Kompetenzcluster Ernährung & Agrarwende gestartet: Themen von Lieferketten bis Labelling

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Mit zahlreichen Mitgliedern aus Unternehmen ist diese Woche das neue Kompetenzcluster Ernährung & Agrarwende gegründet worden. Erste Themen sollen sein: Die für den Food-Sektor anspruchsvolle Umsetzung der EU Verordnung entwaldungsfreie Lieferketten; der Umbau der Nutztierhaltung und seine Folgen für den gesamten Sektor im Spannungsfeld zwischen Tierwohl, Flächenverbrauch, Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit; und die EU Green Claims Directive, hier geht es um die Umsetzung eines Nachhaltigkeits-Labels auf den Produkten. Eine Reihe dieser Punkte ist Gegenstand laufender Gesetzgebungsverfahren.

Bei der ersten Sitzung waren vielfältige Unternehmen dabei, von den großen Händlern über die Agrarchemie bis zur Lebensmittelindustrie. Konkret zeigten Interesse die Schwarz Gruppe, Rewe, Aldi Süd, BASF, Bayer, VCI, EW Group, InFamily Foods, Fritz Kola, Coca Cola – und das Cluster soll weiter wachsen. Bis zur Wahl des Leiters der Fachgruppe übernimmt Tim Schwertner von der Bauer Gruppe die Koordination. Bei der Gründung dabei war auch Thomas Gambke, einer der Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, die hervorgeht aus der Fusion von Grünem Wirtschaftsdialog und Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Die Gründung sei gut und wichtig, erklärte die Parlamentarische Staatsekretärin aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Ophelia Nick.

Das Cluster wird Positionspapiere entwickeln sowie in den direkten Austausch mit der Politik gehen.

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24.06.2026
Energieeffizienz als Chance für Unternehmen
Energieeffizienz als Chance für Unternehmen: Darüber diskutierte Dr. Alaa Alhamwi aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag mit unseren Mitgliedern. Was bringt der diese Woche endlich von der Bundesregierung beschlossene Gesetzesentwurf? Oder wie Moderator Martin Kaul (Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung der Grünen) fragte: Was haben wir gelernt? Einige Punkte aus der Debatte (wie immer nach Chatham House Rule): Grundsätzlich ist eingesparte Energie für die Unternehmen ein Gewinn. Etwa die von allen Seiten gewünschte Nutzung der Abwärme von Rechenzentren setzt voraus, dass vor Ort Abnehmer für die Wärme existieren, hierauf sollte die Politik fokussieren. Abwärme ist der schwierige Teil, hier sind teils die Anforderungen zu hoch, bei Strom ist es einfacher. Absolut versus relativ: Wenn ein Unternehmen schon viel Energie eingespart hat und z. B. stark in der Elektrifizierung ist, sollte dies anerkannt werden. Informationen über kritische Infrastruktur sollten zu deren Schutz gegen Angriffe nicht öffentlich gemacht werden müssen – hier hat es Fortschritte gegeben, aber wir müssen dranbleiben. Weniger Bürokratie ist für die Wirtschaft wünschenswert, hier wäre im Gesetzesentwurf noch weitere Entschlackung möglich. Nicht vollkommen klar ist, ob mit dem Gesetz die EU-Effizienzrichtlinie erfüllt wird, oder ob es hier noch Rechtsunsicherheiten gibt – was für die Unternehmen schlecht wäre. Effizienz ist ein Element für Klimaneutralität, aber kann – richtig gemacht – zugleich auch ein Element von Resilienz sein. Zum Thema hier auch eine Einordnung zum Referentenentwurf durch die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF): Energieeffizienzgesetz (EnEfG): Definition, Pflichten, EU-Kontext und Novelle 2026
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18.04.2024
Energie für Europas Wirtschaft: Austausch mit Terry Reintke, grüne Fraktionsvorsitzende in Brüssel
Wie gelingen sichere Versorgung mit Energie und günstige Preise klimaneutral über Grenzen hinweg? Diese Schlüsselfrage zwischen Green Deal und Industrial Deal diskutiert diese Woche Terry Reintke mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Sie ist Vorsitzende der grünen Fraktion im Europa-Parlament mit 72 Abgeordneten aus 18 Nationen. Und sie wird auch nach der Europawahl im Sommer in Brüssel wichtig sein: Reintke ist Spitzenkandidatin der europäischen Grünen. Eines ihrer zentralen Projekte ist eine europäische Infrastruktur-Union. Durch grenzüberschreitende Energieinfrastrukturen für Strom und Wasserstoff, unter Nutzung regionaler Standortvorteile etwa bei der Solarenergie oder Windenergie, soll die Energieversorgung dauerhaft stabil und günstig bleiben. Im Austausch mit den Mitgliedern aus den Unternehmen sowie der Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung, Heike Discher, ging es stark um Finanzierungsfragen. Die geschätzt 700 Milliarden Euro für die Umsetzung des Green Deal brauchen private Investitionen – diese aber passieren nur, wenn der regulatorische Rahmen verlässlich ist. In diesem Zusammenhang ging es um Kapazitätsmechanismen und Energiemarktdesign. Etwa für Offshore-Wind-Projekte brauche es angesichts hohen Finanzbedarfs und unsicherer Bedingungen zumindest zwischenzeitlich auch europäische Mittel, hieß es. Terry Reintke erklärte vor diesem Hintergrund, die EU müsse künftig Eigenmittel haben, etwa durch eine Finanztransaktionssteuer oder Übergewinnsteuer. Einigkeit herrschte in dem Punkt, dass Europa dringend eine Kapitalmarktunion braucht. Genauso war überwiegend Konsens, dass der Green Deal bereits auch ein Industrial Deal sei, und es weiter um die Umsetzung gehen müsse – nicht hingegen um ganz neue oder andere Ziele.
Allgemein
15.06.2026
Perspektivenpapier Digitale Souveränität
Wie sichern wir Digitale Souveränität für Deutschland und Europa? Dazu haben wir heute ein neues Papier veröffentlicht. Mit Perspektiven aus der Praxis – erstellt mit Mitgliedsunternehmen in unserem Fachforum Innovation, Digitalisierung und Technologie, geleitet von Dr. Stephan Beyer (CFO Dryad) und Heike Discher (CEO heinekingmedia GmbH). Digitale Souveränität ist kein Zustand, sondern ein strategischer Prozess. Europa bleibt Teil globaler Technologieökosysteme, muss aber die Fähigkeiten stärken, zentrale digitale Infrastruktur, Daten und Anwendungen unter eigenen Regeln zu betreiben. Die derzeitige Debatte greift häufig zu kurz: Rechenzentren allein schaffen noch keine digitale Souveränität. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Infrastruktur, Daten, Software, Energie, Kapital – und strategische Marktgestaltung für Resilienz: Öffentliche Beschaffung strategisch nutzen Investitionen in KI-, Cloud- und Chipinfrastruktur stärken Europäische Datenräume und offene Standards aufbauen Skalierung, Wettbewerb und digitale Wertschöpfung in Europa fördern Das Perspektivenpapier in Gänze finden Sie hier. Der Europe.Table hat darüber berichtet, hier geht es zum Beitrag (Paywall).
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