck: Alte Verlässlichkeiten erodieren, Abhängigkeiten werden sichtbarer, und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit wächst – in Deutschland wie in ganz Europa. Gleichzeitig hat Deutschland wie kaum ein anderes Land von offenen Märkten profitiert. Sind die aktuellen Krisen der Anlass, Deutschland als Teil der europäischen Wirtschaft wieder ökonomisch unabhängiger zu machen? Und inwiefern ist das überhaupt wünschenswert? Am 2. Juli 2026 diskutieren wir diese Fragen in mehreren Online-Panels ab 13:00 Uhr sowie einer Abendveranstaltung vor Ort in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ab 18:30 Uhr – mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, darunter auch unser Vorsitzender Karl Haeusgen. Das vollständige Programm sowie einen Anmelde-Link finden Sie hier: Grüner Wirtschaftstag 2026 | Boell Calendar Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
23. Jun. 2026
Regionalforum Bayern: Resilienz durch Kreislauf: Wirtschaftspolitik für zirkuläre Wertschöpfung
Zunehmende Krisen rund um Rohstoffknappheit und unsichere Lieferketten machen immer deutlicher: Zirkuläre Lösungen dienen nicht nur der Nachhaltigkeit, sondern auch der Resilienz eines Wirtschaftsstandorts. Und sie sind ein Wachstumsfaktor, wie eine Studien-Veröffentlichung des BDI auf der IFAT beziffert hat: bis 2045 kann sich die zirkuläre Bruttowertschöpfung mehr als verdoppeln – auf bis zu 125 Milliarden Euro jährlich. Bayern bietet dabei gute Voraussetzungen, um zirkuläre Wertschöpfungsketten zu entwickeln: eine starke Industrie und produzierendes Gewerbe und damit eine gute Stoffstrombasis, kombiniert mit einer herausragenden Forschungskompetenz und -transfer und einem dynamischen Startup-Ökosystem. Gleichzeitig gibt es Hemmnisse, die abgebaut werden müssen, um zirkuläres Wirtschaften unternehmerisch attraktiv und skalierbar zu machen. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen eines regionalen Roundtables in München gemeinsam mit unseren Mitgliedern und politischen Gästen Katha Schulze MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen im Bayerischen Landtag, und Stephanie Schuhknecht MdL, Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung des Bayerischen Landtags, diskutieren, welche politischen Weichenstellungen Bayern braucht, um sein Potenzial als internationaler Leitstandort für Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Folgende Fragen wollen wir unter anderem beleuchten: Wie kann ein „level playing field“ für zirkuläre Lösungen geschaffen werden – auf dem Markt generell und insbesondere bei der öffentlichen Beschaffung? Welche flankierenden Instrumente braucht es von politischer Seite, um den Ausbau der Circular-Economy, auch von der Forschung in die Praxis, zu fördern und welche Vernetzung zwischen den Akteuren aus Wirtschaft, Politik/ Behörden und Forschung ist nötig? Welche Voraussetzungen braucht es für einen funktionierenden Markt für Sekundärrohstoffe, welche Hemmnisse sollten abgebaut werden?
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitRegionalforen
04. Nov. 2025
Cybersicherheit: Wie Staat und Wirtschaft jetzt handeln müssen
Nach langem Warten hat die Bundesregierung ihren Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen NIS-2-Richtlinie vorgelegt. Der Entwurf wird derzeit im Bundestag beraten und in einigen Wochen verabschiedet – ein wichtiger Schritt, um den Schutz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Die Dringlichkeit ist hoch: Laut einer aktuellen Bitkom-Studie verursachen Cyberangriffe in Deutschland inzwischen jährlich Schäden von rund 290 Milliarden Euro. Doch wir finden: Der Entwurf kommt nicht nur zu spät, sondern bleibt auch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufbauend auf unserer ersten Cybersicherheitssitzung haben wir die dort gesammelten Einschätzungen und Anregungen aus unserer Mitgliedschaft in einem Perspektivenpapier zusammengeführt und verschriftlicht. Dieses werden wir vorstellen und mit unseren Gästen, Jeanne Dillschneider MdB (B90/Grünen), Cybersicherheits-Expertin, Obfrau im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung sowie Mitglied im Verteidigungsausschuss, und Manuel Bach, BSI-Referatsleiter Cybersicherheit bei KMU, diskutieren.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit

Publikationen

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07.04.2025
Was tun, Koalition – Impulse aus den Kompetenzclustern
Von Energiewende bis Arbeitsmarkt hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen eine  Reihe von Impulspapieren für die diesen Donnerstag startenden detaillierten Koalitionsverhandlungen vorgelegt – zusammengefasst auch in einem 11-Punkte-Plan für Deutschland. Die Vorschläge richten sich an alle relevanten Stakeholder, über Parteigrenzen hinweg. Entwickelt worden sind sie in den Kompetenzclustern der Wirtschaftsvereinigung mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Mitgliedsunternehmen. Download 11-Punkte Plan „Vorwärts statt rückwärts, darum geht es uns“, erklärte der Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Thomas Fischer. „Drei Beispiele: Das Sondervermögen Infrastruktur muss zusätzliche Investitionen in Infrastruktur ermöglichen statt ohnehin Geplantes zu finanzieren. Die Energiewende muss smart weiterentwickelt statt dumm zurückgedreht werden. Die Sozialversicherung braucht eine Strukturreform statt etwa mit Geschenken bei der Rente die Lohnebenkosten immer weiter hoch zu treiben. – Als Unternehmer sage ich: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen können das Geschäftsmodell Deutschland sein. Wenn wir den Mut dazu haben.“ Dazu braucht es alle demokratischen Kräfte und den Dialog mit der Wirtschaft in ihrer ganzen Breite, so Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung. „Dazu tragen wir gern bei. Bündnis 90/Die Grünen sind unser direktes Gegenüber in der Politik, und es ist enorm wichtig für unsere Demokratie, dass im Bundestag nicht nur ganz rechts und ganz links die Opposition bilden, sondern auch eine Kraft der Mitte. Zugleich kommt es nun auf CDU und SPD an, ob sie gute Konzepte der Vorgängerregierung weiter entwickeln oder zurückdrehen, und ob sie offen sind für Impulse von vielen Seiten.“ Impulspapier Arbeitsmarkt & MitarbeitendeImpulspapier Agrarwende & ErnährungImpulspapier AußenwirtschaftImpulspapier BauwirtschaftImpulspapier Energie & WärmewendeImpulspapier GesundheitswirtschaftImpulspapier Innovation & DigitalisierungImpulspapier Mobilität & VerkehrImpulspapier Rohstoffe & KreislaufwirtschaftImpulspapier TransformationImpulspapier Wirtschaftssicherheit
Arbeitsmarkt und Demografie Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit Innovation, Digitalisierung und Technologie Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik Standortpolitik, Infrastruktur und Europa Veröffentlichungen
14.02.2025
Impulspapier Wirtschaftssicherheit: Unternehmen vor hybriden Bedrohungen schützen
Als NATO-Mitglied stellt die deutsche Volkswirtschaft ein wesentliches Angriffsziel fürfeindliche Akteure dar. Angriffe haben dabei an Häufigkeit und Härte zugenommen, während insbesondere staatliche Akteure zunehmend auf Mittel unterhalb kriegerischer Handlungen zur Destabilisierung Europas zurückgreifen. Spionage- und Sabotageaktionen sind bereits vielfach überführt worden. Deutschland und Europa befinden sich damit in einer Form des hybriden Krieges. Download Gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind im Kompetenzcluster Sicherheit & Verteidigung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen Handlungsempfehlungen an die Politik entstanden, um hybriden Bedrohungen künftig effektiver und resilienter zu begegnen.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit Veröffentlichungen
13.11.2024
Perspektivenpapier: Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa
„Gesamtverteidigung“ braucht starke Infrastruktur und Industriepolitik Für die Abschreckung möglicher Aggressoren braucht Deutschland auch gute Straßen und Schienen, einen resilienten Energiesektor, und industrielle Produktionskapazitäten. Denn im Falle des Falles müssen für die so genannte Gesamtverteidigung Wirtschaft, Politik, Gesellschaft fähig sein, die nötigen Ressourcen kurzfristig und dauerhaft zur Verfügung zu stellen. „Sicherheit, auch militärische, sollte nicht auf die Ausstattung der Bundeswehr verengt werden“, so heißt es in dem Perspektivenpapier des Kompetenzclusters Sicherheit & Verteidigung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Download Es geht um alle Strukturen des Landes und hier besondere die der Wirtschaft. Verkehrsnetze müssen stark genug sein, um nötigenfalls viel Material an die Grenzen des Landes oder der Nato zu transportieren. Und es solle beizeiten vorgeplant werden, wie im Spannungsfall die Produktion militärischer Güter hochgefahren werden kann, so das Papier. Natürlich braucht es dafür Geld. Dies alles, um eine glaubwürdige Abschreckung sicher zu stellen und dadurch eine Eskalation von vornherein zu verhindern.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit Veröffentlichungen