„Europa zeigt Muskeln – und diese Stärke braucht es in der Welt von heute. Der Industrial Accelerator Act zielt auf den Schutz unserer Wettbewerbsfähigkeit und unserer Freiheit, zielt auch auf den Hochlauf klimaneutraler Technologien, und das ist erstmal gut“, das erklärte zum heute vorgelegten Vorschlag der Europäischen Kommission Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer Wirtschaftsvereinigung der Grünen.
„Es geht darum, dass Förderung für unsere Unternehmen und unsere Märkte investiert wird, und nicht nach China abfließt. China und leider auch die USA haben keine Scheu, wirtschaftlichen Egoismus zu zeigen. Auf diese Realität muss Europa reagieren. Für Resilienz gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen brauchen wir mehr ‚local content‘. Wir sollten stolz sein auf ‚Made in Europe‘ mit guten Handelspartnern.“
„Die Mitgliedsländer im Europäischen Rat und das European Parliament müssen nun im weiteren Verfahren alles tun, um die Umsetzung zu vereinfachen. Das richtige Ziel des IAA darf nicht mit falscher Bürokratie belastet werden, und genau das droht aktuell. Mit Überregulierung würde dieses Ziel der Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit zunichte gemacht.“
„Zu überlegen ist, inwiefern auch für digitale Souveränität Europas wichtige Produkte stärker mit einbezogen werden sollten. Die Idee grüner Leitmärkte aber sollte erhalten bleiben, denn sie bringen uns voran im Green-Tech-Wettbewerb mit China. Und sie machen uns unabhängiger von fossilen Importen – die aktuelle Entwicklung der Märkte angesichts der Krise im Mittleren Osten zeigt gerade, dass diese Abhängigkeit nicht nur Klimarisiken sondern auch Kostenrisiken bedeutet.“