„Halten Sie Ihr Wort!“: Offener Brief an Koalitions-Chefverhandler Merz und Klingbeil

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Dialog statt Konflikt, für Zusammenhalt statt Spaltung: Damit können die demokratischen Kräfte den Gegnern der Demokratie entgegen treten, den erstarkten Rechtspopulisten. Konstruktiv statt destruktiv zusammen Leistungsfähigkeit beweisen: „Lassen Sie uns das gemeinsam tun“, haben heute die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen an Friedrich Merz und Lars Klingbeil als Bundesvorsitzende von CDU und SPD in einem offenen Brief geschrieben. An diesem Freitag starten die Parteichefs in die finale Phase der Koalitionsgespräche, um die vielen ungeklärten Punkte aus den Verhandlungs-AG zu einigen.

„Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Sicherheit gehören zusammen. Gemeinsam müssen wir den Standort Deutschland dreifach zukunftsfest machen. Die Transformation ist dabei eine Voraussetzung für dauerhaften Wohlstand,“ so unsere Vorstandsvorsitzenden Heike Discher, Thomas Fischer, Thomas Gambke und Gabriele C. Klug.

Im Sondierungsergebnis hatten Union und SPD erklärt, die europäischen und deutschen Klimaziele umsetzen zu wollen. Hierzu erklärt die Wirtschaftsvereinigung der Grünen: „Das ist angesichts der wachsenden Klimarisiken für unsere Kinder und Enkel, und selbstverständlich auch für unsere Wirtschaft, richtig und wichtig. Auf die von Ihnen genannte Umsetzung kommt es nun an. Wir nehmen Sie hier beim Wort. Und wir appellieren an Sie: Halten Sie Ihr Wort!“

Vorschläge macht der Brief zu:
✔️ Umsetzung Sondervermögen
✔️ Bürokratieabbau und Staatsreform
✔️ Energie
✔️ Kreislaufwirtschaft
✔️ Wirtschaftssicherheit gegen hybride Angriffe

Hier hochgeladen der gesamte Brief. Für ein Land, das nachhaltig stark ist.

