Kreislaufwirtschaft: Investitionen hebeln – über Wahlperioden hinaus

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Über Wahlperioden hinaus sollte die Politik den Rahmen für eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft verbessern. Hierzu macht die Wirtschaftsvereinigung der Grünen in einem neuen Perspektivenpapier Vorschläge. Die Bundesregierung hat nun die erste Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen – richtige und wichtige Ziele und Maßnahmen, deren Reichweite nun allerdings durch den Regierungsbruch und die Neuwahl begrenzt wird. Gerade deshalb: Mehr Recycling für mehr Unabhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten ist in jedem Fall auch für die nächste Regierung relevant, zumal Kreislaufwirtschaft auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vermeidet. Für Unternehmen in Deutschland bietet sie große Chancen. Ein Rollback wäre schädlich.

An der Entwicklung des Papiers beteiligt war die REWE Group als Mitglied der Wirtschaftsvereinigung. Deren Vorstandsmitglied für Human Resources und Nachhaltigkeit, Daniela Büchel, erklärte: „Die REWE Group begrüßt die übergeordneten Ziele der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, den Einsatz von Primärrohstoffen zu verringern, Stoffkreisläufe zu schließen, die Rohstoffversorgung zu sichern und Abfälle zu vermeiden. In unserem Kerngeschäft stehen die Verpackungen der Produkte in unseren Regalen besonders im Fokus. Wir unterstützen das Vorhaben der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, Mehrweg bei Getränken und darüber hinaus mit einem konkreten Ziel für 2045 weiter zu fördern und begrüßen den Hinweis auf die dringend notwendige Standardisierung in diesem Bereich. Auch Themenfelder wie das Recycling und die Verlängerung der Lebensdauer von Elektrogeräten oder der Einsatz recycelter bzw. recyclingfähiger Baustoffe sind für uns relevant. Bei vielen dieser Vorhaben drängt die Zeit – wir hoffen auf rasche Konkretisierung für eine erfolgreiche Umsetzung.“

Daniel Hager, Aufsichtsratsvorsitzender der Hager Group, die mit 13.000 Beschäftigen smarte Elektrotechnik baut und ebenfalls stark an dem Papier beteiligt war: „Um ein Kreislaufwirtschaftssystem zu etablieren, braucht es Mut zur Veränderung, Innovationskraft und vor allem Zusammenarbeit – innerhalb des Unternehmens, mit unseren Partnern und in der gesamten Branche. Nachhaltigkeit und insbesondere Kreislaufwirtschaft sind keine Einzelprojekte, sondern eine gemeinsame Mission, die uns wirtschaftlich stärkt und zugleich unsere Verantwortung für die Zukunft unterstreicht. Nachhaltigkeit ist bei Hager nicht nur ein Anspruch, sondern schon immer ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Mit unserer etablierten Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir bereits heute Maßstäbe für eine umweltfreundliche Zukunft. Kreislaufwirtschaft die sich marktwirtschaftlich rechnet, eröffnet dabei enorme Chancen: Indem wir Ressourcen effizienter nutzen und Materialien im Kreislauf halten, schaffen wir nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftlichen Mehrwert.“

Hier das Papier

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27.06.2025
„Grüne Ideen aus der Mitte der deutschen Wirtschaft“: Wolff und Haeusgen an die Spitze der Vereinigung gewählt
Dr. Marie-Luise Wolff und Karl Haeusgen sind neue Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Die beiden Unternehmerpersönlichkeiten wurden bei der heutigen (27.06.2025) Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung in Berlin mit überwältigender Mehrheit an die Spitze des zehnköpfigen Vorstands gewählt. „In Zeiten globaler Verwerfungen und umgreifender Verunsicherung braucht es gerade in der Wirtschaftspolitik eine starke, progressive Stimme. Dafür ist die Wirtschaftsvereinigung der Grünen der richtige Ort. Wir werden im Dialog mit unseren Mitgliedsunternehmen für die Stärkung der Wirtschaftsstandorte Deutschland und Europa streiten“, so Wolff und Haeusgen nach ihrer Wahl. „Die Deutschen verharren manchmal in der Problembewunderung – wir brauchen mehr Lösungsfreude“, sagte Wolff, CEO des Energieanbieters Entega. Sie war bis vor einem Jahr Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Statt Lagerdenken braucht es offenen Austausch. Genau dafür treten wir an, genau dafür ist die Wirtschaftsvereinigung der Grünen da. Zukunftsfähige Politik braucht die Perspektiven aus den Unternehmen, braucht wirtschaftlichen Sachverstand.“ „Stagnation können wir uns nicht leisten, weder wirtschaftlich noch mit Blick auf die Klimakrise,“ erklärte Haeusgen, Aufsichtsratschef und Mehrheitseigner von HAWE Hydraulik und war bis vor einigen Monaten Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). „Transformation ist das Gegenteil von Stagnation. Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit sind eine starke Kombination. So machen wir den Standort Deutschland doppelt zukunftsfest, für uns und für unsere Kinder und Enkel.“ Haeusgen selbst ist Enkel des Gründers seines Familienunternehmens. „Wir stehen alle miteinander in der Verantwortung für Generationen – ganz besonders die neue Bundesregierung“. Grünen-Chefin Brantner: „Freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“ „Mit Marie-Luise Wolff und Karl Haeusgen an der Spitze werden zwei sehr erfahrene Unternehmer die Grüne Wirtschaftsvereinigung führen“, sagte die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Franziska Brantner. „Ihr Blick aus der Praxis gepaart mit einem breiten Blick auf die unterschiedlichen Branchen unserer Wirtschaft wird wertvolle Impulse liefern und die Wirtschaftsvereinigung zu einem bereichernden Austauschort für grüne Wirtschaftspolitik machen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand!“ Die Wirtschaftsvereinigung ist kein Teil der Partei, sondern ein unabhängiger Verein, ähnlich wie der Wirtschaftsrat der CDU oder das Wirtschaftsforum der SPD. Bündnis 90/Die Grünen sind unser direktes Gegenüber in der Politik, zugleich suchen wir den Austausch mit allen demokratischen Kräften. Erfolgsgeschichte: Mehr als 260 Mitglieder, von SAP bis Mittelstand Nach erfolgreich vollendeter Fusion der zuvor zwei grün-nahen Verbände legen deren Gründer die Wirtschaftsvereinigung nun in neue Hände, sie traten nicht erneut für den Vorsitz an. „Wirtschaft und Grüne zu verbinden war und ist unser Ziel, einiges haben wir bereits geschafft, aber unsere Initiative gilt es noch weiterzuentwickeln“, so Dr. Thomas Gambke, Unternehmer und ehemaliger Bundestagsabgeordneter. „Wichtige Impulse zur Lösung komplexer Fragen kamen und kommen aus dem Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft – für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg“, sagte Gabriele C. Klug, Rechtsanwältin und Kämmerin a.D.. Beide waren Gründungsvorsitzende des Wirtschaftsdialogs und nach der Verschmelzung Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung. Mehr als 260 Mitglieder hat die Wirtschaftsvereinigung heute, von SAP und RWE bis Mittelstand, und ihre Zahl und Wirkung wächst weiter: Eine Erfolgsgeschichte. „Ich möchte, dass öffentlich noch stärker sichtbare Führungspersönlichkeiten an der Spitze der Wirtschaftsvereinigung stehen – und zugleich möchte ich persönlich mich stärker wieder um inhaltliche Themen kümmern und mit diesen Wirkung entfalten. Deshalb bin ich nicht mehr als Vorsitzender angetreten, und übernehme zugleich weiterhin Verantwortung im Vorstand“, sagte Dr. Thomas Fischer, Gründer der Wirtschaftsvereinigung und CEO der Allfoye. Ebenfalls Mitglied im Vorstand bleibt Heike Discher, auch sie Vorstandsvorsitzende der ersten Stunde, CEO der Digital Classroom Group. „Konstruktiv und pragmatisch sein, vieles besser machen statt alles schlecht reden, das wollen wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen.“ In den neuen Vorstand gewählt wurden außerdem Stephan Beyer, Gründer mehrerer Start-Ups und heute CFO bei Dryad Networks; der freie Berater und Start-Up-Investor Ulrich Blessing; die Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Barbara Hoffmann; Tatiana Ohm, COO bei Randstad Enterprise Talent Solutions; Volker Ratzmann, Executive Vice President Corporate Public Affairs der DHL Group; und Heidi Schiller, Mitglied der Geschäftsleitung bei Bäcker Schüren.
