Grüner Bundesparteitag: Wirtschaftsvereinigung im Dialog mit der Politik zu Industrie, Investitionen, Europa

Alle Beiträge

Beim Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen, der Bundesdelegiertenkonferenz 2023 in Karlsruhe, haben Vorstand und Team der Wirtschaftsvereinigung als Gäste viele Gespräche mit Politiker*innen führen können. Investitionen in Deutschland und das Europa-Wahlprogramm sowie die Migration standen vier Tage lang im Zentrum der Debatten von 4000 Teilnehmer*innen. Die Geschäftsstelle der Wirtschaftsvereinigung war mit einem eigenen Stand als Ausstellerin vertreten, so wie von Amazon bis Gesamtmetall zahlreiche andere Unternehmen und Organisationen.

Aus der Wirtschaft, mit der Politik: Neben vielen Gesprächen des Teams mit Delegierten über Themen und Organisation der erst im April gestarteten Wirtschaftsvereinigung besuchten auch Spitzenvertreter*innen der Grünen den Stand, darunter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfamilienministerin Lisa Paus sowie die wiedergewählten Bundesvorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour.

Gelegenheit zum Austausch gab es in vielfältiger Weise, darunter unter anderem mit Andreas Audretsch als Vize-Vorsitzendem der Bundestagsfraktion, der wirtschaftspolitischen Sprecherin der Fraktion Sandra Detzer, sowie mit vielen weiteren MdB wie Michael Kellner oder Renate Künast. Aber auch etwa mit der Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft Sandra Schneeloch und Vertreter*innen der Länder, etwa mit dem Bevollmächtigte des Landes Baden-Württemberg beim Bund Rudi Hoogvliet, Tim Achtermeyer und Anja von Mahrenholz aus dem Landesvorstand von NRW, dem hessischen Landesvorsitzenden Sebastian Schaub, oder dem baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz.

Weitere Meldungen

Alle News
29.04.2026
Regionalforum NRW: Transformation des Schwerlastverkehrs
Beim 4. Meeting unserer Veranstaltungsreihe „Transformation des Schwerlastverkehrs: Der Roll-out“ in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE) sowie Energy4Climate (E4C) stand die Frage im Mittelpunkt: Wie finanzieren wir die Transformation? Gemeinsam mit Akteur:innen aus Finanzindustrie und Politik, Spediteuren und E-Mobilitäts-Infrastrukturunternehmen haben wir aktuelle Instrumente, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert. Hier vier zentrale Takeaways aus der Veranstaltung: Förderung kann Türöffner sein aber kein Dauerzustand: Öffentliche Programme setzen wichtige Anreize und ermöglichen den Markteinstieg. Langfristig soll die Transformation jedoch durch Marktmechanismen getragen werden. Dafür ist eine Verstetigung des Maut-Regimes essenziell. Engpass Infrastruktur: Während die Finanzierung von E-LKW zunehmend darstellbar ist, bleibt der Ausbau von Lade- und Energieinfrastruktur die größere Herausforderung – technisch, regulatorisch und finanziell. Planungssicherheit und Skalierung sind kritische Faktoren: Kurzfristige Förderfenster, uneinheitliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern und hohe Kapitalbedarfe erschweren Investitionsentscheidungen, insbesondere für KMU. NRW bietet Vorteile als Finanzierungsstandort und ist damit Vorreiter: Insbesondere Bürgschaften sowie die Kombination aus Fördermitteln, Bankfinanzierung und Leasing eröffnen Spielräume – auch für Projekte ohne klassische Eigenkapitalbasis. Es gilt jedoch, diese zahlreichen Möglichkeiten in der Breite bekannter zu machen. Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die praxisnahen Einblicke. Unser besonderer Dank gilt den Referenten: Michael Monstadt (Direktor, Leiter Abteilung Hausbanken- und Fördernehmerberatung, NRW.BANK), Dr. Rainer Holtmann (Direktor, PwC), Stefan Leuchten (Leiter des Referats „Klimagerechte Mobilität, Elektromobilität, Lade- und Tankinfrastruktur“, MWIKE), Bodo Sentker (Direktor, Sustainable Finance Client Solutions Firmenkunden, Deutsche Bank), Jörg Steinhoff (Leitung Transport und Logistik, Deutsche Leasing Gruppe), Bernd Reining (Geschäftsführer, ILS – Innovative Logistic Solutions).
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
19.05.2025
Regionale Innovationskraft für die Chemie – Berlin und Brandenburg im Dialog
Die Kombination aus einem starken Start-up-Ökosystem in Berlin und industriellen Produktionsstandorten in Brandenburg – etwa in Schwedt – bietet große Perspektiven für eine innovative und nachhaltige Chemieindustrie in der Hauptstadtregion. Das wurde bei einer Veranstaltung des Regionalforums Berlin-Brandenburg der Wirtschaftsvereinigung der Grünen deutlich, die von Nicole Ludwig und Michael Knoll geleitet wurde. Zentrale Impulse kamen von Marion Hitchcock, Managing Director des Berlin Center for Gene and Cell Therapies bei Bayer, das als Inkubator für Gründerinnen und Gründer fungiert, sowie von Martin Rahmel, Koordinator von greenCHEM, einem wachsenden Ökosystem für chemische Innovation und Technologietransfer. Beide zeigten auf, wie Forschung, Unternehmertum und industrielle Anwendungen in der Region effektiv zusammengebracht werden können. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik nahmen aktiv an der Diskussion in Potsdam teil. Sergey Lagodinsky, Mitglied des Europäischen Parlaments für Brandenburg und aktiv im Industrieausschuss, sowie Andrea Lübcke, bald Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Wissenschaftsausschuss, diskutierten gemeinsam mit Unternehmensvertretern über die Rolle etablierter Betriebe – etwa Raffinerien – im Wandel hin zu nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit. Besondere Einblicke aus der Gründungspraxis boten Dr. Rhea Machado von der Porelio GmbH, die an Lösungen zur Entfernung von Schadstoffen aus der Umwelt arbeitet, sowie Eric Matthes von Nanolope, einem Start-up für neuartige Wärmespeichertechnologien. Beide zeigten eindrucksvoll, welches Potenzial in der Transformation der Chemiebranche steckt – gerade auch in Berlin-Brandenburg. GreenCHEM wird unter anderem von der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin-Chemie Menarini, Covestro AG und weiteren Partnern getragen. Die Veranstaltung hat gezeigt: Berlin-Brandenburg kann ein zentraler Standort für die chemische Transformation der Zukunft sein.
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen
25.03.2026
Zukunft des Innovationsstandorts Berlin-Brandenburg
Wie machen wir Berlin zur ScaleUp-Hauptstadt? Konkrete Ideen für Innovation an der Spree diskutierten mit der Spitzen-Grünen Bettina Jarasch bei uns betahaus-CEO Maximilian von der Ahé und weitere Unternehmen sowie unsere Vorstände Stephan Beyer und Volker Ratzmann bei unserem Regionalforum Berlin-Brandenburg, geleitet von Michael Knoll, GASAG. Grundlage war auch ein Papier des Berliner Startup-Verbands. Klar ist: Es braucht einen echten Push. Einige Punkte aus der Diskussion: Wachstumskapital vom Start-Up zum Scale-Up ist entscheidend, um Wertschöpfung in Berlin zu sichern – sonst wandern die jungen Unternehmen ab oder werden aufgekauft. Die politische Herausforderung ist, hierfür Strukturen zu schaffen – und Bürokratie abzubauen. „Capital Concierge“: Eine zentrale Anlaufstelle für Investoren in der Senatsverwaltung, mit starker Position gegenüber allen Behörden. Kapital für Investitionen gibt es genug, es muss aber nach Berlin geholt werden. Start-Ups/Scale-Ups müssen Chef:innen-Sache werden in der Landesregierung. Es ist eine Frage des politischen Willens, neue Unternehmen zu unterstützen. Wichtige Funktion des Staates: Kunde sein, Leitmärkte aufbauen. Über Nachfrage/Einkauf kann die öffentliche Hand viel bewirken. Es gibt gute Voraussetzungen bei Health Tech mit der Berliner Gesundheitslandschaft, bei Green Tech mit den Hochschulen, auch Defense ist ein wichtiges Thema. Von München lernen: UnternehmerTUM-Aufbau hat lang gedauert, aber bietet heute ein interessantes Ökosystem. Solche Akteure gilt es mit den Unis aufzubauen. Auch eine Kulturfrage: Geld verdienen darf in Berlin nicht als „igitt“ gelten. Auf Unternehmen statt nur auf Kultur und Wissenschaft stolz sein. Berlin braucht ein Leitbild. „Arm aber sexy“ funktioniert nicht mehr – aber Freiheit und Mut zu Neuem machen die Stadt weiter aus. Hieraus müssen wir gemeinsam etwas machen.
Innovation, Digitalisierung und TechnologieRegionalforen