Greentech auf der Hannover Messe 2026

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Bei der Hannover Messe 2026 sprach die Wirtschaftsvereinigung der Grünen mit vielen Technologie-Unternehmen, die hier und heute das hinkriegen, was unsere Wirtschaft auch morgen noch zukunftsfähig macht.

Modern statt von gestern, und das nachhaltig: Darum ging es bei den Gesprächen zusammen mit Dr. Franziska Brantner, Parteichefin der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unserem Vorsitzenden Karl Haeusgen, unserem Hauptgeschäftsführer Martin Kaul und unserem Leiter Wirtschaftsbeziehungen Christian Forster.

Beispiel Schwarz Digits: Mit dem Unternehmen – Mitglied der Wirtschaftsvereinigung der Grünen – haben wir über Cloud-, Cybersecurity- und Dateninfrastruktur „made in Europe“ gesprochen. Im Mittelpunkt stand die Frage digitaler Souveränität. Souveräne Cloud-Lösungen können dazu beitragen, energieeffiziente und datenschutzkonforme IT-Infrastrukturen aufzubauen. Gleichzeitig entstehen durch Green IT, effiziente Rechenzentren und transparente Datennutzung entlang von Lieferketten neue Potenziale für mehr Nachhaltigkeit.

Auch SEW-EURODRIVE haben wir auf der Messe besucht. Als führender Anbieter von Antriebs- und Automatisierungstechnik verbindet das Unternehmen Hardware und Software zu integrierten Lösungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Energieeffizienz industrieller Prozesse. Durch Effizienzsteigerungen in globalen Produktions- und Logistiksystemen ergeben sich erhebliche Beiträge zur Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen.

Mit Agile Robots SE haben wir ein innovatives Deep-Tech-Unternehmen kennengelernt, das im Bereich KI-gestützter Robotik stark wächst. Automatisierungslösungen ermöglichen hier eine präzisere Produktion und helfen, Material- sowie Energieverbrauch zu reduzieren. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz trägt dazu bei, Prozesse zu optimieren und industrielle Wertschöpfung effizienter zu gestalten.

Auch bei Schaeffler waren wir im Austausch. Der weltweit tätige Technologiekonzern in den Bereichen Mobilität und Industrie treibt die Transformation hin zur Elektromobilität aktiv voran und entwickelt energieeffiziente Komponenten – unter anderem für Wasserstoffanwendungen. Gleichzeitig verfolgt das Unternehmen eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie mit klaren Zielen zur CO₂-Reduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Diese Unternehmen überlassen Greentech-Chancen nicht China – sondern nutzen unsere Stärken als Technologienation und Exportstandort. Und es gibt viele weitere, mit denen wir in Hannover gesprochen haben über das, was sie schaffen – und was sie von der Politik dafür brauchen. Danke an B2SQUARE, Einklang Energy, ebm-papst, production.AI GmbH, Wandelbots und viele andere…

