Thesenpapier: Impulse für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

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Aus einer Reihe von Fachforen mit zentralen Unternehmen aus dem Bereich Security & Defence sowie hochrangigen Vertreter:innen der grünen Partei hat der Grüne Wirtschaftsdialog ein überblickhaftes und zukunftsorientiertes Thesenpapier entwickelt.

Die neue Bundesregierung wird sich im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik in der kommenden Legislaturperiode zwei zentralen Herausforderungen stellen müssen: Erstens stellt sich die Frage, wie die Handlungsfähigkeit der Bundeswehr in allen Domänen trotz signifikanter finanzieller Überplanungen nachhaltig gesichert werden kann. Zweitens: Welche Rolle soll die industrielle Basis in Deutschland und Europa in der Gewährleistung dieser Handlungsfähigkeit aus Sicht der Politik in Zukunft spielen? Sollten diesen Fragen nicht mit genug Aufmerksamkeit, politischem Kapital und auch einer erhöhten Risikobereitschaft für transformative Prozesse begegnet werden, besteht die Gefahr, dass die Handlungsfähigkeit der Bundeswehr, und damit die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung im Sinne einer strategischen Krisenprävention gegenüber ihrer internationalen Verantwortung, weiter sinken wird.

Die im Thesenpapier formulierten priorisierten Handlungsempfehlungen stellen konkrete Impulse für politische Entscheidungsträger:innen dar, die in eine umfassende Strategiekaskade eingebaut werden können.

