Karl Haeusgen im Interview mit der Rheinischen Post

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Unser Vorsitzender Karl Haeusgen hat mit der Rheinischen Post über Reformen von Steuer bis Rente und die Rolle der Grünen als politische Kraft der Mitte gesprochen:

Im Mittelpunkt steht für ihn die Notwendigkeit eines umfassenden Reformansatzes: „Es braucht ein Gesamtpaket, zu dem alle etwas beitragen. Der Spitzensteuersatz beim Einkommen kann steigen, wenn wir mehr in Bildung und Infrastruktur investieren. Zugleich brauchen wir auch einschneidende Reformen bei Gesundheit und Rente. Die sind auch zu vermitteln. Wenn die Menschen sehen, dass es gerecht zugeht, dann machen sie auch mit.“

Mit Blick auf die Energiepolitik des Wirtschaftsministeriums sagt Karl Haeusgen: „Schwach ist, was Wirtschaftsministerin Reiche zum Netzausbau für die Erneuerbaren Energien vorgelegt hat. Wir brauchen dringend mehr günstigen Strom für die Industrie, für Rechenzentren, für E-Autos; aber die Ministerin bremst.“

Positiv verweist er auf die Politik einzelner Bundesländer: „Klima-Management als Chance begreifen, das würde gehen, wie Schwarz-Grün in NRW, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg zeigt. Das sind gut regierte Bundesländer. In dieser Koalition sind die Grünen die fortschrittliche Stimme, die ich bei der SPD vermisse.“

Auch über den europäischen Emissionshandel spricht Karl Haeusgen: „Den CO2-Preis verteidigen die Grünen heute gegen Angriffe aus anderen politischen Lagern. Zum Glück: Der europäische Emissionshandel ist marktbasiert, technologieoffen, kosteneffizient. Wir brauchen ihn.“

Hier geht es zum vollständigen Interview in der Rheinischen Post (Paywall).

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08.03.2026
„Wirtschaft war wichtig bei dieser Wahl“: Statement zu Baden-Württemberg
„Wirtschaft war wichtig bei dieser Wahl. Und ganz offensichtlich traut Baden-Württemberg den Grünen zu, gerade jetzt in der Krise die tragfähige Transformation zu wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit und eben auch Klimaneutralität hinzukriegen“ – das erklärte Karl Haeusgen als Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Das Ergebnis zeigt: Sehr viele Menschen in Baden-Württemberg sehen sich von den Grünen einfach in der Sache gut regiert.“„Umgekehrt hat die Bundesregierung leider Unsicherheit verbreitet mit ihrer Zickzackpolitik bei Solarenergie auf den Dächern auch vieler Häuslebauer im Südwesten, bei der Wärmewende, beim Netzausbau. Sie macht keine zukunftsfähige Industriepolitik und enttäuscht damit viele Unternehmen. Dieser Schlingerkurs ist schlecht für die Investitionssicherheit im Land. Natürlich war die starke Politikerpersönlichkeit Cem Özdemir wichtig, aber da kam einiges zusammen, was auch für die Bundespolitik zählt.“
Pressemitteilung
22.01.2026
Prioritäten für die Kreislaufwirtschaftsstrategie: mit Innovationen und Skalierung zu Rohstoffsicherheit und langlebigen, nachhaltigen Produkten
Skalierung als Herausforderung, damit Kreislaufwirtschaft ihre enormen Potenziale für Resilienz und Wertschöpfung ausspielen kann – hierüber sprachen vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) Abteilungsleiterin Antje von Broock und vom Institut der deutschen Wirtschaft Ökonomin Adriana Neligan mit unseren Mitgliedern aus den Unternehmen im Fachforum, moderiert von Johannes Hauck von unserem Mitgliedsunternehmen Hager und Co-Leiter unseres Fachforums Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit. Dabei ging es auch um das Aktionsprogramm zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie NKWS und um einen starken EU-Binnenmarkt für Sekundär-Rohstoffe. Wie gelingt der Hochlauf? Einige Punkte aus der Diskussion: Beschaffung als Hebel: Was für Produkte die öffentliche Hand ausschreibt und kauft, das kann Kreislaufwirtschaft stark beschleunigen – aktuell fehlt es aber an Verbindlichkeit, Klarheit und teils an einer Umkehr der Beweislast bei öffentlicher Beschaffung zugunsten zirkulärer Produkte. Sekundärrohstoffe stärken: Rezyklate sind aktuell oft teurer als Primärrohstoffe – gefragt sind gezielte staatliche Anreize, Bevorzugungsregeln und Planungssicherheit, auch auf EU-Ebene. Ein Drittel des verarbeitenden Gewerbes verfolgt noch keine zirkuläre Strategie. Und z.B. bei der Mehrheit der Altfahrzeuge wissen wir nicht, wo sie landen – weshalb die EU hier eine Verordnung plant. Digitaler Produktpass (DPP): Große Chance für Transparenz und Recyclingfähigkeit, aber nur eine Minderheit der Unternehmen hat die entsprechenden Produktdaten, gerade im Mittelstand. Es gibt hier auch Sorgen um Betriebsgeheimnisse. Recht & Regulierung: Abfallrecht, Transporthürden und eine zu langsame Überarbeitung der EU-Abfallende-Kriterien bremsen die Etablierung neuer oder Skalierung bereits bestehender Kreisläufe aus. Innovation muss unterstützt werden. Neue Kreislauf-Technologien bieten nicht nur für die Nutzung bei uns sondern auch für internationale Märkte große Chancen. Die Wirtschaft selbst muss deutlicher machen, was für ein industrielles Powerhouse die Kreislaufwirtschaft sein kann – das sehen in der Politik bislang vielfach nur die Fachleute. Klar ist: Die Technologien sind da, die Unternehmen sind da. Kreislaufwirtschaft ist nichts für die Nische sondern ein Thema für Industriepolitik, Wettbewerbspolitik, Standortpolitik. Hier muss mehr passieren.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
21.02.2025
Wahlaufruf: „Sehen und sagen, wer die wirklichen Gegner sind – nämlich die Gegner unserer Demokratie“
„Wir haben die Wahl – alle gemeinsam, diesen Sonntag. Wir können etwas tun für #Zusammenhalt statt Spaltung. Zwischen den demokratischen Kräften gibt es viele Diskussionen, viele Kontroversen – aber wir alle sollten sehen und sagen, wer die wirklichen Gegner sind, nämlich die Gegner unserer demokratischen Ordnung. Es sind die Rechtspopulisten.“ Das erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen Heike Discher, Thomas Fischer, Thomas Gambke und Gabriele C. Klug in ihrem Statement zur Bundestagswahl am 23.2.2025.  „Jede Stimme für Extremisten ist eine Stimme gegen Arbeitsplätze, Wohlstand, Sicherheit. Eine starke Wirtschaft braucht die Stimmen von uns allen für Freiheit und Fairness, für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Und gerade jetzt den intensiven Dialog zwischen den Entscheiderinnen und Entscheidern in Politik und Wirtschaft zu #Innovation und Transformation, wie auch wir in der Wirtschaftsvereinigung ihn organisieren. Am Sonntag heißt es: #Demokratie wählen. Für ein Land, das nachhaltig stark ist.“    
Pressemitteilung