Pressemitteilung
27.10.2025
Niedersachsen zukunftsfest machen
Austausch zwischen Unternehmen und stellvertretender Ministerpräsidentin Wie in Niedersachsen Energieversorgung und Industrie erfolgreich klimaneutral werden und welche Politik es dafür braucht, darüber haben Montagabend auf Einladung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen in hochrangiger kleiner Runde Unternehmen bei Enercity in Hannover mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg diskutiert. Entscheidend sind Infrastruktur und Bürokratieabbau. Und beide Seiten waren einig: es geht nur gemeinsam. „Entscheidend, um auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu sein, ist der erfolgreiche Hochlauf von klimafreundlichen Produktionsprozessen,“ sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin und Abgeordnete Julia Willie Hamburg von Bündnis 90/Die Grünen. „Niedersachsen geht hierbei voran – mit einer Pionierrolle bei den erneuerbaren Energien, dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und gezielten Förderprogrammen für innovative Projekte wie SALCOS in Salzgitter. Gleichzeitig braucht es einen Absatzmarkt der klimaneutral produzierten Produkte.“ Botschaft an die Bundesregierung: Verlässlichkeit statt Zick-Zack Das Land brauche dabei den Bund, erklärte Julia Willie Hamburg. Und stellte konkrete Forderung an die Bundesregierung: „Um die Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen zu gewährleisten, fordert die Landesregierung einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis, verlässliche Förderungen und faire internationale Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung muss sich zur Sicherung der Stahlindustrie in Deutschland bekennen und ihren Wandel aktiv weiter unterstützen. Auch die Ansiedlung von Schlüsselindustrien wie etwa der Batteriezellenproduktion sind für resiliente Wertschöpfungsketten wichtig. Denn die Zukunft der Automobilindustrie ist elektrisch.“ Heike Discher, Vorstandsmitglied Wirtschaftsvereinigung der Grünen, erklärte: „Die Wirtschaft braucht von der Politik die richtigen Rahmenbedingungen – da ist vor allem die Bundesregierung gefragt. Sie muss Wort halten: Günstigerer Strompreis für alle statt nur für einige, Sondervermögen für Investitionen statt konsumtive Ausgaben, Bürokratieabbau umsetzen statt immer nur ankündigen. Und ganz wichtig: Kurs halten statt Zick-Zack-Politik bei Energiewende und EU-Emissionshandel, damit Unternehmen Investitionen verlässlich planen können. Und damit wir die bedrohlichen Klimarisiken begrenzen.“ „Wirtschaft braucht Energie – Energie braucht Wirtschaft“ „Wirtschaft braucht Energie – Energie braucht Wirtschaft“, sagte Aurélie Alemany, Vorstandsvorsitzende Enercity. „Diese gegenseitige Abhängigkeit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Transformation. Unsere Branche geht diesen Weg gemeinsam mit Unternehmen und Politik – Hand in Hand. Jeder trägt seinen Teil Verantwortung, und Enercity übernimmt dabei eine ganz besondere Rolle für Niedersachsen.“ Aus der Industrie erklärte Kristian Evers, Geschäftsführer Halbzellstoff-Industrie GmbH: „Wir erleben auf der einen Seite, dass die Auswirkungen des Klimawandels spürbar werden.  Aber auf der anderen Seite, dass der Wille zu international abgestimmtem, regelbasiertem Handeln dramatisch abnimmt. Es ist die berühmte ‚Quadratur des Kreises‘: Klimaziele erreichen, aber Gesellschaft und Wirtschaft nicht überfordern. Ich denke, es wird nur mit gesundem Pragmatismus und ideologiefreiem Austausch über die richtigen Maßnahmen gehen.“
Regionalforen
24.06.2025
Größtes Hemmnis für Transformation: 45% der Unternehmen nennen unzureichende Politik
Fast jedes zweite Unternehmen sieht unzureichende „politische Rahmenbedingungen“ als großes Hemmnis für eine erfolgreiche Transformation zur Nachhaltigkeit. Das zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als tausend Führungskräften in einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Es ist ein klares Signal an die neue Bundesregierung, so die Wirtschaftsvereinigung der Grünen als Auftraggeberin der mehr als 50 Seiten starken Analyse, und macht konkrete Vorschläge. Der Transformationskompass erscheint 2025 bereits zum zweiten Mal und bietet umfassende Orientierung auf den Wegen Richtung Nachhaltigkeit. Bei der Energie aus Wind und Sonne hat sich die Lage seit 2023 verbessert, so die Unternehmen. Und dies trotz allen Streits in der Ampelregierung. Noch 2023 sahen 31 Prozent hier ein zu geringes Angebot als Hemmnis für die Umsetzung der Transformation, 2025 sagten dies nur noch 19 Prozent. Auch bei der Verfügbarkeit klimafreundlicher Technologien nehmen die Unternehmen eine Verbesserung wahr. 2023 bewerteten 33 Prozent fehlende Technologien als Hemmnis für die Transformation, 2025 war dies nur noch bei 20 Prozent der Fall. Ganz pragmatisch geht es hier offenbar aus Sicht der Unternehmen voran – im Kontrast zu den unzureichenden politischen Rahmenbedingungen. Diese sahen 2023 rund 39 Prozent der Unternehmen als Hemmnis für die Transformation. 2025 stieg dies auf 45 Prozent. Verbesserungen bei Energie und Technologien – aber Herausforderung der „4D“ „Nachhaltigkeit darf kein abstrakter Anspruch bleiben – sie braucht nachvollziehbare Anhaltspunkte, transparente Indikatoren und eine wirtschaftspolitische Strategie, die Fortschritte messbar macht“, erklärt Gabriele C. Klug, Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und Initiatorin der Studie. „Der Transformationskompass leistet hierzu einen konkreten Beitrag: Er begleitet die Transformation der Wirtschaft entlang von vier disruptiven Entwicklungen – den 4D der Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und Deglobalisierung. Der neue Transformationskompass zeigt, wie Fortschritt nicht nur gefordert, sondern gestaltet werden kann – auf Basis realer Unternehmensperspektiven und messbarer Entwicklungen. Transformation ist kein gradliniger Prozess. Umso mehr braucht es heute Mut, Kooperation und Klarheit – Transformation gelingt nicht durch Stillstand, sondern durch aktives Handeln.“ Konkret: (1) Nötig ist, bei den erneuerbaren Energien und beim Netzausbau Kurs auf die gesetzten Ziele zu halten statt – wie aktuell diskutiert – zu bremsen. (2) Zugleich muss die Regierung dringend den Rückstand bei nachhaltiger Wärme für Gebäude aufholen. Hierzu muss ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, auch mit Blick auf die kommende europäische Gebäuderichtlinie. (3) Bundeskanzler Friedrich Merz selbst hat sich vielfach für den EU-Emissionshandel ausgesprochen, dies muss dann auch beim ETS2 gelten und umgesetzt werden. (4) Zukunftstechnologien kann die Regierung etwa durch grüne Leitmärkte voranbringen. (5) Unverändert ist die Verwaltungsdigitalisierung einezentrale Priorität. (6) Die demografische Entwicklung erfordert verstärkte qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt. Und (7) es bedarf einer Diversifizierungsstrategie unserer weltweiten Lieferketten. Das alles kann nur in intensivem Dialog mit der Wirtschaft gelingen.    Unternehmen weiter mit Maßnahmen für Transformation Die Unternehmen jedenfalls führen ihre Maßnahmen für die Transformation unvermindert weiter. So gehören laut Umfrage Ressourceneffizienz (44 Prozent), die Nutzung von Strom oder Wärme aus erneuerbarer Energie (43 Prozent) und ein emissionsarmer Fuhrpark (39 Prozent) zu den wichtigsten Maßnahmen. Und das, obwohl insgesamt der Pessimismus unter den Unternehmen zugenommen hat. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich heute zwiegespalten, beinahe Hälfte-Hälfte: Gut 41 Prozent der Unternehmen erklären, ihr Geschäftsmodell an die Transformation anpassen zu können; knapp 56 Prozent aber sehenihr Geschäftsmodell durch die Transformation in Frage gestellt. Auch das zeigt, wie sehr die Politik jetzt gefragt ist. IW-Chef Hüther: Stagnation, Infrastrukturmängel, geoökonomische Risiken trüben den Blick auf die Transformation „Die aktuell negative Sicht vieler Unternehmen hat eine ganze Reihe von Gründen: Die jahrelange wirtschaftliche Stagnation, Mängel der Infrastruktur im Land, geoökonomische Unsicherheiten in Ost und West. Risiken werden stärker wahrgenommen, Chancen geringer gewichtet. Das trübt dann auch den Blick auf die Transformation“, erklärt Michael Hüther, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, zu der Studie. „Dabei gilt: Verzögerungen der Transformation mindern die Chancen, sich in neuen globalen Wachstumsmärkten zu positionieren“, so Hüther. „Und natürlich führen Verzögerungen der Transformation auch zu zusätzlichen, teuren Klimarisiken und Umweltschäden für unsere global vernetzte Volkswirtschaft. Wir haben keine Zeitreserven.“ Investitionen durch Sondervermögen können helfen Tatsächlich hat die Politik mit dem Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz, das zum Zeitpunkt der Unternehmensbefragung im Frühjahr noch nicht absehbar war, einen Anfang gemacht für eine Verbesserung der Bedingungen. Dies gelang auch durch die Unterstützung der Grünen. Nun kommt es auf die Umsetzung an – die Investitionen müssen die Produktivität am Standort erhöhen, von Verkehrsinfrastruktur bis Klimaschutzmaßnahmen. Mit dem Transformationskompass 2025 legt das Institut der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die zweite umfassende Analyse vor, die systematisch die vielschichtigen Transformationsprozesse zu erfassen sucht. Er schließt an den Transformationskompass 2023 an. Dabei bietet die Studie mit einer Kombination aus makroökonomischen Indikatoren und einem repräsentativen Stimmungsbild aus der Unternehmenspraxis Orientierung für die Gestaltung eines nachhaltigen und resilienten Wirtschaftswandels. Hier die Studie
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