Die Perspektiven unserer Mitglieder in die europäische Politik einbringen sowie Handlungsfelder identifizieren – das war das Anliegen einer Delegationsreise der Wirtschaftsvereinigung der Grünen nach Brüssel. Im Mittelpunkt standen energie- und klimapolitische Prioritäten, die Transformation der europäischen Industrie unter Wettbewerbsdruck sowie Fragen der Investitions- und Planungssicherheit für Unternehmen.
In Gesprächen mit Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktion, darunter Jutta Paulus, Daniel Freund und Sergey Lagodinsky, sowie mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission und des renommierten Think Tanks Institute for European Environmental Policy (IEEP) wurden zentrale Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik diskutiert: die Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels (ETS), die Nutzung von ETS-Einnahmen zur Stabilisierung von Energiepreisen, die Förderung von Investitionen in saubere Technologien und die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen.
Ein besonderes Highlight war das Format „Pastries & Policy“, bei dem Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft sich in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens über zentrale Spannungsfelder der europäischen Energie- und Klimapolitik austauschten. Hier wurde deutlich, wie wichtig ein Dialog ist, der praxisnahe Perspektiven aus Unternehmen in politische Prozesse einbringt, um verlässliche Rahmenbedingungen für eine tragfähige Transformation zu schaffen.
Darüber hinaus boten die Treffen Gelegenheit, die politischen Prioritäten der Europäischen Union besser zu verstehen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Gespräche zu identifizieren. Die Brüsselreise hat erneut gezeigt, dass Transformation nur im engen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gelingen kann.