Rechtspopulismus „für den Wirtschaftsstandort Deutschland Grund zur Sorge“: Thomas Fischer, Vorstandsvorsitzender

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„Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist der Trend zu rechtspopulistischen und sogar rechtsextremen Positionen Grund zur Sorge“, sagte in der aktuellen Diskussion um den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Thomas Fischer. Auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, oder der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Karl Haeusgen äußerten sich diese Woche in ähnlicher Weise. Ebenso Ökonomen wie der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, oder der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher.

„Darum, liebe CEOs, verehrte Führungskräfte in den Unternehmen unseres Landes: Nutzen Sie Ihren Wirkungskreis, widersprechen Sie den Scheinlösungen und Schuldzuweisungen der Populisten“, erklärte Fischer in Social Media Beiträgen. „Und bauen Sie zugleich kommunikative Brücken zu den Menschen, die sich abgehängt fühlen. Weltoffenheit ist ein Kern unseres Wohlstands und unserer Wettbewerbsfähigkeit, von der Europäischen Union als unserem Wirtschaftsraum bis zu unseren Belegschaften mit Mitarbeitenden vieler Hautfarben und Herkunftsländer. Dafür müssen wir als Verantwortungsträger aus der Wirtschaft in aller Klarheit eintreten.“

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der Soennecken eG veröffentlichte Fischer im Handelsblatt einen Gastbeitrag. „Es ist an der Zeit, als Wirtschaft Verantwortung für diese Werte zu übernehmen und mit klarer Haltung den menschen- und damit auch investitionsfeindlichen Parolen der AfD entgegenzutreten“, schreiben die Autoren. „Es passiert etwas in diesem Deutschland, und zwar nicht erst seit diesem Jahr: Die Spaltung in der Gesellschaft wächst, eine kommunikative Brücke nach der anderen ist vom Einsturz bedroht, wir gehen nicht mehr aufeinander zu, sondern lassen uns auseinandertreiben. Populismus, rechtsextremes Gedankengut und freiheitsfeindliche Politikansätze machen vor den Werkstoren und Unternehmenszentralen längst nicht halt. CEOs und Geschäftsführer sind gefordert, dem energisch entgegenzutreten. Mit klarer Haltung, vor allem aber der Bereitschaft zum Dialog.“

Handelsblatt Gastbeitrag von Thomas Fischer

BDI-Präsident Siegfried Russwurm zur AfD

Erklärung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Stellungnahme des Direktors des Instituts der Deutschen Wirtschaft

Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung „Das AfD-Paradox“

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26.09.2025
Bürokratieberg abtragen: Perspektivenpapier veröffentlicht
Über lange Jahre ist der Bürokratieberg angehäuft worden – in den vergangenen vier Jahrzehnten 32 Jahre unter von der CDU-CSU geführten Bundesregierungen, 8 Jahre unter SPD-geführten. Wenn Schwarz-Rot nun diesen Berg abzutragen hilft, wie jetzt für die Kabinettsklausur der Bundesregierung am Montag angekündigt, unterstützen wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen das sehr. Heute haben wir ein Perspektivenpapier mit konkreten Vorschlägen veröffentlicht. Das Thema muss parteiübergreifend angepackt werden. „Bürokratieabbau ist für die deutsche Wirtschaft erfolgskritisch. Er wird nur gelingen, wenn er im Dialog mit der Wirtschaft vonstatten geht“, sagte unsere Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff. Unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul erklärte: „Damit die Ankündigungen der Bundesregierung keine Ankündigungen bleiben, sollte dringend eine Dialoggruppe mit Wirtschaft und Wissenschaft die Umsetzung beraten und überprüfen. Dabei muss es darum gehen, was für Regeln gezielt abgebaut werden, nicht nur blind wie viele. Die Staatsmodernisierung sollte fokussieren auf das zweifache Ziel, unser Land wettbewerbsfähig und klimaneutral zu machen, doppelt zukunftsfest.“ Hier das vollständige Perspektivenpapier. Im Hauptstadtbriefing von Pioneer Media wurde das Papier bereits aufgegriffen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
07.11.2024
Europa zwischen den Mächten: Strategien in einer neuen Weltordnung – Einordnung der Ergebnisse der US-Wahl
Was bedeutet Donald Trump für die deutsche Wirtschaft? Eigenständiger werden – so das Fazit in unserer Einordnung der US-Wahl. Mit  Franziska Brantner/Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Max Müller/Leiter Public Affairs Deutschland & EU bei Bayer, Simone Menne&Präsidentin der American Chamber of Commerce in Germany, und Jürgen Kerner/Vorstandsmitglied der IG Metall haben unsere Mitglieder und Gäste nur Stunden nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses die Veränderungen im Welthandel und in der internationalen Ordnung analysiert und darüber diskutiert, worauf sich Deutschland und die EU einstellen sollten. Die Debatte leitete Volker Ratzmann, Vice President Corporate Public Affairs bei DHL und in der Wirtschaftsvereinigung Leiter des Kompetenzclusters Außenhandel sowie Vorstandsmitglied. Die Panelisten waren sich einig, dass Deutschland und Europa ihre Resilienz stärken müssen, um in einer zunehmend komplexen und auf Eigeninteressen fokussierten geopolitischen Landschaft bestehen zu können. Zentrale Themen waren die Energieunabhängigkeit, Investitionen in Forschung und Innovation sowie die Stärkung des europäischen Binnenmarkts. Besonders betont wurde die Notwendigkeit, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu reduzieren. Die Diskussion machte deutlich, dass nur durch gemeinsames Handeln und gezielte Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit Europas in einer sich wandelnden Weltwirtschaft gesichert werden kann.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
12.03.2025
Was tun, Koalition – Impulse aus den Kompetenzclustern
Von Energiewende bis Arbeitsmarkt hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen eine  Reihe von Impulspapieren für die diesen Donnerstag startenden detaillierten Koalitionsverhandlungen vorgelegt – zusammengefasst auch in einem 11-Punkte-Plan für Deutschland. Die Vorschläge richten sich an alle relevanten Stakeholder, über Parteigrenzen hinweg. Entwickelt worden sind sie in den Kompetenzclustern der Wirtschaftsvereinigung mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Mitgliedsunternehmen. „Vorwärts statt rückwärts, darum geht es uns“, erklärte der Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Thomas Fischer. „Drei Beispiele: Das Sondervermögen Infrastruktur muss zusätzliche Investitionen in Infrastruktur ermöglichen statt ohnehin Geplantes zu finanzieren. Die Energiewende muss smart weiterentwickelt statt dumm zurückgedreht werden. Die Sozialversicherung braucht eine Strukturreform statt etwa mit Geschenken bei der Rente die Lohnebenkosten immer weiter hoch zu treiben. – Als Unternehmer sage ich: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen können das Geschäftsmodell Deutschland sein. Wenn wir den Mut dazu haben.“ Dazu braucht es alle demokratischen Kräfte und den Dialog mit der Wirtschaft in ihrer ganzen Breite, so Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung. „Dazu tragen wir gern bei. Bündnis 90/Die Grünen sind unser direktes Gegenüber in der Politik, und es ist enorm wichtig für unsere Demokratie, dass im Bundestag nicht nur ganz rechts und ganz links die Opposition bilden, sondern auch eine Kraft der Mitte. Zugleich kommt es nun auf CDU und SPD an, ob sie gute Konzepte der Vorgängerregierung weiter entwickeln oder zurückdrehen, und ob sie offen sind für Impulse von vielen Seiten.“   11 Punkte Plan Impulspapier Agrarwende & Ernährung Impulspapier Arbeitsmarkt Impulspapier Außenwirtschaft Impulspapier Bauwirtschaft Impulspapier Energie & Wärmewende Impulspapier Gesundheitswirtschaft Impulspapier Innovation & Digitalisierung Impulspapier Mobilität & Verkehr Impulspapier Wirtschaftssicherheit Impulspapier Rohstoffe & Kreislaufwirtschaft Impulspapier Transformation, Industriepolitik & Finanzierung  
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