Wachstumschancengesetz #3: Wirtschaftsvereinigung macht sich stark für Rückkehr zur Sachpolitik

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„Wirtschaftspolitik muss von der Sache her entschieden werden, mit Weitblick, sie sollte keine tagespolitische Verhandlungsmasse sein für oder gegen andere politische Maßnahmen“ – das erklärte Heike Discher für den Vorstand der Wirtschaftsvereinigung der Grünen in einer aktuellen Stellungnahme zum aktuellen Konflikt um das Wachstumschancengesetz und die Kindergrundsicherung im Ampel-Kabinett der Bundesregierung.

„Von der Sache her ist es gut, Investitionen von Unternehmen unbürokratisch steuerlich zu fördern, durch Investitionsprämien oder Super-Abschreibungen – ganz gezielt insbesondere für die Verbesserung der Energie-Effizienz und im Ergebnis für weniger Treibhausgase“, sagte Discher. „Deshalb ist es gut, dass der Bundeswirtschaftsminister das Gesetz hierfür unterstützt. Dafür muss dann allerdings auch substanziell Geld zur Verfügung gestellt werden, Klein-Klein hilft da zu wenig. Denn am Ende nutzen diese Investitionen nicht allein der Wirtschaft – sie nutzen uns allen.“

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12.02.2026
Wirtschaftsvereinigung der Grünen in Brüssel: Energiepreise, Industriepolitik und Transformation
Die Perspektiven unserer Mitglieder in die europäische Politik einbringen sowie Handlungsfelder identifizieren – das war das Anliegen einer Delegationsreise der Wirtschaftsvereinigung der Grünen nach Brüssel. Im Mittelpunkt standen energie- und klimapolitische Prioritäten, die Transformation der europäischen Industrie unter Wettbewerbsdruck sowie Fragen der Investitions- und Planungssicherheit für Unternehmen. In Gesprächen mit Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktion, darunter Jutta Paulus, Daniel Freund und Sergey Lagodinsky, sowie mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission und des renommierten Think Tanks Institute for European Environmental Policy (IEEP) wurden zentrale Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik diskutiert: die Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels (ETS), die Nutzung von ETS-Einnahmen zur Stabilisierung von Energiepreisen, die Förderung von Investitionen in saubere Technologien und die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Ein besonderes Highlight war das Format „Pastries & Policy“, bei dem Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft sich in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens über zentrale Spannungsfelder der europäischen Energie- und Klimapolitik austauschten. Hier wurde deutlich, wie wichtig ein Dialog ist, der praxisnahe Perspektiven aus Unternehmen in politische Prozesse einbringt, um verlässliche Rahmenbedingungen für eine tragfähige Transformation zu schaffen. Darüber hinaus boten die Treffen Gelegenheit, die politischen Prioritäten der Europäischen Union besser zu verstehen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Gespräche zu identifizieren. Die Brüsselreise hat erneut gezeigt, dass Transformation nur im engen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gelingen kann.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
26.01.2025
Starke Präsenz der Wirtschaftsvereinigung bei der Delegiertenkonferenz der Grünen
Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen war aktiv vertreten beim Beschluss des Wahlprogramms der Grünen in Berlin. Gabriele C. Klug und Thomas Gambke aus dem Vorstand sowie der neue Hauptgeschäftsführer Martin Kaul brachten Perspektiven aus der Wirtschaft ein, um den Prozess zu unterstützen. Die mit großen Mehrheiten verabschiedete Fassung des Wahlprogramms wird bald auf der Website der Grünen verfügbar sein, während derzeit der Entwurf online steht. Ein Blick hinein lohnt sich: Website der Grünen. Am Rande des Parteitags fanden zahlreiche konstruktive Gespräche mit politischen Vertretern statt, darunter Omid Nouripour und Ricarda Lang, beide Vorsitzende des Politischen Beirats und der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Auch der Austausch mit Vertretern aus der Wirtschaft war sehr produktiv. Unter den Gesprächspartnern waren Dr. Wilhelm Ruprecht von der Allianz und Birgit Neumann von SAP, die beide Mitglied unserer Wirtschaftsvereinigung sind. Ein zentrales Thema der Diskussion war die enge Verbindung zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit, die beide von großer Bedeutung sind. Angesichts der bestehenden Herausforderungen ist die Wirtschaftsvereinigung der Grünen eine wichtige Plattform für den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik.
Pressemitteilung
04.05.2026
„Eine Minderheitsregierung würde die AfD zum Entscheider machen“
Unser Vorstandsvorsitzender Karl Haeusgen findet deutliche Worte für die aktuelle Debatte über eine Minderheitsregierung der CDU/CSU im Bundestag: „Eine Minderheitsregierung der Union würde die AfD im Bundestag zum Entscheider machen und wäre deshalb ein Schaden für unser Land – gut, dass Friedrich Merz dies in aller Klarheit gesagt hat.“ Statt Diskussion über Regierungszusammensetzungen fordert Karl Haeusgen, der selbst Unternehmer ist: „Deutschland braucht Stabilität, gerade in Krisenzeiten. Und die Positionen der Rechtspopulisten sind verheerend für unsere Wirtschaft und damit für Wachstum und Arbeit: Das reicht von der feindlichen Einstellung zur EU als Garantin unseres gemeinsamen Binnenmarktes bis zu unbezahlbaren Fantastereien wie 70% Rentenniveau, ganz zu schweigen von ihrem Geschäftsmodell der gesellschaftlichen Spaltung. Die überwältigende Mehrheit der Unternehmen lehnt die AfD als destruktiv ab. Statt Spaltung braucht das Land Gemeinsamkeit für ein Gesamtpaket an Reformen.“
Geoökonomie, Resilienz und SicherheitPressemitteilung