Teilzeit-Debatte: Familie und Freiheit nur in Sonntagsreden

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„Lifestyle von Teilen der Bundesregierung scheint zu sein, dass Werte wie Familie und Freiheit nur in Sonntagsreden gelten. Die Attacke auf all die Menschen im Land, die Teilzeit arbeiten, ist in diesem Sinne verräterisch“ – das erklärt Karl Haeusgen als Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen zur aktuellen Debatte.

„Teilzeit arbeitet, wer sich um Kinder oder Angehörige kümmert. Oder wer sich in Freiheit dafür entscheidet, und entsprechend weniger verdient, um vielleicht Zeit für Ehrenamt oder Fortbildung zu haben. Der wirtschaftliche Nutzen der Attacke auf die Teilzeit ist Null, und das Nörgeln an vermeintlichem Lifestyle spaltet die arbeitende Bevölkerung. Es ist ein Ablenkungsmanöver, weil wirklich wichtige Themen nicht angepackt werden, auf die es für unsere Wettbewerbsfähigkeit wirklich ankommt: Von Reformen bei Rente und Steuern bis zur Transformation mit Ausbau der erneuerbaren Energie und Strompreissenkung für alle.“

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04.06.2025
Künstliche Intelligenz als Hebel für Nachhaltigkeit
KI kann ein echter Gamechanger für Nachhaltigkeit werden – das zeigte die Veranstaltung von Microsoft in Berlin. Microsoft-Vertreter Sean Jones und Dr. Jennifer Pernau betonten, dass Klimaneutralität bis 2030 für den Konzern ein strategisches Ziel sei – trotz des wachsenden Energiebedarfs durch Rechenzentren. Auch deutsche Unternehmen zeigen, wie KI konkret zum Umweltschutz beitragen kann: WEPA nutzt sie bereits für nachhaltige Investitionsentscheidungen und Energiemanagement in der Papierindustrie. Das Start-up LoopID entwickelt KI-gestützte Lösungen für langlebigere Produkte, wie etwa selbstorganisierende Waschmaschinen im digitalen Produktkreislauf. Dryad Networks wiederum setzt KI und Sensorik zur frühzeitigen Waldbranddetektion ein. Aus Sicht der Wirtschaftsvereinigung ist jetzt die Politik gefragt. Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass es für KI bessere Rahmenbedingungen brauche. Hauptgeschäftsführer Martin Kaul mahnte: „Auch die beste KI entscheidet nicht selbst, wofür sie eingesetzt wird – das ist unsere Verantwortung.“ Ein Aufruf ging an Digitalminister Karsten Wildberger: Für KI als Nachhaltigkeitstreiber brauche es mutige politische Gestaltung – und eine gemeinsame Kraftanstrengung mit der Wirtschaft.  
Innovation, Digitalisierung und Technologie
27.06.2025
Jahresbericht veröffentlicht
2024 war für die Wirtschaftsvereinigung der Grünen ein Jahr der Umsetzung und des Wachstums. Mit der vollzogenen Fusion zweier grün-naher Wirtschaftsverbände ist eine starke gemeinsame Organisation entstanden, die heute über 250 Unternehmen und Führungspersönlichkeiten vereint. Ein neues Corporate Design, ein gemeinsames Büro in Berlin-Mitte und eine verstärkte Geschäftsstelle unter neuer Führung zeigen diesen Schritt zu mehr Schlagkraft und Sichtbarkeit. Unsere inhaltliche Arbeit stand im Zeichen der nachhaltigen Transformation – von Geoökonomie und Energie- und Wärmewende über Finanzierungsfragen und die Reform der Schuldenbremse bis zur digitalen Transformation und Fachkräftesicherung. Dabei ging es uns immer darum, den vermeintlichen Widerspruch zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit aufzulösen und konkrete Lösungen zu entwickeln. Der direkte Austausch war zentral: Unsere Standortkonferenz in Berlin brachte über 250 Gäste aus Wirtschaft und Politik zusammen, Regionalforen thematisierten Kreislaufwirtschaft in Sachsen, klimafreundliche Logistik in NRW oder Innovation in Berlin-Brandenburg. Ergänzt wurden diese Formate durch CEO-Roundtables mit Finanzminister:innen und Branchenvertreter:innen, die wertvolle Impulse gaben. Der Jahresbericht stellt darüber hinaus unsere Strukturen transparent vor – vom Vorstand über die Geschäftsstelle bis hin zum Kuratorium und Politischen Beirat – und enthält auch einen Einblick in unsere Einnahmen- und Ausgabenstruktur. Stimmen unserer Mitglieder wie Nicole Dreyer-Langlet (Airbus), Cedric Neike (Siemens) oder Daniel Hager (Hager Group) zeigen dabei, wie wichtig der Dialog zwischen Industrie und Politik ist, um gemeinsam die Transformation erfolgreich zu gestalten. Den gesamten Jahresbericht 2024 lesen
Pressemitteilung
24.02.2025
„Der Standort Deutschland braucht ein Vorwärts bei Zukunftstechnologien, erneuerbaren Energien, Bürokratieabbau, Investitionen“: Erklärung zur Bundestagswahl
„Bei den nun beginnenden Gesprächen muss klar sein: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Keins von beiden sollte gegeneinander ausgespielt werden“, das erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Heike Discher, Thomas Fischer, Thomas Gambke und Gabriele C. Klug zum Ergebnis der Bundestagswahlen. „Der Standort Deutschland braucht Verlässlichkeit statt Zickzackpolitik – also kein Zurückdrehen der Transformation. Sondern ein Vorwärts bei Zukunftstechnologien, erneuerbaren Energien, Bürokratieabbau. Und bei massiven Impulsen für Investitionen einerseits von Unternehmen und andererseits vom Staat: Die nächste Bundesregierung, egal wie sie sich zusammensetzt, muss in nie dagewesenem Maße Geld in die Hand nehmen, Stichwort Infrastruktur und Sicherheit. Die Wirtschaft steht als Gegenüber bereit, auch wir als Vereinigung stehen bereit, um im Dialog mit der Politik pragmatische Lösungen anzugehen.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik