Prioritäten für die Kreislaufwirtschaftsstrategie: mit Innovationen und Skalierung zu Rohstoffsicherheit und langlebigen, nachhaltigen Produkten

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Skalierung als Herausforderung, damit Kreislaufwirtschaft ihre enormen Potenziale für Resilienz und Wertschöpfung ausspielen kann – hierüber sprachen vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) Abteilungsleiterin Antje von Broock und vom Institut der deutschen Wirtschaft Ökonomin Adriana Neligan mit unseren Mitgliedern aus den Unternehmen im Fachforum, moderiert von Johannes Hauck von unserem Mitgliedsunternehmen Hager und Co-Leiter unseres Fachforums Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit.

Dabei ging es auch um das Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie NKWS und um einen starken EU-Binnenmarkt für Sekundär-Rohstoffe. Wie gelingt der Hochlauf? Einige Punkte aus der Diskussion:

Klar ist: Die Technologien sind da, die Unternehmen sind da. Kreislaufwirtschaft ist nichts für die Nische sondern ein Thema für Industriepolitik, Wettbewerbspolitik, Standortpolitik. Hier muss mehr passieren.

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23.05.2026
Marie-Luise Wolff im t-online-Interview
„Eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik kann nur grün sein“ Unsere Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff hat mit t-online über Energiepreise, das Gebäudemodernisierungsgesetz, die Politik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, über Schwarz-Grün, Management in der Politik und die Rolle der Wirtschaftsvereinigung der Grünen gesprochen. Dabei macht sie deutlich: Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität gehören zusammen. Einige Ausschnitte aus dem Interview: „Eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik kann nur grün sein, und zwar im inhaltlichen Sinne, nicht im parteipolitischen. Die Transformation zur Klimaneutralität ist ein Innovationstreiber.“ „Wir müssen weg von den Fossilen. Es ist schlicht falsch, dass diese günstiger sind als die Erneuerbaren.“ „Beim Netzausbau hätten alle mehr machen können und müssen, auch schon vor der Ampel. Und die jetzige Regierung bremst sogar.“ „Das neue Gesetz heißt Gebäudemodernisierungsgesetz, ohne dass irgendetwas am Gebäude modernisiert werden muss. Wir steigern die Gasverbrennung in einer Zeit, in der das Gas immer teurer wird.“ „In jeder Führungsriege gibt es unterschiedliche Perspektiven. Das Wichtigste ist dann aber: gegenseitig Vertrauen gewinnen. Das fehlt der aktuellen Regierung“ Drei Maßnahmen für Wirtschaftswachstum: „Energiepreise längerfristig“ senken; „Sondervermögen tatsächlich für zusätzliche Investitionen nutzen“; „der schnellste Konjunkturimpuls [ist] oft nicht neues Geld, sondern das Wegräumen von Bremsklötzen“ Zu Schwarz-Grün im Bund: „Eine Zusammenarbeit der beiden Parteien, auch im Bund, muss immer eine Option sein. […] Grüne und Union sind sich kulturell und auch von ihren Werten oft sehr nah.“ Das ganze Interview finden Sie bei t-online.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
19.02.2025
Zollkrieg vermeiden und eher auf Kooperation setzen
„Lassen wir uns in einen Handelskrieg ziehen oder setzen wir auf strategische Zusammenarbeit? Ein Zollwettlauf schadet der Wirtschaft auf beiden Seiten. Stattdessen braucht es eine kluge, differenzierte Antwort, die Verlässlichkeit für Unternehmen schafft“, sagt unser Vorstand und Clusterleitung Außenwirtschaft Volker Ratzmann zur Debatte rund um die Ankündigungen von Präsident Trump Zölle auf EU-Waren zu erheben. „Wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen setzen uns für eine regelbasierte Weltwirtschaft ein. Das bedeutet z.B. gezielte, sektorspezifische Maßnahmen statt pauschaler Gegenzölle, stärkere Partnerschaften mit Ländern wie Japan, Südkorea oder Kanada und eine Globalisierung, die wir aktiv mitgestalten – statt sie anderen Akteuren zu überlassen. Die EU hat die Stärke und das Selbstbewusstsein, eine klare wirtschaftspolitische Strategie zu fahren. Jetzt braucht es entschlossenes Handeln für resiliente und zukunftsfähige Wirtschaftsstrukturen.“
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
10.06.2026
Karl Haeusgen im Interview mit der Rheinischen Post
Unser Vorsitzender Karl Haeusgen hat mit der Rheinischen Post über Reformen von Steuer bis Rente und die Rolle der Grünen als politische Kraft der Mitte gesprochen: Im Mittelpunkt steht für ihn die Notwendigkeit eines umfassenden Reformansatzes: „Es braucht ein Gesamtpaket, zu dem alle etwas beitragen. Der Spitzensteuersatz beim Einkommen kann steigen, wenn wir mehr in Bildung und Infrastruktur investieren. Zugleich brauchen wir auch einschneidende Reformen bei Gesundheit und Rente. Die sind auch zu vermitteln. Wenn die Menschen sehen, dass es gerecht zugeht, dann machen sie auch mit.“ Mit Blick auf die Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums sagt Karl Haeusgen: „Schwach ist, was Wirtschaftsministerin Reiche zum Netzausbau für die Erneuerbaren Energien vorgelegt hat. Wir brauchen dringend mehr günstigen Strom für die Industrie, für Rechenzentren, für E-Autos; aber die Ministerin bremst.“ Positiv verweist er auf die Politik einzelner Bundesländer: „Klima-Management als Chance begreifen, das würde gehen, wie Schwarz-Grün in NRW, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg zeigt. Das sind gut regierte Bundesländer. In dieser Koalition sind die Grünen die fortschrittliche Stimme, die ich bei der SPD vermisse.“ Auch über den europäischen Emissionshandel spricht Karl Haeusgen: „Den CO2-Preis verteidigen die Grünen heute gegen Angriffe aus anderen politischen Lagern. Zum Glück: Der europäische Emissionshandel ist marktbasiert, technologieoffen, kosteneffizient. Wir brauchen ihn.“ Hier geht es zum vollständigen Interview in der Rheinischen Post (Paywall).
Arbeitsmarkt und Demografie