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13.02.2025
Zukunft der Netze für den Standort Deutschland
Der Ausbau der Netze für eine sichere Versorgung, günstige Preise und erneuerbare Energien ist ein zentrales Thema für den Standort Deutschland. In einer Diskussion mit Tobias Goldschmidt, Minister für die Energiewende in Schleswig-Holstein, erörterten die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen aus dem Cluster Energie und Wärmewende die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Schleswig-Holstein hat unter der Schwarz-Grünen Regierung bedeutende Fortschritte beim Ausbau der Windkraft erzielt, weshalb das Thema Netze von hoher Relevanz für das Land ist. Im Rahmen der Diskussion wurden mehrere zentrale Punkte angesprochen. Dazu zählt die Notwendigkeit, die Entgelte für den Netzausbau aus dem Strompreis herauszulösen, um eine transparentere Kostenstruktur zu schaffen. Zudem ist Planungssicherheit entscheidend für Investitionen, und es obliegt der Politik, diese zu gewährleisten. In den Unternehmen herrscht zudem Skepsis gegenüber den unterschiedlichen Strompreiszonen im Land. Der Kostenvorteil von Freileitungen im Vergleich zu Erdkabeln wurde ebenfalls thematisiert, sowie die wichtige Rolle der gesellschaftlichen Akzeptanz für den Leitungsbau und die damit verbundenen Kosten. Des Weiteren wurden Fondslösungen zur Mobilisierung privaten Kapitals diskutiert, die eine verbesserte Regulierung erfordern. Auch die Rolle der Reservekraftwerke und die Möglichkeit für Unternehmen, ihre Stromnachfrage dynamisch an das aktuelle Angebot und die Preise anzupassen, fanden Beachtung. Diese Themen erfordern dringende Aufmerksamkeit der nächsten Bundesregierung, unabhängig von ihrer politischen Zusammensetzung. Die Wirtschaft ist bereit für einen lösungsorientierten Austausch und setzt sich aktiv für die Energiewende ein, um Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit voranzutreiben.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
08.06.2023
„Anreiz, industrielle Prozesse zu elektrifizieren“: Ökonom Jens Südekum in Debatte #2 zum Industriestrompreis
Ein Industriestrompreis kann den Umbau der Wirtschaft Richtung Klimaneutralität beschleunigen, ohne dass dabei energieintensive Unternehmen ihren Standort aus Deutschland heraus verlagern. Das erklärte der Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum in dem Dialogformat „Wirtschaft wissenschaftlich“ der Wirtschaftsvereinigung der Grünen mit Teilnehmer*innen aus Unternehmen und Politik. Wenn energieintensive Unternehmen beim Strompreis bis 2030 Planungssicherheit haben, so der Ökonom, können sie in die Elektrifizierung ihrer bislang fossil betriebenen Prozesse investieren, etwa in der Aluminiumproduktion oder bei der Halbleiterherstellung. Entscheidend sei der Transformationsstrompreis, so Südekum. Dies ist der in der kontroversen öffentlichen Debatte vielfach übersehene erste Teil des vom BMWK vorgeschlagenen Konzepts. Hier wird der massive Ausbau der erneuerbaren Energien kombiniert mit einem besseren Zugang der Industrie zu günstigem grünem Strom. Dieser soll in Anlagen erzeugt werden, die mit Contracts for Difference (CfD) – den so genannten Klimaschutzverträgen – finanziert werden, und dann mit Power Purchase Agreements (PPA) direkt an Unternehmen abgegeben werden; dies soll verstärkt auch für mittelständische Unternehmen ermöglicht werden. Der Brückenstrompreis soll gegen eine Reihe von Bedingungen für energieintensive Unternehmen einen Preis von 6 Cent pro Kilowattstunde sicherstellen, für 80 Prozent ihres Verbrauches. Die Differenz zum Börsenstrompreis wird erstattet. Dieser beträgt derzeit knapp 8 Cent, so Südekum. Ohne einen solchen Industriestrompreis würden manche Unternehmen voraussichtlich ihren Standort verlagern. Es sei sinnvoll, für den Industriestrompreis die zur Verfügung stehenden Gelder aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und dem sogenannten „Doppel-Wumms“ zu nutzen. Bis 2030 sei, wenn der vom Wirtschaftsministerium angestrebte Ausbau der Erneuerbaren umgesetzt wird, dann genug günstiger grüner Strom vorhanden, zeigte sich Südekum überzeugt. In diesem Punkt äußerten sich einige Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung skeptisch – wenn die Stromnachfrage mit der fortschreitenden klimafreundlichen Elektrifizierung stark steigt, sehen die Unternehmen das Risiko langfristig hoher Strompreise. Damit der Industriestrompreis als Brücke funktionieren könne, müsse am Ende der Brücke auch wirklich ein neues Ufer sein. Auch wurde von Mitgliedern die Frage aufgeworfen, wie der Industriestrompreis sich auf den Spot- und Terminmarkt auswirken werde – hier könnte der Industriestrompreis über Marktmechanismen Auswirkungen haben auf Unternehmen, die gar nicht direkt mit ihm in Berührung kommen.   Südekum ist Professor an der Universität Düsseldorf und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Die Diskussion war die zweite in einer Reihe zum Industriestrompreis. In einer ersten Veranstaltung hatten sich die wirtschaftspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion Sandra Detzer und der Industriepolitiker Felix Banaszak mit Vertreter*innen aus Unternehmen ausgetauscht. Im dritten Termin der Reihe ist ein Gespräch mit Michael Kellner MdB geplant, er ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Mehr zum Arbeitspapier des Wirtschaftsministeriums
Allgemein
02.04.2026
„Grüne freiheitliche Politik“ – Karl Haeusgen in der WELT
Wie kann eine grüne freiheitliche Politik aussehen? Dazu befragte WELT-Redakteur Jan Alexander Casper unseren Vorsitzenden Karl Haeusgen und andere anlässlich der aktuellen Debatten. „Deutschland braucht ein kohärentes Steuerreformkonzept. Keines, das einzelne Maßnahmen isoliert debattiert, sondern eines, das Leistungsfähigkeit und Fairness zusammendenkt“, sagt Haeusgen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN könnten dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Haeusgen selbst ist kein Parteimitglied. „Eine wettbewerbsfähige Unternehmensbesteuerung ist keine Klientelpolitik, sondern Standortpolitik.“ Die deutsche Körperschaftsteuer liege „strukturell über dem internationalen Wettbewerbsniveau – das kostet Investitionen und damit Arbeitsplätze“. Haeusgen zufolge wäre es gleichzeitig „klug, die Frage sehr hoher privater Vermögen nicht zu tabuisieren. Was Ökonomen wie Gabriel Zucman vorschlagen – eine maßvolle, international koordinierte Mindestbesteuerung großer Vermögen, die Kapitalflucht durch multilaterale Vereinbarungen verhindert – ist kein Angriff auf Eigentum, sondern ein Beitrag zur Systemstabilität.“ Eine Gesellschaft, in der sich Leistung lohne und in der exzessive Vermögenskonzentration nicht zur Erosion des Gemeinwesens führe, sei die bessere Grundlage für unternehmerischen Erfolg. Auslöser war unter anderem ein öffentlicher Impuls von Dr. Franziska Brantner und Belit Onay zu grünem Liberalismus. Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen, erklärte Haeusgen, sei in jedem Fall offen für heimatlos gewordene Liberale. Gemeinsam für die tragfähige Transformation, wettbewerbsfähig und klimaneutral. Hier der Artikel der WELT (Paywall): Neue Wählerklientel?: Jetzt beginnt das grüne Werben um „heimatlose Liberale“ – WELT
Pressemitteilung