KI kann ein echter Gamechanger für Nachhaltigkeit werden – das zeigte die Veranstaltung von Microsoft in Berlin. Microsoft-Vertreter Sean Jones und Dr. Jennifer Pernau betonten, dass Klimaneutralität bis 2030 für den Konzern ein strategisches Ziel sei – trotz des wachsenden Energiebedarfs durch Rechenzentren.
Auch deutsche Unternehmen zeigen, wie KI konkret zum Umweltschutz beitragen kann: WEPA nutzt sie bereits für nachhaltige Investitionsentscheidungen und Energiemanagement in der Papierindustrie. Das Start-up LoopID entwickelt KI-gestützte Lösungen für langlebigere Produkte, wie etwa selbstorganisierende Waschmaschinen im digitalen Produktkreislauf. Dryad Networks wiederum setzt KI und Sensorik zur frühzeitigen Waldbranddetektion ein.
Aus Sicht der Wirtschaftsvereinigung ist jetzt die Politik gefragt. Anna Lührmann (Bündnis 90/Die Grünen) betonte, dass es für KI bessere Rahmenbedingungen brauche. Hauptgeschäftsführer Martin Kaul mahnte: „Auch die beste KI entscheidet nicht selbst, wofür sie eingesetzt wird – das ist unsere Verantwortung.“
Ein Aufruf ging an Digitalminister Karsten Wildberger: Für KI als Nachhaltigkeitstreiber brauche es mutige politische Gestaltung – und eine gemeinsame Kraftanstrengung mit der Wirtschaft.