Arbeitsmarkt und Demografie

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Zukunftsbranchen und Sozialsysteme

Die Menschen in unserem Land sind eine unserer wichtigsten Ressourcen. Sie bestimmen das Angebot an Arbeitskraft für unsere Unternehmen und damit der ganzen Volkswirtschaft. Gleich mehrfach ist dabei unser Sozialsystem von Bedeutung: Es ist entscheidend für die Absicherung vieler Lebensrisiken, aber eben auch für die Höhe der Lohnnebenkosten. Und es ist, zusammen mit anderer Regulierung, relevant auch für die Gesundheitswirtschaft als eine der größten Branchen Deutschlands.

Themen im Fachforum sind unter anderem:

  • Arbeitskraftpotenzial inländischer Ressourcen: Qualifikation, Förderung, Familie & Beruf
  • Arbeitskraftpotenzial ausländischer Ressourcen: qualifizierte Zuwanderung, Förderung und Befähigung Geflüchteter
  • Reform der Sozialsysteme, insbesondere Rentenreform
  • Gesundheitswirtschaft & Pflege

Unsere Expert:innen

Das Fachforum leiten zwei unserer Mitglieder: Tatiana Ohm und Hansjörg Votteler

In der Geschäftsstelle sind zuständig: Adrian Döhr, Laura Molina

Tatiana Ohm
Hansjörg Votteler

Aktuelle Themen

Alle News
27.04.2026
Arbeitsmarkt der Zukunft: Diskussion bei der Heinrich-Böll-Stiftung
Bei der Fachkonferenz „Arbeitsgesellschaft im Wandel“ der Heinrich-Böll-Stiftung sprach unsere Vorständin Tatiana Ohm über „Eine Arbeitsmarktpolitik für neue Zeiten“ mit Katharina Dröge (Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen), Prof. Dr. Lisa Herzog (Universität Groningen), Prof. Dr. Enzo Weber (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), moderiert durch Jan Philipp Albrecht. Unser Wirtschaftsmodell steht unter Druck – geopolitische Umbrüche, KI, demografischer Wandel und Dekarbonisierung verändern die Arbeitswelt tiefgreifend. Im Panel wurde deutlich: Wir stehen weniger vor einer klassischen Beschäftigungskrise als vor einer „Erneuerungskrise“. Was heißt das konkret? Viele Unternehmen halten sich zurück. Es wird weder in großem Stil entlassen noch eingestellt – vor allem, weil Unsicherheit darüber herrscht, wie die Arbeitswelt der Zukunft konkret aussieht und welche neuen, tragfähigen Jobs entstehen. Daraus ergeben sich klare Handlungsfelder: Erneuerung muss aktiv gestaltet werden; es gilt sich auf Neues einzustellen und Chancen zu nutzen, anstatt den Status-Quo zu verwalten Mehr Dynamik im Arbeitsmarkt schaffen; Anpassungsfähigkeit wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor in Zeiten geopolitischer, technologischer und klimatischer Umbrüche Der Fokus sollte sich auf Skills anstatt auf starre Berufsbilder richten; Weiterbildung und kontinuierliche Qualifizierung sind der Schlüssel Ein Satz von Tatiana Ohm, der besonders hängen bleibt: „Dein Job wird nicht durch KI ersetzt, sondern durch die Person, die besser mit KI umgeht.“ Weiterqualifizierung wird zum entscheidenden Standortfaktor, um Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Zugleich wurde deutlich: 2026 markiert einen Wendepunkt – erstmals schrumpft die Zahl der Beschäftigten. Umso wichtiger ist es, alle vorhandenen Potenziale zu heben: durch mehr Gleichstellung, bessere Integration und eine stärkere Aufwertung von Ausbildung und nicht-akademischen Berufen. Auch die Rolle der Sozialpartner wurde hervorgehoben: Betriebsräte sind zentrale Brückenbauer im Transformationsprozess. Ein Fazit ist daher: Transformation bedeutet nicht automatisch Verschlechterung – aber sie verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich verändernde Bedingungen aktiv anzunehmen.
Arbeitsmarkt und Demografie
27.01.2026
Teilzeit-Debatte: Familie und Freiheit nur in Sonntagsreden
„Lifestyle von Teilen der Bundesregierung scheint zu sein, dass Werte wie Familie und Freiheit nur in Sonntagsreden gelten. Die Attacke auf all die Menschen im Land, die Teilzeit arbeiten, ist in diesem Sinne verräterisch“ – das erklärt Karl Haeusgen als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen zur aktuellen Debatte. „Teilzeit arbeitet, wer sich um Kinder oder Angehörige kümmert. Oder wer sich in Freiheit dafür entscheidet, und entsprechend weniger verdient, um vielleicht Zeit für Ehrenamt oder Fortbildung zu haben. Der wirtschaftliche Nutzen der Attacke auf die Teilzeit ist Null, und das Nörgeln an vermeintlichem Lifestyle spaltet die arbeitende Bevölkerung. Es ist ein Ablenkungsmanöver, weil wirklich wichtige Themen nicht angepackt werden, auf die es für unsere Wettbewerbsfähigkeit wirklich ankommt: Von Reformen bei Rente und Steuern bis zur Transformation mit Ausbau der erneuerbaren Energie und Strompreissenkung für alle.“
Arbeitsmarkt und Demografie
11.12.2025
Reform der Erbschaftssteuer
Wie lassen sich bei der Erbschaftssteuer Steuergerechtigkeit und Staatseinnahmen, Liquidität und Investitionsfähigkeit der betroffenen Familienunternehmen und auch eine gelingende Nachfolge im Betrieb gut zusammen bringen? Katharina Beck als finanzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, unsere Mitglieder sowie Mitglieder der Stiftung Familienunternehmen besprachen gestern diese wichtigen Fragen. Das Bundesverfassungsgericht wird sich in den kommenden Monaten zur Erbschafts- und Schenkungssteuer äußern – eine Neuregelung könnte erforderlich werden. Bislang wird viel über Ausnahmetatbestände geregelt. Diskutiert wurde bei uns: Inwieweit kann eine Stundung der Steuerschuld nützen? Sind Lebensfreibeträge ein sinnvoller Ansatz? Wie kann die Re-Investition von Erträgen gesichert werden? Können Investitionen von der Steuerschuld abgezogen werden? Wie wird die Erbschaftssteuer angemessen berechnet… …und wie eventuell mit anderen Steuern verrechnet? Was sind Möglichkeiten und Grenzen von Flat-Tax-Ansätzen? Beim DIW Berlin hat die grüne Bundestagsfraktion hierzu auch eine Studie erstellen lassen – 100 Seiten, deren Lektüre sich lohnt. Einigkeit herrschte, dass neben der volkswirtschaftlichen Perspektive gezielt auch die betriebswirtschaftliche abgefragt werden muss. Genau dies ist das Anliegen von Katharina Beck. Gegen Schnellschüsse, für Praxisnähe. Für das bestmögliche Dilemma-Management. Für eine Regelung, die beiden gerecht wird: den Unternehmen und die Gemeinschaft der Steuerzahlenden.
Arbeitsmarkt und Demografie

Veranstaltungen

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23. Jun. 2025
Fit für morgen – alle mitnehmen, besonders die Erfahrenen
Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt: Mit gezielten Maßnahmen ließe sich bis 2035 das Arbeitsvolumen von 1,36 Mio. Vollzeitkräften in der Altersgruppe 55–70 Jahre mobilisieren. Doch wie gelingt das in einer Arbeitswelt, die sich durch KI, Digitalisierung und demografischen Wandel rasant verändert? Unternehmen stehen vor der doppelten Herausforderung, ihre erfahrenen Mitarbeitenden länger im Erwerbsleben zu halten – und sie gleichzeitig fit für neue Technologien zu machen. Gefragt sind flexible Arbeitszeitmodelle, lebenslanges Lernen, passgenaue Weiterbildungsformate und Anreize für einen flexiblen Übergang in den Ruhestand. Welche Kompetenzen und Rahmenbedingungen braucht die Arbeitswelt von morgen im Zeitalter von KI und lebenslangem Lernen? Und wie sichern wir die Produktivität und Teilhabe erfahrener Beschäftigter – durch Weiterbildung, Gesundheitsvorsorge und generationenübergreifenden Wissenstransfer?
Arbeitsmarkt und Demografie
01. Apr. 2025
Roundtable auf der Hannover Messe 2025: KI als Schüssel zur Arbeitskräftesicherung
Bis 2036 gehen fast 20 Millionen Menschen in Rente – ein Großteil dieser Stellen wird nicht nachbesetz. Die Potenziale von Digitalisierung und Automatisierung sollten hierbei gezielt genutzt werden, um Geschäftsprozesse zu verbessern, Arbeitnehmer:innen zu entlasten und Arbeitszeit effektiver einzusetzen. Bis zu 25 % repetitiver Tätigkeiten können durch KI unterstützt werden, sodass Arbeitskräfte entlastet sind und sich auf anspruchsvollere und wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass Arbeitnehmende mit den neuen Technologien arbeiten können. Weiterbildung, Kompetenz-basiertes Recruiting und gezielte Fördermaßnahmen für Qualifizierung spielen eine Schlüsselrolle. Doch wie gelingt die effektive Integration von KI in Arbeits-, Produktions- und Logistikprozesse? Welche Qualifikationen brauchen Beschäftigte und was sind die konkreten Bedarfe der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden? Wie wir diese Herausforderung meistern und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren und freuen uns auf Impulse aus der Praxis u.a. von Accenture.
Arbeitsmarkt und Demografie
28. Jan. 2025
Bilanz Gesundheitspolitik: Wo stehen wir, wo wollen wir hin?
Welche Richtung für die deutsche Gesundheitspolitik? Bringen Sie Ihre Impulse ein im Dialog mit dem Fachpolitiker aus der grünen Bundestagsfraktion, dem gesundheitspolitischen Sprecher Janosch Dahmen. Er will mit Ihnen Bilanz ziehen: Was lief aus den verschiedenen Perspektiven gut, was sollte besser werden und gehört in der nächsten Bundesregierung auf den Tisch? Der Gesundheitssektor ist eine der wichtigen Branchen im Land, zugleich sind die Kosten des Gesundheitssystems natürlich ein relevanter Faktor der Lohnnebenkosten der gesamten Wirtschaft. Es gibt viel zu besprechen – von der Bewältigung demographischer Veränderungen bis zur Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung, von der Digitalisierung des Gesundheitswesens und dessen nachhaltiger Finanzierung.
Arbeitsmarkt und Demografie

