Impulspapier: Nachbessern für eine echte Gebäudemodernisierung

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Wirksame Wärmewende statt Kostenrisiken und Klimarisiken: Zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen heute ein Papier veröffentlicht.

Nur mehr erneuerbare Energie für Heizungen begrenzt den zu hohen Ausstoß von Treibhausgasen im Gebäudesektor auf Dauer – und nur heimische Energie statt fossiler Importe sichern unsere Unabhängigkeit. Diese Ziele verfehlen die Eckpunkte der Bundesregierung für ein Gebäudemodernisierungsgesetz leider deutlich, wie das Papier zeigt.

„Statt die Wärmewende pragmatisch umzusetzen, wollen CDU/CSU und SPD das Gebäudeenergiegesetz zur Gesichtswahrung ideologisch demontieren. Das schadet unserer Wirtschaft, schadet dem Klima, schadet den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, erklärte die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Dr. Marie-Luise Wolff.

Dem selbst gesetzten Anspruch der Technologieoffenheit wird der Entwurf des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nicht gerecht, weil er Fernwärme relativ benachteiligt. Dem Anspruch auf Kosten-Effizienz wird er nicht gerecht, weil der Entwurf auf Biogas setzt, was hohe Kostenrisiken birgt. Die für diesen Mittwoch im Kabinett angesetzte Beratung des GMG-Entwurfs wurde verschoben – was auf Zwist hindeutet und weitere Unsicherheit im ohnehin schon verunsicherten Markt auslöst. Es bedeutet zugleich: Nachbesserungen sind noch möglich. Unser Papier bietet dafür Viorschläge:

Das Impulspapier in Gänze finden Sie hier.

