Zukunftsentscheid und Machbarkeit: Grüne Transformation für den Wirtschaftsstandort Hamburg

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Wie gelingt die grüne Transformation der Hansestadt im Lichte des Hamburger Zukunftsentscheids? Dieser Frage widmete sich unser Regionalforum Metropolregion Hamburg. Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, und Michael Lübke, Managing Director, Evos Hamburg GmbH, gaben in kurzen Vorträgen Impulse.

Katharina Fegebank warb dafür, dass ambitionierte Klimaziele nicht verunsichern sollten, sondern mit Mut und Zuversicht angepackt werden müssen. „Unsere Resilienz, der Anspruch auf Unabhängigkeit und die klare Ausrichtung auf Zukunftsfähigkeit machen die Stadt zu einem attraktiven Ort für Investitionen in klimaneutrale Wertschöpfung. Diese Zuversicht ist ein entscheidender Standortfaktor – für Unternehmen ebenso wie für Fachkräfte und für die konjunkturelle Entwicklung insgesamt“, so Fegebank.

Im Austausch mit zahlreichen Wirtschaftsvertreter:innen wurde deutlich, dass Hamburg in vielen Bereichen bereits auf einem guten Weg ist: Viele Sektoren sind auf Kurs Richtung 70 % Emissionsreduktion bis 2030. Gleichzeitig benötige insbesondere der Verkehrssektor jedoch noch weitere Impulse auf dem Weg zur erfolgreichen Transformation.

Aus der Wirtschaft kamen klare Erwartungen an die Politik:

Der Hafen wurde dabei immer wieder als Schlüsselort der Transformation benannt.

Fazit: Grüne Transformation ist machbar

Die grüne Transformation ist machbar, wenn sie partnerschaftlich, pragmatisch und wirtschaftlich tragfähig umgesetzt wird. Hamburg bringt dafür alles mit – engagierte Unternehmen, Innovationskraft und den gemeinsamen Willen, Zukunft aktiv zu gestalten.

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16.07.2026
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Bereits mehr als 5000 Hitzetote in Deutschland diesen Sommer, drohende Wirtschaftsschäden bis 2030 von 120 Milliarden Euro – im Gastbeitrag in Tagesspiegel Background fordert Dr. Marie-Luise Wolff als Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen: Wir brauchen mehr Tempo bei der Energiewende, um die Klimarisiken einzudämmen. Die Bundesregierung aber bremst, ob beim Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vor der Sommerpause oder beim Netzpaket nach der Sommerpause. Das ist Regierungsversagen. Den ganzen Beitrag können Sie hier lesen.
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Geflüchtete schneller in Arbeit bringen – das ist Ziel des „Job-Turbo“, eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung zusammen mit den Ländern und kommunalen Jobcentern. Was das Programm bereits leistet und was noch nicht, das diskutierten diese Woche die SPD-Staatsekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Leonie Gebers und der Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag Andreas Audretsch mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung. Geflüchtete seien ein wichtiges Potenzial für den deutschen Arbeitsmarkt, betonten die Vertreter*innen sowohl aus der Politik als auch aus den Unternehmen. Die öffentliche Debatte über Zuwanderung als Problem statt als Chance gehe an der Realität des Wirtschaftsstandorts vorbei.   Vor zehn Jahren lag der Anteil ausländischer Staatsangehöriger beim Beschäftigungszuwachs bei 40%, erklärte Gebers. Im vergangenen Jahr waren es 100% – allein dies zeigt, wie wichtig angesichts von mehr als 1,7 Millionen unbesetzten Stellen Ende des Jahres Zuwanderung sei. Das Maßnahmenpaket des Arbeitsministeriums sieht eine frühere Arbeitsvermittlung auch ohne weitreichende Deutschkenntnisse vor, eine engere Beratung durch die Jobcenter und bessere berufsbegleitende Qualifizierungs- und Sprachkursangebote. Audretsch betonte, wie froh er sei, das hier die Koalition gemeinsam ins Handeln gekommen sei. Das Programm sei richtig und wichtig, erklärten die Vertreter*innen aus den Unternehmen. Längst gehe es nicht nur um Fachkräftemangel, sondern insgesamt um Arbeitskräfte. Hier sei auch mit geringen Sprachkenntnissen ein Einstieg möglich – allerdings müsse man den Beschäftigten, gerade wenn sie in ihrem Herkunftsland wie etwa der Ukraine eine qualifizierte Beschäftigung hatten, eine berufliche Entwicklungsperspektiven nach einem niedrigschwelligen Einstieg aufzeigen. Entscheidend wichtig sei, wie passgenau die lokalen Jobcenter Geflüchtete mit den Unternehmen in Kontakt brächten – manche Jobcenter seien hier exzellent, andere nicht. Hier regten die Unternehmen an, zwischen den Centern einen Best-Practice-Austausch zu initiieren. Vielfach scheitere die Beschäftigungsaufnahme auch daran, dass kein Bus fahre vom Wohnort zum Unternehmen, oder dass es für die Kinder der Geflüchteten keinen Kitaplatz gebe – diese Form der Infrastruktur sei hoch relevant, so die Unternehmen.
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Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie?
Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen.   Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen.   Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
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