Mit modernsten Technologien ist die Salzgitter AG mitten in der Transformation zur klimaneutralen Produktion. Weil es dafür einen verlässlichen politischen Rahmen braucht, waren Andreas Audretsch, Fraktions-Vize von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, und unsere stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Katharina Krüger bei unserem Mitglied Salzgitter zum Gespräch. Der Besuch auf einer der größten Baustellen Europas mit Milliarden-Investitionen war wichtig – denn es geht um viel.
„Klimaneutraler Stahl ist die Zukunft – und Salzgitter ist auf dem Weg in die Zukunft“, sagte Andreas Audretsch. „Deutschland muss ein Land mit starker Stahlindustrie bleiben. Dazu braucht es jetzt Schutz vor Dumping-Produkten aus China und Buy-European-Regeln für grünen Stahl. Einen Brückenstrompreis und verlässlich günstige Energie. Sichere Märkte in Europa und Nachfragegarantien zum Beispiel durch die Deutsche Bahn.“
Einige Punkte aus dem Gespräch:
– Beim CO2-Grenzausgleich #CBAM ab 2026 plädiert Salzgitter für Maßnahmen u.a. gegen Umgehungsstrategien außereuropäischer Wettbewerber und für die Freistellung europäischer Exporte von CO2-Kosten.
– Immer noch dürfen russische Stahlbrammen in die EU importiert werden, was die Sanktionen gegen den Aggressor unterläuft und mit Niedrigpreisen unsere heimische Industrie benachteiligt.
– Schutzmaßnahmen für europäischen Stahl wie von EU-Handelskommissar Šefčovič vorgeschlagen sollen den hiesigen Markt stabilisieren.
„Der Kommissionsvorschlag für das neue handelspolitische Instrument ist ein ausgewogener und praxisorientierter Ansatz, der faire Wettbewerbsbedingungen im europäischen Stahlmarkt gewährleistet“, erklärt Helge Langheim, Leiter Außenhandelspolitik, Märkte und Statistik
Public & Regulatory Affairs bei der Salzgitter AG. Der Vorschlag „stärkt die Planungssicherheit der Industrie und trägt den Interessen von Produzenten wie Verbrauchern gleichermaßen Rechnung. Entscheidend ist nun, dass der Vorschlag in seiner jetzigen Form möglichst schnell umgesetzt und der Anwendungsbereich auf stahlintensive Branchen ausgeweitet wird.“
Katharina Krüger aus unserer Hauptgeschäftsführung zeigte sich beeindruckt, „wie unser Fördermitglied Salzgitter AG ihre Transformation zur klimaneutralen Stahlproduktion vorantreibt. Hier wird sichtbar, dass nachhaltige Industriepolitik kein Widerspruch, sondern eine echte Zukunftschance ist. Der enge Austausch zwischen Unternehmen und grüner Politik ist der Schlüssel, um diese Chancen gemeinsam zu gestalten.“