Investieren in Wandel: Tranformationsfinanzierung in Niedersachsen

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Die Transformation aktiv gestalten und gleichzeitig nachhaltig, generationengerecht und wettbewerbsstärkend investieren: Wie das gehen kann, stand im Mittelpunkt unserer Veranstaltung „Investieren in Wandel – Transformationsfinanzierung für Niedersachsen“.

Mit dem Programm „Niedersachsen kann Zukunft“ stellt das Land rund 14,5 Milliarden Euro für zentrale Zukunftsinvestitionen bereit. Gemeinsam mit Finanzminister Gerald Heere sowie führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik haben wir darüber gesprochen, welche wirtschaftlichen Impulse dieses Finanzierungsprogramm setzen kann – und wie nachhaltige Transformation konkret gelingen kann.

Diskutiert wurden unter anderem:

Mittel aus „Niedersachsen kann Zukunft“ fließen in Klimaschutz, Infrastruktur (Brücken, Häfen, ÖPNV, Digitalisierung) und Bildung. Ergänzt werden Projekte in Gesundheitsversorgung, Wohnungsbau und ländliche Entwicklung. Ein zentrales Signal: Ein erheblicher Teil des Geldes fließt direkt in die Kommunen – mit dem Ziel, regionale Wertschöpfung zu stärken und langfristige Multiplikatoreffekte zu erzeugen.

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19.02.2026
Wärmewende pragmatisch sichern: Verlässlichkeit für Unternehmen, die schon weit voran sind
Das Heizen von Gebäuden muss Schritt für Schritt von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umgestellt werden. So sieht es die geltende Rechtslage mit dem Gebäudeenergiegesetz vor. „Unternehmen und Verbraucher benötigen Verlässlichkeit für Ihre Investitionen, deshalb sollten die wesentlichen Inhalte des Gesetzes bestehen bleiben“, erklärt Marie-Luise Wolff von der Wirtschaftsvereinigung der Grünen zu der aktuellen Debatte um eine Veränderung des Gesetzes. Hinzu komme: „Wer das Gesetz jetzt wieder Richtung fossiler Heizungen kippen will, der verlässt den gerichtlich bestätigten Pfad der Klimaneutralität 2045. Ohne Wärmewende sind diese Ziele nicht zu erreichen.“ Wichtig sei jetzt vor allem, die Verbraucher nicht in die Kostenfalle teurer werdender fossiler Brennstoffe laufen zu lassen. Technisch sei die Wärmewende möglich. „Die Unternehmen sind hier deutlich weiter als die politische Debatte. Die Wärmepläne stehen, das Handwerk wartet seit mehr als einem Jahr auf Aufträge.“ Innovative Wärmepumpen-Würfel für Mehrfamilienhäuser entwickelt das Wohnungsunternehmen Vonovia. Der DAX-Konzern plant in einem ersten Schritt für mehr als 20.000 Wohnungen die klimafreundliche Technologie. Vonovia hat in Aachen die Serienproduktion zusammen mit dem Start-Up Enercube und der DFA-Demonstrationsfabrik gestartet. In einem Pilotprojekt in Donauwörth sanken die Energiekosten bereits um 40 Prozent. Die Wärmepumpen-Würfel sind so groß wie eine Garage und werden vorgefertigt außerhalb der Wohngebäude installiert, einfach und schnell. Vonovia zeigt, was Skalierung leisten kann.Vonovia, Stadtwerke München, EWE: Investitionen für Klimaneutralität Ein zweites Beispiel: Die Stadtwerke München bauen aktuell Kontinental-Europas leistungsstärkste Geothermieanlage. Parallel dazu wird das Fernwärmenetz für die Ökowärme fit gemacht und ausgebaut. Die Fernwärmen-Netztrassenlänge soll dabei bis 2040 von heute 1000 Kilometer auf rund 1600 Kilometer anwachsen. Für die Münchner Wärmewende planen die Stadtwerke München Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. 9,5 Mrd. Euro. Den rechtlichen Rahmen dafür bilden das Wärmeplanungsgesetz und das Gebäudeenergiegesetz, welche 2024 in Kraft getreten sind,  und von den Stadtwerke München umgesetzt werden. Das Versorgungsunternehmen EWE bietet in Nordwestdeutschland Unternehmen Wärme-Contracting an. Sie installieren und betreiben für gewerbliche Kunden auf deren Gelände Wärmepumpen und, dort wo es passt, für deren Bedarf auch gleich noch Solaranlagen. Die Kunden müssen sich um nichts weiter kümmern, sondern nur für ihre grüne Energie zahlen. Und dies ist nur eine von vielen Maßnahmen des Unternehmens auf dem Weg zur Klimaneutralität. Modernisierung der Infrastruktur kann Beitrag für Wirtschaftswachstum sein Alle drei Unternehmen sind Mitglied der Wirtschaftsvereinigung der Grünen – aber die Wärmewende haben sie ganz unabhängig hiervon angepackt: Weil sie Möglichmacher sind. Die von der Politik allerdings Verlässlichkeit brauchen für ihre Investitionen. Mehr als die Hälfte der Endenergie in Deutschland entfällt auf das Beheizen von Gebäuden sowie auf Wärme- und Kälteanwendungen in Gewerbe und Industrie. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärme liegt bei knapp 18 Prozent. Der Gebäudesektor hat damit mehrfach seine Ziele zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes und damit die gesetzlich verankerten Klimaziele deutlich verfehlt. Mit dem Gebäudeenergiegesetz der Ampelregierung wurden die Zeichen auf Investieren für die Wirtschaft gestellt – investieren in Wärmenetze, in Stromnetzertüchtigung, in Geothermie, in Wärmepumpenproduktion, in Installateurs-Kapazitäten. Die Wärmewende kann ein Beitrag sein für die Modernisierung der Infrastruktur am Standort Deutschland – und damit auch für unser Wirtschaftswachstum.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
12.11.2024
Wie deckt Deutschland künftig den Energiebedarf der Industrie?
Eine Antwort liegt im Wasserstoff. Mit Axel Bree/ BMWK, Lizzie Herzog/Salzgitter AG, und Carsten Agert/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt diskutierten Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen die Herausforderungen.   Wasserstoff ist bei Erzeugung mit Grünstrom nicht nur klimafreundlich, sondern bietet auch breite Anwendungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund soll Wasserstoff zukünftig eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der deutschen Industrie spielen. Um das zu gewährleisten, wird in den nächsten Jahren das weltweit bisher einmalige Wasserstoffkernnetz ausgebaut. Bis zur Umsetzung und der Versorgung der Industrie mit Wasserstoff gibt es allerdings noch zahlreiche Herausforderungen.   Woher wird der Wasserstoff kommen? Wie können auch Standorte abseits des Kernnetzes versorgt werden? Und wie können die Preise für Wasserstoff niedrig gehalten werden? Diskutiert wurden neben den Planungshorizonten auch unterschiedliche Alternativen der Belieferung, etwa via Schiff oder Bahn, oder durch den verstärkten Bau von weiteren Elektrolyseuren. Konkret werden sich Bedarfe aber jetzt im angegangenen Prozess zeigen und müssen dann flexibel von Ministerium und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit angegangen werden.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
30.01.2025
Industriestandort Deutschland sichern: Austausch mit grüner Parteispitze
Zu Politik für die Sicherung des Industriestandorts Deutschland haben sich Grüne und die Wirtschaftsvereinigung aktuell ausgetauscht. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner und der Bundestagsabgeordnete Maik Außendorf sprachen hierüber am Donnerstag unter anderem mit dem Vorstandsmitglied der Vereinigung, Volker Ratzmann, und deren Hauptgeschäftsführer Martin Kaul. Branchen wie Autoindustrie oder Stahlerzeugung können und müssen durch die Verbindung von Maßnahmen für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zukunftsfest gemacht werden, so die gemeinsame Überzeugung. In der aktuellen geoökonomischen Krise ist es Deutschland bislang gelungen, den Anteil der Industrie an der Brutto-Wertschöpfung stabil zu halten – im Unterschied zu anderen großen europäischen Volkswirtschaften. Dies gilt es fortzusetzen, so die Vertreter*innen von Politik und Wirtschaftsvereinigung. Dabei soll die Transformation als Chance genutzt werden, auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dies bedarf politischer Unterstützung, etwa durch Leitmärkte für grünen Stahl. Auch für die Autoindustrie sei vieles möglich.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa