„Gesamtverteidigung“ braucht starke Infrastruktur und Industriepolitik

Alle Beiträge

Für die Abschreckung möglicher Aggressoren braucht Deutschland auch gute Straßen und Schienen, einen resilienten Energiesektor, und industrielle Produktionskapazitäten. Denn im Falle des Falles müssen für die so genannte Gesamtverteidigung Wirtschaft, Politik, Gesellschaft fähig sein, die nötigen Ressourcen kurzfristig und dauerhaft zur Verfügung zu stellen. „Sicherheit, auch militärische, sollte nicht auf die Ausstattung der Bundeswehr verengt werden“, so heißt es in dem heute veröffentlichte Perspektivenpapier des Kompetenzclusters Sicherheit der Wirtschaftsvereinigung der Grünen.

Es geht um alle Strukturen des Landes und hier besondere die der Wirtschaft. Verkehrsnetze müssen stark genug sein, um nötigenfalls viel Material an die Grenzen des Landes oder der Nato zu transportieren. Und es solle beizeiten vorgeplant werden, wie im Spannungsfall die Produktion militärischer Güter hochgefahren werden kann, so das Papier. Natürlich braucht es dafür Geld. Dies alles, um eine glaubwürdige Abschreckung sicher zu stellen und dadurch eine Eskalation von vornherein zu verhindern.

Hier das Papier

Weitere Meldungen

Alle News
10.06.2026
Karl Haeusgen: Gesamtpaket statt Stückwerk
Anlässlich des Treffens der Regierungskoalition mit Gewerkschaften und Verbänden erklärt unser Vorstandsvorsitzender Karl Haeusgen: „Wir brauchen statt wieder nur Stückwerk jetzt endlich ein Gesamtpaket an Reformen. Von einer Erhöhung der Spitzensteuersätze bis zu einer Senkung der Unternehmenssteuer, von einem Anstieg des Rentenalters bis zu einer Reform der Erbschaftssteuer: Wenn alle in unserem Land etwas beitragen, wirklich alle, dann kann das auch für alle etwas bringen. Mehr Jobs, mehr Wachstum, mehr Wohlstand. Mehr Zusammenhalt durch Ausgleich der Mitte statt Spaltung durch Hetze von ganz rechts.“
Allgemein
15.06.2026
Perspektivenpapier Digitale Souveränität
Wie sichern wir Digitale Souveränität für Deutschland und Europa? Dazu haben wir heute ein neues Papier veröffentlicht. Mit Perspektiven aus der Praxis – erstellt mit Mitgliedsunternehmen in unserem Fachforum Innovation, Digitalisierung und Technologie, geleitet von Dr. Stephan Beyer (CFO Dryad) und Heike Discher (CEO heinekingmedia GmbH). Digitale Souveränität ist kein Zustand, sondern ein strategischer Prozess. Europa bleibt Teil globaler Technologieökosysteme, muss aber die Fähigkeiten stärken, zentrale digitale Infrastruktur, Daten und Anwendungen unter eigenen Regeln zu betreiben. Die derzeitige Debatte greift häufig zu kurz: Rechenzentren allein schaffen noch keine digitale Souveränität. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Infrastruktur, Daten, Software, Energie, Kapital – und strategische Marktgestaltung für Resilienz: Öffentliche Beschaffung strategisch nutzen Investitionen in KI-, Cloud- und Chipinfrastruktur stärken Europäische Datenräume und offene Standards aufbauen Skalierung, Wettbewerb und digitale Wertschöpfung in Europa fördern Das Perspektivenpapier in Gänze finden Sie hier. Der Europe.Table hat darüber berichtet, hier geht es zum Beitrag (Paywall).
Innovation, Digitalisierung und Technologie
11.12.2025
GEG: Weiter keine Planungssicherheit
„Weiter keine Planungssicherheit – das ist beim Gebäude-Energie-Gesetz Ergebnis des Koalitionsausschusses. Mangelnde Planungssicherheit aber ist eine Investitionsbremse. Das ist ein übles Weihnachtsgeschenk für die Wirtschaft, für Anbieter von Fernwärme und Wärmepumpen“, kommentiert Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Beide brauchen Klarheit statt nur neue bunte Schleifchen beim Namen des Gesetzes, wie die Regierung sie jetzt angekündigt hat. Der Markt für Wärmepumpen liegt dieses Jahr voraussichtlich um 50% über 2024, hier muss die Politik die Unternehmen einfach machen lassen. Und die Fernwärme braucht klare Ordnungspolitik und Förderregeln, sonst wird sie teurer“, so Wolff weiter. „Das Ziel günstiger, sicherer, grüner Wärme wird am Ende nur mit klimaneutraler Energie erreichbar. Ignoriert das die Koalition, so lässt sie die Haushalte in die Kostenfalle steigender Gaspreise laufen – und macht unser Land erpressbar durch fossile Importe aus Autokratien wie Russland. Deshalb sollte die Koalition sich hier endlich ehrlich machen: Auf Dauer nützt der Umstieg auf nachhaltige Wärme unserer Wirtschaft – und uns allen.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik