„Digitale Souveränität ist kein IT-Thema – sie ist der Standortvorteil von morgen. Unternehmen, die heute entscheiden, wo ihre Daten liegen und wem sie gehören, sichern sich Resilienz, Margen und strategische Unabhängigkeit.“ Das erklärt Stephan Beyer, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, zur heute in im Kabinett beschlossenen Rechenzentrenstrategie. „Europa hat alles, was es dafür braucht. Aber die Entscheider müssen es auch wirklich ernst nehmen.“
Wichtig ist:
Netzanschlüsse ohne Bürokratiehürden. Die geplante Reform der Netzanschlussvergabe ist überfällig – das bisherige Windhundprinzip blockiert Kapazitäten und schadet dem Standort. Flexible Anschlussvereinbarungen sind ein richtiger Schritt, müssen aber schnell und verbindlich in die Praxis kommen. Genehmigungsverfahren müssen radikal beschleunigt werden.
Beim Netzpaket Energietempo statt Energiebremse. Kein Runterrechnen der Energiebedarfe, sondern entschlossener Netzausbau.
Mehr Erneuerbare Energie EE für die wachsenden Strombedarfe, die nicht zu neuen Abhängigkeiten von fossilen Importen führen dürfen.
Auch der innovative Mittelstand muss Zugang zu den Rechenzentren haben.
Datensouveränität und KI-Strategie müssen zugleich europäisch angegangen werden, nicht allein national.
Der geplante Ausbau ist richtig und wichtig, Karsten Wildberger Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung legt gut vor. Die Bundesregierung als Ganzes muss jetzt dringend nachziehen.