Publikationen

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07.04.2025
Was tun, Koalition – Impulse aus den Kompetenzclustern
Von Energiewende bis Arbeitsmarkt hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen eine  Reihe von Impulspapieren für die diesen Donnerstag startenden detaillierten Koalitionsverhandlungen vorgelegt – zusammengefasst auch in einem 11-Punkte-Plan für Deutschland. Die Vorschläge richten sich an alle relevanten Stakeholder, über Parteigrenzen hinweg. Entwickelt worden sind sie in den Kompetenzclustern der Wirtschaftsvereinigung mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Mitgliedsunternehmen. Download 11-Punkte Plan „Vorwärts statt rückwärts, darum geht es uns“, erklärte der Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Thomas Fischer. „Drei Beispiele: Das Sondervermögen Infrastruktur muss zusätzliche Investitionen in Infrastruktur ermöglichen statt ohnehin Geplantes zu finanzieren. Die Energiewende muss smart weiterentwickelt statt dumm zurückgedreht werden. Die Sozialversicherung braucht eine Strukturreform statt etwa mit Geschenken bei der Rente die Lohnebenkosten immer weiter hoch zu treiben. – Als Unternehmer sage ich: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen können das Geschäftsmodell Deutschland sein. Wenn wir den Mut dazu haben.“ Dazu braucht es alle demokratischen Kräfte und den Dialog mit der Wirtschaft in ihrer ganzen Breite, so Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung. „Dazu tragen wir gern bei. Bündnis 90/Die Grünen sind unser direktes Gegenüber in der Politik, und es ist enorm wichtig für unsere Demokratie, dass im Bundestag nicht nur ganz rechts und ganz links die Opposition bilden, sondern auch eine Kraft der Mitte. Zugleich kommt es nun auf CDU und SPD an, ob sie gute Konzepte der Vorgängerregierung weiter entwickeln oder zurückdrehen, und ob sie offen sind für Impulse von vielen Seiten.“ Impulspapier Arbeitsmarkt & MitarbeitendeImpulspapier Agrarwende & ErnährungImpulspapier AußenwirtschaftImpulspapier BauwirtschaftImpulspapier Energie & WärmewendeImpulspapier GesundheitswirtschaftImpulspapier Innovation & DigitalisierungImpulspapier Mobilität & VerkehrImpulspapier Rohstoffe & KreislaufwirtschaftImpulspapier TransformationImpulspapier Wirtschaftssicherheit
Arbeitsmarkt und Demografie Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit Innovation, Digitalisierung und Technologie Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik Standortpolitik, Infrastruktur und Europa Veröffentlichungen
20.12.2023
Positionspapier: Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Relevanz. Denn die Pflege von Angehörigen und Kinderbetreeung stellt berufstätige Eltern und  Arbeitnehmer:innen vor die  schwierigen Aufgabe, Betreuung und Berufsleben miteinander in  Einklang zu bringen. Eine verbesserte Vereinbarkeit hat neben der Entlastung von Pflegenden auch wirtschaftliche Vorteile. Im Rahmen des Fachforums NANQ haben wir Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht, um dieses Thema zu diskutieren.  Die aus der gemeinsamen Arbeit abgeleiteten Handlungsempfehlungen können Sie nun im GWD-Positionspapier nachlesen.  Zum Arbeitsfeld Neue Arbeit & Neue Qualifikation Download
Arbeitsmarkt und Demografie Veröffentlichungen
30.08.2023
Potenziale der geschlechtsspezifischen Medizin
 Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin sind wissenschaftliche belegt und haben Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung. Differenzen gibt es vor allem in der Diagnose, der Wirksamkeit von Medikamenten und in der Forschung ohne geschlechts- oder diversitätssensiblen Ansatz. Der Grüne Wirtschaftsdialog hat im Rahmen des Fachforums Gesundheitswirtschaft Defizite in der geschlechtsspezifischen Medizin Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht, um Handlungsempfehlungen für strukturelle Veränderungen in Hinblick auf geschlechtsspezifische Medizin zu erarbeiten. Die Ergebnisse des Austauschs sind im vorliegenden Positionspapier zusammengefasst. Zum Arbeitsfeld GesundheitswirtschaftDownload
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