Kreislaufwirtschaft ausbauen: Roundtable Regionale Wirtschaft – Chancen für Sachsen

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Was braucht es, damit Kreislaufwirtschaft ein immer wichtigerer Teil der Wertschöpfungskette sein kann? Zu dieser Frage diskutierten bei Pyral im sächsischen Freiberg gut ein Dutzend Unternehmen und Verbände aus der Region mit Michael Kellner, grüner Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Pyral gehört zu PreZero aus der Schwarz-Gruppe, Mitglied der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Dabei ging es auch um die Chancen der Transformation am Standort Sachsen.

Eines der wichtigsten Themen war das so genannte Abfallende – also ab welchem Punkt im Kreislauf ein Material statt als Müll als Rohstoff eingestuft wird, was den Unternehmen die Handhabung deutlich einfacher macht und auch Einfluss auf die Preise hat. Teils sind auch Preisunterschiede zwischen Produkten aus Neumaterial und aus Recycling eine Herausforderung, hier könnte der Staat in der Beschaffung etwa für den Bau von Straßen einen Leitmarkt etablieren. Genauso wichtig, so zeigte sich in vielen Beiträgen, ist der Bürokratiebabbau. Dabei ist es vielfach die Umsetzung vor Ort und die Furcht der Ämter vor Entscheidungen, was die Unternehmen ausbremst. Michael Kellner warb dafür, dass durch die Novelle des  Bundesimmissionsschutzgesetz jetzt bei Vorliegen vollständiger Unterlagen ein Bescheid innerhalb von drei Monaten erfolgen muss – und die Bundesregierung strebe hier weitere Verbesserungen an.

PreZero Pyral zeigte sich beim Rundgang durch das Unternehmen vor dem Roundtable leistungsstark. Enorme 60% der Alu-Leichtverpackungen aus dem Gelben Sack in Deutschland verarbeitet das Unternehmen im Werk. 95% der Energie spart das Unternehmen in der Aluminiumproduktion mit innovativer Technik durch Recycling statt Neuherstellung. Und trägt damit bei zur Rohstoffsicherheit unseres Landes.

Mit dabei beim intensiven Austausch waren die Pyral-Chefs Andreas Reissner und Markus Reissner, außerdem Vertreter von PreZero und Schwarz. Aus der Region und zum Thema waren weiterhin mit dabei REIKAN GmbH, Tricera Energy GmbH, SUC GmbH, Circular Saxony, Befesa, Becker Umweltdienste, LVR Sachsen, IHK Chemnitz. Ferner die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung ALBA, Felix Schoeller GmbH, und Interzero. Allen gemeinsam ist: Sie treiben die Kreislaufwirtschaft – für Nachhaltigkeit, für Resilienz, für den Standort Deutschland.

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19.12.2024
Renten zukunftsfest machen – Zweite und dritte Säule stärken
Für eine ausgeglichene Rentenpolitik müssen alle drei Säulen gestärkt werden: Betriebsrente, private Vorsorge,  staatlich finanzierte Rente. Dies war das Plädoyer der  Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen im Austausch mit Markus Kurth, dem Berichterstatter für Rentenpolitik der Grünen im Bundestag, und Professor Marcel Fratzscher, Präsident des DIW. Beide waren zu Gast in der Sitzung des Kompetenzclusters Transformation, Industriepolitik und Finanzierung zu „Rentenpolitik: Status quo und Zukunft“.  Es müsse ein Umdenken geben, was Rentenpolitik angeht, auch in der Bevölkerung, hieß es in der Debatte. Zunehmend wird deutlich, dass der Staat allein nicht in der Lage sein wird, den Lebensstandard der Beitragszahlenden im Ruhestand zu garantieren. Vielmehr sollte der Fokus auf der Stärkung aller drei Säulen liegen. Das reicht von Finanzbildung in Schulen bis hin zu Anreizen für Unternehmen, mehr in Betriebsrenten zu investieren. 
Arbeitsmarkt und Demografie
13.02.2025
Zukunft der Netze für den Standort Deutschland
Der Ausbau der Netze für eine sichere Versorgung, günstige Preise und erneuerbare Energien ist ein zentrales Thema für den Standort Deutschland. In einer Diskussion mit Tobias Goldschmidt, Minister für die Energiewende in Schleswig-Holstein, erörterten die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen aus dem Cluster Energie und Wärmewende die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Schleswig-Holstein hat unter der Schwarz-Grünen Regierung bedeutende Fortschritte beim Ausbau der Windkraft erzielt, weshalb das Thema Netze von hoher Relevanz für das Land ist. Im Rahmen der Diskussion wurden mehrere zentrale Punkte angesprochen. Dazu zählt die Notwendigkeit, die Entgelte für den Netzausbau aus dem Strompreis herauszulösen, um eine transparentere Kostenstruktur zu schaffen. Zudem ist Planungssicherheit entscheidend für Investitionen, und es obliegt der Politik, diese zu gewährleisten. In den Unternehmen herrscht zudem Skepsis gegenüber den unterschiedlichen Strompreiszonen im Land. Der Kostenvorteil von Freileitungen im Vergleich zu Erdkabeln wurde ebenfalls thematisiert, sowie die wichtige Rolle der gesellschaftlichen Akzeptanz für den Leitungsbau und die damit verbundenen Kosten. Des Weiteren wurden Fondslösungen zur Mobilisierung privaten Kapitals diskutiert, die eine verbesserte Regulierung erfordern. Auch die Rolle der Reservekraftwerke und die Möglichkeit für Unternehmen, ihre Stromnachfrage dynamisch an das aktuelle Angebot und die Preise anzupassen, fanden Beachtung. Diese Themen erfordern dringende Aufmerksamkeit der nächsten Bundesregierung, unabhängig von ihrer politischen Zusammensetzung. Die Wirtschaft ist bereit für einen lösungsorientierten Austausch und setzt sich aktiv für die Energiewende ein, um Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit voranzutreiben.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
04.08.2025
„Herr Merz, Frau Reiche – Zaudern Sie nicht bei der Energiewende!“: Gastbeitrag unserer Vorsitzenden im Handelsblatt
Energiewende ausbauen statt ausbremsen – für Wirtschaft, Klima, Sicherheit. Das ist unser Impuls für die Debatte zum Monitoring-Bericht des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dessen Erstfassung demnächst erwartet wird. Dr. Marie-Luise Wolff hat als unsere Vorstandsvorsitzende im Handelsblatt dazu einen wichtigen Gastbeitrag veröffentlicht. Für unsere Sicherheit: Wir wollen unsere Souveränität verteidigen und nicht erpressbar sein durch Lieferanten fossiler Energie, so wie durch Russland beim Gas. Für unser Klima: Um es zu stabilisieren, müssen wir den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2045 auf Null bringen. Nur so verhindern wir immer mehr Wetterextreme und Waldbrände, auch in Deutschland. Für unsere Wirtschaft: Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit statt Zickzackpolitik. Und sie brauchen viel und günstige Energie. Deshalb: ✔️ muss der Netzausbau weiter voran – auch wenn er kurzfristig Investitionen braucht, aber dank Sondervermögen ist das Geld da.✔️ brauchen wir einen Industriestrompreis. Und endlich die Preissenkung für alle, wie von der Koalition versprochen und nicht eingehalten.✔️ brauchen wir ein Kraftwerksgesetz mit neuen Kapazitätsmarktregeln.✔️ brauchen wir ein wirksames Gebäudeenergiegesetz für die zukunftsfeste Wärmeversorgung in unseren Häusern. Weblink zum Gastbeitrag in der Wirtschaftswoche
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik