Wirksame Wärmewende statt Kostenrisiken und Klimarisiken: Zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen heute ein Papier veröffentlicht.
Nur mehr erneuerbare Energie für Heizungen begrenzt den zu hohen Ausstoß von Treibhausgasen im Gebäudesektor auf Dauer – und nur heimische Energie statt fossiler Importe sichern unsere Unabhängigkeit. Diese Ziele verfehlen die Eckpunkte der Bundesregierung für ein Gebäudemodernisierungsgesetz leider deutlich, wie das Papier zeigt.
„Statt die Wärmewende pragmatisch umzusetzen, wollen CDU/CSU und SPD das Gebäudeenergiegesetz zur Gesichtswahrung ideologisch demontieren. Das schadet unserer Wirtschaft, schadet dem Klima, schadet den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, erklärte die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Dr. Marie-Luise Wolff.
Dem selbst gesetzten Anspruch der Technologieoffenheit wird der Entwurf des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nicht gerecht, weil er Fernwärme relativ benachteiligt. Dem Anspruch auf Kosten-Effizienz wird er nicht gerecht, weil der Entwurf auf Biogas setzt, was hohe Kostenrisiken birgt. Die für diesen Mittwoch im Kabinett angesetzte Beratung des GMG-Entwurfs wurde verschoben – was auf Zwist hindeutet und weitere Unsicherheit im ohnehin schon verunsicherten Markt auslöst. Es bedeutet zugleich: Nachbesserungen sind noch möglich. Unser Papier bietet dafür Viorschläge:
Ein äquivalentes Instrument zur 65-Prozent-Regel definieren, das einen glaubhaften Weg zur Emissionsminderung bis 2030 und Klimaneutralität im Gebäudesektor 2045 festlegt.
Einen robusten Rückfallmechanismus für die Evaluierung 2030 etablieren.
Echte Technologieoffenheit bei klimaneutralen Heizsystemen umsetzen.
Kostenfalle bei Gas- und Ölheizung vermeiden durch eine verlässliche Biomassestrategie, den Ausbau eines europäischen Biomethanmarktes und klare Kommunikation zu möglichen Preissteigerungen.
Die Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) 1:1 umsetzen.