Mercosur: Starkes Signal Europas

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Zu den Mercosur-Beschlüssen des Europarats erklärt Volker Ratzmann aus dem Vorstand der Wirtschaftsvereinigung der Grünen:

„Mit dem Mercosur Abkommen schaffen wir die größte Freihandelszone unseres Planeten – und zeigen: Wir sind handlungsfähig und haben Partner! Es ist ein starkes Signal Europas an die ganze Welt. Und natürlich ist es besonders ein Zeichen an Südamerika: Europa setzt auf diese Partnerschaft. Für Deutschland als Industrieland und Exportnation eröffnet das Abkommen neue Marktchancen, stärkt Wertschöpfungsketten gerade auch für Transformationstechnologien, schafft Planungssicherheit für Unternehmen.“

„Als Wirtschaftsvereinigung der Grünen sagen wir: Jetzt sollten alle helfen, dass der Abschluss gelingt“, so Ratzmann weiter. „Gerade das Europäische Parlament sollte hier Klarheit schaffen. So verständlich manche Bedenken sind: Sie dürfen das Abkommen nicht verhindern. Es ist die Voraussetzung für einen regelbasierten Handel und damit auf Dauer auch für sinnvolle Regeln etwa für den Schutz von Klima und Natur, für tragfähige Transformation.“

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30.08.2023
Wasserstoff: Industrielle Nutzungen und Luftfahrt sollten Vorrang haben
Weil Wasserstoff absehbar knapp und teuer bleibt, sollte es für seinen Einsatz eine klare Priorisierung für Industrie und Luftfahrt geben. Das zeige sich in allen wichtigen energie-ökonomischen Szenarien, erklärte Falko Ueckerdt im Austauschformat „Wirtschaft wissenschaftlich“ der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Er leitet die „National Energy Transitions Group“ am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. An der Diskussion nahmen Vertreter*innen aus Unternehmen etwa der Energiewirtschaft teil, außerdem grüne Politiker*innen unter anderem aus dem Bundestag. Die Szenarien für Wasserstoff als Teil einer klimaneutralen Energiezukunft in Deutschland zeigen für 2050 Anteile zwischen knapp 10 und gut 30 Prozent der Energie, was eine große Spannbreite ist. Weitgehend inig sind sich die Szenarien von dem des Potsdam-Instituts bis zu dem des Bundesverbandes der Deutschen Industrie aber, dass Pkw und Gebäude Wasserstoff keine große Rolle spielen wird – zu dringend wird der Brennstoff für andere Anwendungen benötigt. Dies steht in starkem Kontrast zu politischen Diskussionen wie der über das aktuell im Bundestag zum Beschluss vorliegende Gebäude-Energie-Gesetz, oder der Konferenz des Verkehrsministeriums im Vorfeld der Internationalen Automobil-Ausstellung zum Einsatz von wasserstoffbasierten E-Fuels. In der Diskussion von Unternehmen und Politik zu dem Impulsvortrag gab es viel Einigkeit. Etwa darüber, dass zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur vorübergehend auch Wasserstoff eingesetzt werden solle, der zunächst noch nicht grün erzeugt ist. Und darüber, dass die vorliegende Wasserstoff-Strategie des Bundes im Grunde richtig sei – allerdings komme es jetzt auf die entschlossene  Umsetzung an. Folien des Vortrags Nationale Wasserstoffstrategie
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
03.12.2025
Rente: Die Bundesregierung liefert nicht
Zum Rentenstreit der Bundesregierung erklärt Karl Haeusgen, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen: „Die Bundesregierung liefert nicht. Ihre Renten-Stückelei mit teuren Wahlgeschenken bietet nicht die Verlässlichkeit, die unsere Wirtschaft braucht – es geht hier um den Standortfaktor Lohnnebenkosten. Und es geht um die Kosten für die nächste Generation, da hat die Junge Gruppe der Union einfach mal recht.“ „Weil sie nicht den Mut zum Handeln hat, verschiebt die Regierung die Lasten auf unsere Kinder, ob beim Klima oder der Rente, dieses Muster zieht sich durch. Was wir stattdessen brauchen, das ist verantwortliches Handeln hier und heute. Und dabei sollten wir die Staatsfinanzen auf beiden Seiten anpacken.“ „Aktuell schaut die eine politische Seite nur auf die Ausgaben, also Rente und Bürgergeld, und die andere Seite nur auf die Einnahmen, etwa Erbschaftssteuer. Beides gehört aber zusammen, wir müssen auf beiden Seiten möglicherweise unangenehme Entscheidungen treffen – um unser Land für uns alle zukunftsfest zu machen,“ so Haeusgen.
Arbeitsmarkt und Demografie
24.06.2026
Energieeffizienz als Chance für Unternehmen
Energieeffizienz als Chance für Unternehmen: Darüber diskutierte Dr. Alaa Alhamwi aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag mit unseren Mitgliedern. Was bringt der diese Woche endlich von der Bundesregierung beschlossene Gesetzesentwurf? Oder wie Moderator Martin Kaul (Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung der Grünen) fragte: Was haben wir gelernt? Einige Punkte aus der Debatte (wie immer nach Chatham House Rule): Grundsätzlich ist eingesparte Energie für die Unternehmen ein Gewinn. Etwa die von allen Seiten gewünschte Nutzung der Abwärme von Rechenzentren setzt voraus, dass vor Ort Abnehmer für die Wärme existieren, hierauf sollte die Politik fokussieren. Abwärme ist der schwierige Teil, hier sind teils die Anforderungen zu hoch, bei Strom ist es einfacher. Absolut versus relativ: Wenn ein Unternehmen schon viel Energie eingespart hat und z. B. stark in der Elektrifizierung ist, sollte dies anerkannt werden. Informationen über kritische Infrastruktur sollten zu deren Schutz gegen Angriffe nicht öffentlich gemacht werden müssen – hier hat es Fortschritte gegeben, aber wir müssen dranbleiben. Weniger Bürokratie ist für die Wirtschaft wünschenswert, hier wäre im Gesetzesentwurf noch weitere Entschlackung möglich. Nicht vollkommen klar ist, ob mit dem Gesetz die EU-Effizienzrichtlinie erfüllt wird, oder ob es hier noch Rechtsunsicherheiten gibt – was für die Unternehmen schlecht wäre. Effizienz ist ein Element für Klimaneutralität, aber kann – richtig gemacht – zugleich auch ein Element von Resilienz sein. Zum Thema hier auch eine Einordnung zum Referentenentwurf durch die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF): Energieeffizienzgesetz (EnEfG): Definition, Pflichten, EU-Kontext und Novelle 2026
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