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20.02.2025
Umfrage Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit: Entscheider in der Wirtschaft sehen Nutzen – und machen sich Sorgen
Entscheider in der Wirtschaft sehen den Nutzen von Nachhaltigkeit für ihr Unternehmen. 77% nennen einen oder mehrere Aspekte, die für sie messbare wirtschaftliche Vorteile bringen.  Das zeigt eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Zugleich, so die repräsentative Untersuchung, beherrscht aktuell aber offenbar die Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit einen großen Teil der Entscheider.  „Dass so viele Führungskräfte Nachhaltigkeit für ihr Unternehmen direkt als Vorteil sehen, ist ein klares Signal“, erklärte Heike Discher, Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Ganz pragmatisch zeigen hier die Entscheider, wie weit die Wirtschaft bereits ist – viel weiter, als ihr oft unterstellt wird.“ Die Befragten sind nicht Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, sondern zufällig und repräsentativ von Civey zusammengestellt.  Wichtigste Aspekte für, wie es in der Umfrage heißt, „messbare wirtschaftliche Vorteile für ihr Unternehmen“ sind aus Sicht der Befragten unter anderem (Mehrfachnennungen sind möglich) – Energie- und Ressourceneffizienz (36%)– Gewinnung qualifizierter Mitarbeitender (28%)– Erhöhung Kundenzufriedenheit (27%)– Stärkung der Innovationskraft (21%)– Und weitere, darunter Produktqualität, Marktchancen, Lieferketten– Nur 20% sehen in keinem der Aspekte von Nachhaltigkeit einen wirtschaftlichen Vorteil für ihr Unternehmen, weitere 3% sind unsicher. „Dies gilt auch bei den Entscheidern aus der Wirtschaft, die beispielsweise. eine Wahlabsicht für die CDU äußerten – auch hier sehen in der Umfrage nur 24% in keinem der Aspekte einen wirtschaftlichen Vorteil oder sind unsicher“, so Discher. „Das ist also längst keine Frage von Parteinähe mehr.“  „Keins von beidem sollte gegen das andere ausgespielt werden“  Zugleich sind die aktuellen Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft groß. 35% der der mehr als 1.000 Befragten finden Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit für den Standort gleich wichtig oder, dies gilt aber nur für einen kleinen Teil, Nachhaltigkeit sogar wichtiger. Umgekehrt ist in der aktuellen Situation aber für 65% der Entscheider aus der Privatwirtschaft laut der Umfrage die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger.  „Das zeigt für die Zeit nach der Wahl zweierlei“, erklärt Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung. „Zum einen: Die Verbindung von Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit wird mit gut einem Drittel von deutlich mehr Entscheidern in der Privatwirtschaft als wichtig gesehen, als es etwa dem Anteil der Grünwähler entspräche. Das ist bemerkenswert. Zum anderen: Die Wettbewerbsfähigkeit muss gesichert werden, etwa durch Bürokratieabbau und günstige Energiepreise, denn die Sorgen der zu zwei Dritteln aktuell vor allem auf Wettbewerbsfähigkeit setzenden Entscheider in der Privatwirtschaft sollten alle ernst nehmen.“  „Deshalb sind Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen der Auftrag an die nächste Bundesregierung, mit der Wirtschaft im Dialog“, betont Thomas Gambke, Co-Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung. „Keins von beidem sollte gegen das andere ausgespielt werden – nicht vor der Wahl und nicht danach. Ein funktionierender Wettbewerb ist in unserer Marktwirtschaft die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Wirtschaft und damit Sicherheit von Arbeitsplätzen. Und: Wettbewerbsfähigkeit ist Grundlage für einen erfolgreiche Transformation in eine nachhaltige Wirtschaft.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
29.04.2026
Regionalforum NRW: Transformation des Schwerlastverkehrs
Beim 4. Meeting unserer Veranstaltungsreihe „Transformation des Schwerlastverkehrs: Der Roll-out“ in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE) sowie Energy4Climate (E4C) stand die Frage im Mittelpunkt: Wie finanzieren wir die Transformation? Gemeinsam mit Akteur:innen aus Finanzindustrie und Politik, Spediteuren und E-Mobilitäts-Infrastrukturunternehmen haben wir aktuelle Instrumente, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert. Hier vier zentrale Takeaways aus der Veranstaltung: Förderung kann Türöffner sein aber kein Dauerzustand: Öffentliche Programme setzen wichtige Anreize und ermöglichen den Markteinstieg. Langfristig soll die Transformation jedoch durch Marktmechanismen getragen werden. Dafür ist eine Verstetigung des Maut-Regimes essenziell. Engpass Infrastruktur: Während die Finanzierung von E-LKW zunehmend darstellbar ist, bleibt der Ausbau von Lade- und Energieinfrastruktur die größere Herausforderung – technisch, regulatorisch und finanziell. Planungssicherheit und Skalierung sind kritische Faktoren: Kurzfristige Förderfenster, uneinheitliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern und hohe Kapitalbedarfe erschweren Investitionsentscheidungen, insbesondere für KMU. NRW bietet Vorteile als Finanzierungsstandort und ist damit Vorreiter: Insbesondere Bürgschaften sowie die Kombination aus Fördermitteln, Bankfinanzierung und Leasing eröffnen Spielräume – auch für Projekte ohne klassische Eigenkapitalbasis. Es gilt jedoch, diese zahlreichen Möglichkeiten in der Breite bekannter zu machen. Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die praxisnahen Einblicke. Unser besonderer Dank gilt den Referenten: Michael Monstadt (Direktor, Leiter Abteilung Hausbanken- und Fördernehmerberatung, NRW.BANK), Dr. Rainer Holtmann (Direktor, PwC), Stefan Leuchten (Leiter des Referats „Klimagerechte Mobilität, Elektromobilität, Lade- und Tankinfrastruktur“, MWIKE), Bodo Sentker (Direktor, Sustainable Finance Client Solutions Firmenkunden, Deutsche Bank), Jörg Steinhoff (Leitung Transport und Logistik, Deutsche Leasing Gruppe), Bernd Reining (Geschäftsführer, ILS – Innovative Logistic Solutions).
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
05.06.2025
EU-Energiebinnenmarkt: Wie geht es weiter?
Wie lässt sich der europäische Energiebinnenmarkt fit machen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und stabile Preise? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer Clustersitzung „Energie & Wärmewende“ – mit Michael Bloss (MdEP, The Greens/EFA) und Dr. Tobias Rammel von RWE als Impulsgebern. Deutlich wurde: Für Unternehmen ist legislative Kontinuität zentral – der europäische Green Deal und Clean Industrial Deal brauchen stabile Regeln, um wirken zu können. Unsicherheit durch ständige Änderungen gefährdet Investitionen. Umstritten war der Vorschlag, günstige ausländische CO₂-Zertifikate nach Artikel 6 zuzulassen – sie könnten den EU-Emissionshandel unterlaufen und den Klimaschutz bremsen. Ein „RepowerEU 2.0“-Paket mit Netzausbau, mehr Speicher und gezielter Industriepolitik wurde als möglicher Weg skizziert, um hohe Strompreise und mangelnde Flexibilität anzugehen. Mit Blick auf den kommenden ETS2 für Wärme und Verkehr ab 2027 betonten die Teilnehmenden die Dringlichkeit flankierender Maßnahmen: Ein zu schneller Preisanstieg müsse sozial abgefedert und mit gezielten Investitionen in Dekarbonisierung begleitet werden – finanziert aus den Einnahmen des Emissionshandels.  
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikStandortpolitik, Infrastruktur und Europa