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29.11.2023
Standpunkt: Mobilitätsdaten
Der GWD hat mit der Industrie, Verbänden, Verkehrsverbünden und -trägern das Ergebnis der Verhandlungen des BDMV über das im Koalitionsvertrag vereinbarte Mobilitätsdatengesetz evaluiert und Handlungsbedarfe identifiziert. Denn Ziele der Europäischen Delegierten Verordnung (EU) 2017/1926 (MMTIS) und des deutschen Mobilitätsdatengesetzes sind nicht deckungsgleich. Die Empfehlungen des GWD für eine Überarbeitung des Mobilitätsdatengesetzes sind im Standpunkt Mobilitätsdaten zusammengefasst. Zum Arbeitsfeld Mobilität Download
Standortpolitik, Infrastruktur und EuropaVeröffentlichungen
13.11.2024
Perspektivenpapier: Gesamtverteidigung in Deutschland und Europa
„Gesamtverteidigung“ braucht starke Infrastruktur und Industriepolitik Für die Abschreckung möglicher Aggressoren braucht Deutschland auch gute Straßen und Schienen, einen resilienten Energiesektor, und industrielle Produktionskapazitäten. Denn im Falle des Falles müssen für die so genannte Gesamtverteidigung Wirtschaft, Politik, Gesellschaft fähig sein, die nötigen Ressourcen kurzfristig und dauerhaft zur Verfügung zu stellen. „Sicherheit, auch militärische, sollte nicht auf die Ausstattung der Bundeswehr verengt werden“, so heißt es in dem Perspektivenpapier des Kompetenzclusters Sicherheit & Verteidigung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Download Es geht um alle Strukturen des Landes und hier besondere die der Wirtschaft. Verkehrsnetze müssen stark genug sein, um nötigenfalls viel Material an die Grenzen des Landes oder der Nato zu transportieren. Und es solle beizeiten vorgeplant werden, wie im Spannungsfall die Produktion militärischer Güter hochgefahren werden kann, so das Papier. Natürlich braucht es dafür Geld. Dies alles, um eine glaubwürdige Abschreckung sicher zu stellen und dadurch eine Eskalation von vornherein zu verhindern.
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitVeröffentlichungen
14.10.2020
Markthochlauf für klimaschonende Technologien braucht klaren politischen Rahmen
Abschließende Scoping Papers zu den Fachforen EmE und EiG. In den Fachforen „Emissionsarme Energieträger“ und „Energieintensive Grundstoffindustrie“ hat der GWD über ein Jahr lang den intensiven Dialog zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft organisiert. Wuppertal Institut und TU Hamburg führen die Ergebnisse der Gespräche in Scoping Papers zusammen. Politik ist nun gefragt. Im Transformationsprozess hin zu emissionsfreier Wirtschaftsweise ist die zentrale Frage: Welche Rahmenbedingungen sind notwendig, damit grüne Technologien sich auf dem Markt durchsetzen können? Um diese Frage zu klären, hat der Grüne Wirtschaftsdialog letztes Jahr die Fachforen Emissionsarme Energieträger und Energieintensive Grundstoffindustrie ins Leben gerufen. Darin haben Unternehmensvertreter – unter anderem von Airbus, BP, Dow, EWE und VNG – mit den MdBs Ingrid Nestle, Dieter Janecek und Claudia Müller sowie weiteren Politikern und unabhängige Experten im Rahmen mehrerer Treffen einen intensiven Dialog geführt. Die Ergebnisse der Diskussionen haben Dr. Anna Leipprand vom Wuppertal Institut und Dr. Sebastian Timmerberg von der TU Hamburg jeweils wissenschaftlich für den GWD ausgearbeitet. Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Positionen und Perspektiven der Teilnehmer:innen in den Fachforen führen die Scoping Papers konkrete, unmittelbar umsetzbare Instrumente zusammen. Damit will der GWD zur Beschleunigung des politischen Entscheidungsprozessen beitragen. Denn das Gelingen der Transformation hängt entscheidend davon ab, ob die Politik jetzt schnell und konsequent handelt.  Scoping Paper FF EiGScoping Paper FF EmEEnglische VersionWas ist zu tun: CO2-Preis: Eine mangelhafte Internalisierung von Emissionskosten verhindert, dass bereits existierende klimaschonende Technologien sich gegen konventionelle durchsetzen können. Politik muss sich für eine vollständige Bepreisung externer Emissionskosten einsetzen und vor allem auch die klare Zielmarke in Betrag und Termin setzen. Parallel dazu muss Politik die sozialen Auswirkungen einer CO2-Bepreisung in den Blick nehmen und konkrete Maßnahmen zur Kompensation ungleicher Verteilungswirkungen umsetzen. In einer Übergangsphase können Quotenregelungen für grüne Energieträger in einigen Anwendungsfelder die Investitionen für die Produktion grüner Energien absichern und einen Innovationswettbewerb von Produktionstechnologien ermöglichen. Den Übergang von fossilem Erdgas gestalten: Damit ein Klimaschutz mit Erdgas möglich ist, müssen stärkere Berichtspflichten für Erdgasversorger und auch ökonomische Instrumente installiert werden, um die Vorkettenemissionen (inkl. Methanemissionen) zu reduzieren. Außerdem muss Erdgas schrittweise durch klimaschonendes Methan (Biomethan und PtG) ersetzt werden. Dabei soll der Einsatz von Wasserstoff bei der Erdgasinfrastruktur berücksichtigt werden. Eine ambitionierte CO2-Bepreisung erfordert zwingend die Herstellung von fairen internationalen Handelsbedingungen. Ein Grenzausgleich kann dies in der Theorie gewährleisten, allerdings sind mit der praktischen Umsetzung gravierende Herausforderungen verbunden. Als Alternative sollte die Fortführung der kostenlosen Zuteilung in Verbindung mit einer Abgabe auf Produkte geprüft werden. Carbon Contracts for Difference sollten genutzt werden, um frühzeitige Investitionen in Schlüsseltechnologien in der energieintensiven Industrie zu ermöglichen. Es sind Entscheidungen zu treffen, die in einer Übergangszeit immer wieder zu Nachsteuerungen und Korrekturen führen müssen. Eine ständige Weiterentwicklung der Technologien in Hinblick auf Treibhausgasbelastung bzw. -einsparung, Produktionskosten, und Verfügbarkeit – national, europäisch, global – erfordert immer wieder Neubewertungen. Dafür müssen geeignete Managementprozesse aufgesetzt werden. Falls Sie Interesse haben, diesen Fragen mit uns gemeinsam nachzugehen, kontaktieren Sie uns unter info@g-wd.de.
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