Für Begrenzung von Bürokratie den Praxis-Check jetzt breit einführen: Statement des Vorstands

Alle Beiträge

Das Kabinett hat heute das Bürokratie-Entlastungs-Gesetz IV beschlossen. „Gut, dass die Bundesregierung Schritt für Schritt in Richtung Bürokratieabbau geht,“ erklärte hierzu Heike Discher als Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung. „Neben vielen sinnvollen Einzelpunkten braucht es aber auch ein neues Denken, neue Verfahren.“ Und das ganz konkret.

„Der Praxis-Check des Bundeswirtschaftsministeriums, bei dem die Beamten gemeinsam mit Fachleuten aus der Praxis bereits bei der Entwicklung von Regelungen deren mögliche bürokratische Folgen und Hemmnisse erkennen und vermeiden, ist ein guter Ansatz,“ so Discher. „Ausprobiert wurde er beim Solarpaket, jetzt sollte er wirklich breit eingeführt werden. Genauso wie das Once-Only Prinzip. Und wir sollten alle miteinander lernen, dass schnell und einfach besser ist als perfekt. Wenn Bürokratie abgebaut wird, müssen auch Unternehmen aushalten, dass nicht jeder Verwaltungsakt perfekt ist. Das hilft dann allen.“

Weblink zum Bürokratie-Entlastungs-Gesetz

Weblink zum Praxis-Check

Weitere Meldungen

Alle News
31.01.2025
„AfD ist eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft“: Statement der Vorstandsvorsitzenden
Diesen Freitag könnte zum zweiten Mal diese Woche ein CDU-Antrag zu Migrationspolitik im Bundestag mithilfe der AfD und der FDP beschlossen werden. Hierzu erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen:  „Die AfD setzt auf die Spaltung unserer Gesellschaft. Sie ist eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft und damit für unser aller Wohlstand, sie ist eine Gefahr auch für die Transformation zur Nachhaltigkeit. Die Hetze der Rechtspopulisten gegen Zuwanderung und etwa ihr Fantasieren von einem eventuellen Ausstieg aus EU und Euro gehen gegen die Interessen der Unternehmen in unserem Land. Alle demokratischen Kräfte sollten sich dem entgegen stellen. Und gemeinsam fokussieren auf die Sicherung unseres Standorts.“
Allgemein
26.09.2025
Bürokratieberg abtragen: Perspektivenpapier veröffentlicht
Über lange Jahre ist der Bürokratieberg angehäuft worden – in den vergangenen vier Jahrzehnten 32 Jahre unter von der CDU-CSU geführten Bundesregierungen, 8 Jahre unter SPD-geführten. Wenn Schwarz-Rot nun diesen Berg abzutragen hilft, wie jetzt für die Kabinettsklausur der Bundesregierung am Montag angekündigt, unterstützen wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen das sehr. Heute haben wir ein Perspektivenpapier mit konkreten Vorschlägen veröffentlicht. Das Thema muss parteiübergreifend angepackt werden. „Bürokratieabbau ist für die deutsche Wirtschaft erfolgskritisch. Er wird nur gelingen, wenn er im Dialog mit der Wirtschaft vonstatten geht“, sagte unsere Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff. Unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul erklärte: „Damit die Ankündigungen der Bundesregierung keine Ankündigungen bleiben, sollte dringend eine Dialoggruppe mit Wirtschaft und Wissenschaft die Umsetzung beraten und überprüfen. Dabei muss es darum gehen, was für Regeln gezielt abgebaut werden, nicht nur blind wie viele. Die Staatsmodernisierung sollte fokussieren auf das zweifache Ziel, unser Land wettbewerbsfähig und klimaneutral zu machen, doppelt zukunftsfest.“ Hier das vollständige Perspektivenpapier. Im Hauptstadtbriefing von Pioneer Media wurde das Papier bereits aufgegriffen.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
11.03.2026
Industriestandort ländlicher Raum: Perspektiven aus dem Sauerland
Zu Gast bei WEPA in Arnsberg diskutierte die Wirtschaftsvereinigung der Grünen gemeinsam mit Sandra Stein MdB, Jörg Nolte von der IHK Arnsberg Hellweg-Sauerland sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen über die Zukunft des Industriestandorts im ländlichen Raum. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Bedeutung der Industrie außerhalb der Metropolen. Ein Großteil der industriellen Wertschöpfung findet im ländlichen Raum statt: Mehr als 70 Prozent der rund 5,5 Millionen Industriebeschäftigten arbeiten dort. Allein im Sauerland sind über 170 sogenannte Hidden Champions ansässig. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen stehen. Hohe Energie- und Personalkosten prägen die Standortbedingungen, während der internationale Wettbewerb zunehmend auch über Innovation und Qualität geführt wird. Zugleich zeigt sich: Gerade dieser Druck treibt Unternehmen dazu an, ihre Prozesse kontinuierlich zu optimieren und Innovationen voranzubringen. Automatisierung, Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gewinnen auch in klassischen Industriezweigen an Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Fachkräftesicherung. Viele industrielle Arbeitsplätze – insbesondere in der Produktion und im Schichtbetrieb – stehen vor einem wachsenden Nachwuchsproblem. Umso wichtiger sind ein leistungsfähiges Bildungssystem und eine attraktive berufliche Ausbildung. Das Gespräch unterstrich die zentrale Rolle des industriellen Mittelstands im ländlichen Raum für die wirtschaftliche Stärke Deutschlands. Gleichzeitig wird im Sauerland deutlich, welches Potenzial im industriellen Wandel liegt: Die Region bietet zahlreiche Beispiele dafür, wie Nachhaltigkeit, Transformation und technologische Innovation zu konkreten Wettbewerbsvorteilen werden können.
Klimaneutralität, Energiewende und IndustriepolitikRegionalforen