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05.12.2024
Kreislaufwirtschaft: Investitionen hebeln – über Wahlperioden hinaus
Über Wahlperioden hinaus sollte die Politik den Rahmen für eine wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft verbessern. Hierzu macht die Wirtschaftsvereinigung der Grünen in einem neuen Perspektivenpapier Vorschläge. Die Bundesregierung hat nun die erste Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen – richtige und wichtige Ziele und Maßnahmen, deren Reichweite nun allerdings durch den Regierungsbruch und die Neuwahl begrenzt wird. Gerade deshalb: Mehr Recycling für mehr Unabhängigkeit Deutschlands von Rohstoffimporten ist in jedem Fall auch für die nächste Regierung relevant, zumal Kreislaufwirtschaft auch den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vermeidet. Für Unternehmen in Deutschland bietet sie große Chancen. Ein Rollback wäre schädlich. An der Entwicklung des Papiers beteiligt war die REWE Group als Mitglied der Wirtschaftsvereinigung. Deren Vorstandsmitglied für Human Resources und Nachhaltigkeit, Daniela Büchel, erklärte: „Die REWE Group begrüßt die übergeordneten Ziele der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, den Einsatz von Primärrohstoffen zu verringern, Stoffkreisläufe zu schließen, die Rohstoffversorgung zu sichern und Abfälle zu vermeiden. In unserem Kerngeschäft stehen die Verpackungen der Produkte in unseren Regalen besonders im Fokus. Wir unterstützen das Vorhaben der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, Mehrweg bei Getränken und darüber hinaus mit einem konkreten Ziel für 2045 weiter zu fördern und begrüßen den Hinweis auf die dringend notwendige Standardisierung in diesem Bereich. Auch Themenfelder wie das Recycling und die Verlängerung der Lebensdauer von Elektrogeräten oder der Einsatz recycelter bzw. recyclingfähiger Baustoffe sind für uns relevant. Bei vielen dieser Vorhaben drängt die Zeit – wir hoffen auf rasche Konkretisierung für eine erfolgreiche Umsetzung.“ Daniel Hager, Aufsichtsratsvorsitzender der Hager Group, die mit 13.000 Beschäftigen smarte Elektrotechnik baut und ebenfalls stark an dem Papier beteiligt war: „Um ein Kreislaufwirtschaftssystem zu etablieren, braucht es Mut zur Veränderung, Innovationskraft und vor allem Zusammenarbeit – innerhalb des Unternehmens, mit unseren Partnern und in der gesamten Branche. Nachhaltigkeit und insbesondere Kreislaufwirtschaft sind keine Einzelprojekte, sondern eine gemeinsame Mission, die uns wirtschaftlich stärkt und zugleich unsere Verantwortung für die Zukunft unterstreicht. Nachhaltigkeit ist bei Hager nicht nur ein Anspruch, sondern schon immer ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Mit unserer etablierten Nachhaltigkeitsstrategie setzen wir bereits heute Maßstäbe für eine umweltfreundliche Zukunft. Kreislaufwirtschaft die sich marktwirtschaftlich rechnet, eröffnet dabei enorme Chancen: Indem wir Ressourcen effizienter nutzen und Materialien im Kreislauf halten, schaffen wir nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch wirtschaftlichen Mehrwert.“ Hier das Papier
Allgemein
20.05.2026
Wirtschaftsvereinigung der Grünen beim Berliner Firmenlauf vertreten
Auch abseits von Wirtschaft und Politik war unser Team in den vergangenen Tagen aktiv: Beim Berliner Firmenlauf gingen Adrian Döhr, Anya Simon, Christian Forster, Felix Klein, Lisa Reymann, Martin Kaul und Simon Behnisch für die Wirtschaftsvereinigung der Grünen an den Start. Trotz herausfordernder Wetterbedingungen bewiesen die Teilnehmenden Ausdauer und Teamgeist und vertraten die Wirtschaftsvereinigung mit großem Engagement auf der Laufstrecke. Wir gratulieren allen Läuferinnen und Läufern zu ihrer Leistung und freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe des Berliner Firmenlaufs.
21.02.2024
„Deutschland muss Industrieland bleiben – und dafür braucht es Mittel“: Statement zum Jahreswirtschaftsbericht
Unsere Wirtschaft braucht einen Wachstumsimpuls, wie die Zahlen des heute vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlichten Jahreswirtschaftsberichts deutlich zeigen. Das erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Heike Discher und Thomas Fischer. Der Standort Deutschland ist stark, sagten sie – und machten konkrete Vorschläge. „Erstens ist nötig: Weniger Bürokratie. Hier muss die Regierung liefern“, so Fischer und Discher. „Zweitens schlagen wir vor, die Förderung von Investitionen der Unternehmen durch steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten zu verbessern, besonders für Investitionen in Nachhaltigkeit. Das ist besser als komplizierte Förderprogramme. Es kostet den Staat kurzfristig Geld, kann durch die positive Wirkung auf die Wirtschaft langfristig aber seine Einnahmen stabilisieren. Ein Sondervermögen für Investitionen, bei Erhalt der Schuldenbremse für konsumtive Ausgaben, über zehn Jahre mit klaren Regeln, wie Ökonomen es vorschlagen – das wäre die Diskussion auch liberaler Kräfte wert.“ „Deutschland muss Industrieland bleiben, das ist klare Haltung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Und dafür braucht es Mittel. Drittens sollten Investitionen in Start-Ups steuerlich begünstigt werden“, so die beiden Vorstände. „Der Standort Deutschland ist stark. Unternehmensgründungen nehmen zu, die Menschen können sich bei niedriger Arbeitslosigkeit sicher fühlen, und wir haben beispielsweise mit den Klimaschutzverträgen gute neue Werkzeuge. Alle demokratischen Parteien sollten jetzt zusammenarbeiten. Statt den Standort schlechtreden: ihn besser machen.“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa