Martin Kaul: Weitere Schritte bei den Lohnnebenkosten

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Zum Gesundheitspaket erklärt Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung der Grünen: „Das ist ein wichtiger Schritt – bei den Lohnnebenkosten aber müssen weitere Schritte folgen. Dazu gibt es grüne Vorschläge, die tatsächlich etwas voran bringen können.“

Auch wenn das „GKV-Paket“ nicht perfekt ist und das hastige parlamentarische Verfahren mit kurzfristig hunderten Seiten Änderungen zurecht kritisiert wurde, sieht Martin Kaul auch positives: „Deutschland kann Reform, das zeigen die Beschlüsse von heute. Und das macht Mut für mehr.

Er fordert: „Zielgenau Menschen und Unternehmen entlasten, damit Arbeit nicht unnötig teuer wird, und zugleich das Ganze seriös finanzieren: Das muss jetzt der Ehrgeiz sein!

In einem Antrag an den Bundestag haben Bündnis 90/Die Grünen (Katharina Beck Moritz Heuberger Max Lucks und weitere) ihr Konzept vorgelegt. Hier die wichtigsten Punkte:

Wenn immer mehr zusätzliche und versicherungsfremde Leistungen wie z. B. auch die teure Mütterrente dem Sozialversicherungssystem aufgepfropft werden, so steigen die Lohnnebenkosten. Nötig ist das Gegenteil.

Die Einzelheiten hier im Bundestags-Antrag von Bündnis 90/Die Grünen

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09.05.2023
Industriestrompreis für die Transformation: Wirtschaftsvereinigung der Grünen begrüßt die Debatte
Energiekosten sind ein relevanter Standortfaktor – zu hohe Strompreise können die Industriewende hemmen. Bei dieser geht es stark auch den Hochlauf und die Elektrifizierung vieler Prozesse, mit dem Ziel der Klimaneutralität. Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen begrüßt deshalb die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz angestoßene breite Debatte zum Industriestrompreis. Wichtig ist für die Wirtschaftsvereinigung der Grünen dabei besonders auch das klare Bekenntnis der Beteiligten zum Industriestandort Deutschland.   Hierzu haben sich Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung ausgetauscht mit der wirtschaftspolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Sandra Detzer, und Felix Banaszak, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestags und Berichterstatter der grünen Bundestagsfraktion für Industriepolitik. Beteiligt haben sich Industrieunternehmen wie Salzgitter Stahl, Holcim Deutschland oder der Papierhersteller Felix Schoeller ebenso wie Vertreter aus IT und erneuerbaren Energien, etwa das Solar-Unternehmen SMA oder das Software-Unternehmen SAP, aber auch  Aldi Süd oder das Entsorgungs- und Kreislaufwirtschafts-Unternehmen Alba.    Verlässlichkeit und Planbarkeit sind für alle Unternehmen auf dem Pfad der Transformation von großer Bedeutung. Einer der Punkte in der Diskussion zwischen Wirtschaft und Politik war der direkte Übergang 2030 von kurzfristigem Brücken-Strompreis zum langfristigem Transformations-Strompreis. Außerdem auch die Frage, auf welche Unternehmen der Industriestrompreis ausgedehnt werden sollte. Die Vertreter*innen der Politik wiesen hier auf die Grenzen des Europäische Rechts und der Finanzierbarkeit hin.   Die Energiekosten sind auch für Unternehmen jenseits der energieintensiven und direkt von Standortverlagerung bedrohten Branchen wichtig – was die Frage nach einem umfassenden, nachhaltigen Strommarktdesign aufwirft. Dabei muss auch der für den Standort Deutschland so relevante Mittelstand bedacht werden. Die Wirtschaftsvereinigung wird diese Debatte weiter begleiten.   Mehr zum Arbeitspapier des Wirtschaftsministeriums
Allgemein
19.12.2024
Renten zukunftsfest machen – Zweite und dritte Säule stärken
Für eine ausgeglichene Rentenpolitik müssen alle drei Säulen gestärkt werden: Betriebsrente, private Vorsorge,  staatlich finanzierte Rente. Dies war das Plädoyer der  Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen im Austausch mit Markus Kurth, dem Berichterstatter für Rentenpolitik der Grünen im Bundestag, und Professor Marcel Fratzscher, Präsident des DIW. Beide waren zu Gast in der Sitzung des Kompetenzclusters Transformation, Industriepolitik und Finanzierung zu „Rentenpolitik: Status quo und Zukunft“.  Es müsse ein Umdenken geben, was Rentenpolitik angeht, auch in der Bevölkerung, hieß es in der Debatte. Zunehmend wird deutlich, dass der Staat allein nicht in der Lage sein wird, den Lebensstandard der Beitragszahlenden im Ruhestand zu garantieren. Vielmehr sollte der Fokus auf der Stärkung aller drei Säulen liegen. Das reicht von Finanzbildung in Schulen bis hin zu Anreizen für Unternehmen, mehr in Betriebsrenten zu investieren. 
Arbeitsmarkt und Demografie
20.06.2023
Austausch zu wirtschaftspolitischen Herausforderungen in Europa #1
Zu wirtschaftspolitischen Herausforderungen in Europa haben sich Unternehmen aus der Wirtschaftsvereinigung der Grünen mit der Arbeitsebene in der Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen ausgetauscht. Die Themen reichten von Industriepolitik über Digitalisierung bis zu Bürokratieabbau. Die Wirtschaftsvereinigung plant eine Reihe solcher Austauschformate zur EU-Politik, auch mit Abgeordneten aus Brüssel. Hintergrund sind die im kommenden Jahr anstehenden Wahlen zum Europa-Parlament.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa