Flexibilitäten im Strommarkt

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Wie kann Flexibilität im Stromsystem genutzt werden, um Kosten zu senken und zugleich die Energiewende voranzubringen? Mit Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktionraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Wolf-Peter Schill vom DIW Berlin haben sich hierzu diese Woche unsere Mitglieder ausgetauscht. Unsere Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff skizzierte in ihrer Begrüßung die aktuellen Herausforderungen.

Der notwendige Ausbau der Stromnetze sowie der Netzanschlüsse für Erneuerbare und Speicher lässt die Systemkosten steigen und macht das Netzengpassmanagement zunehmend komplex. Gleichzeitig wird Strom aus erneuerbaren Anlagen noch zu häufig dann erzeugt, wenn er nicht benötigt wird – und viele Anlagen sind bislang nicht steuerbar. Preissignale für netzdienliches Verhalten sind daher unerlässlich.

Eine Erkenntnisse aus den Impulsen und dem Austausch:

Für aktuelle Zahlen zu Energiepreisen, Energiespeichern und Erneuerbaren lohnt sich ein Blick hierhin.

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24.03.2026
Impulspapier: Nachbessern für eine echte Gebäudemodernisierung
Wirksame Wärmewende statt Kostenrisiken und Klimarisiken: Zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen heute ein Papier veröffentlicht. Nur mehr erneuerbare Energie für Heizungen begrenzt den zu hohen Ausstoß von Treibhausgasen im Gebäudesektor auf Dauer – und nur heimische Energie statt fossiler Importe sichern unsere Unabhängigkeit. Diese Ziele verfehlen die Eckpunkte der Bundesregierung für ein Gebäudemodernisierungsgesetz leider deutlich, wie das Papier zeigt. „Statt die Wärmewende pragmatisch umzusetzen, wollen CDU/CSU und SPD das Gebäudeenergiegesetz zur Gesichtswahrung ideologisch demontieren. Das schadet unserer Wirtschaft, schadet dem Klima, schadet den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, erklärte die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Dr. Marie-Luise Wolff. Dem selbst gesetzten Anspruch der Technologieoffenheit wird der Entwurf des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nicht gerecht, weil er Fernwärme relativ benachteiligt. Dem Anspruch auf Kosten-Effizienz wird er nicht gerecht, weil der Entwurf auf Biogas setzt, was hohe Kostenrisiken birgt. Die für diesen Mittwoch im Kabinett angesetzte Beratung des GMG-Entwurfs wurde verschoben – was auf Zwist hindeutet und weitere Unsicherheit im ohnehin schon verunsicherten Markt auslöst. Es bedeutet zugleich: Nachbesserungen sind noch möglich. Unser Papier bietet dafür Viorschläge: Ein äquivalentes Instrument zur 65-Prozent-Regel definieren, das einen glaubhaften Weg zur Emissionsminderung bis 2030 und Klimaneutralität im Gebäudesektor 2045 festlegt. Einen robusten Rückfallmechanismus für die Evaluierung 2030 etablieren. Echte Technologieoffenheit bei klimaneutralen Heizsystemen umsetzen. Kostenfalle bei Gas- und Ölheizung vermeiden durch eine verlässliche Biomassestrategie, den Ausbau eines europäischen Biomethanmarktes und klare Kommunikation zu möglichen Preissteigerungen. Die Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) 1:1 umsetzen. Das Impulspapier in Gänze finden Sie hier.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
12.02.2026
Wirtschaftsvereinigung der Grünen in Brüssel: Energiepreise, Industriepolitik und Transformation
Die Perspektiven unserer Mitglieder in die europäische Politik einbringen sowie Handlungsfelder identifizieren – das war das Anliegen einer Delegationsreise der Wirtschaftsvereinigung der Grünen nach Brüssel. Im Mittelpunkt standen energie- und klimapolitische Prioritäten, die Transformation der europäischen Industrie unter Wettbewerbsdruck sowie Fragen der Investitions- und Planungssicherheit für Unternehmen. In Gesprächen mit Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktion, darunter Jutta Paulus, Daniel Freund und Sergey Lagodinsky, sowie mit Vertreter:innen der Europäischen Kommission und des renommierten Think Tanks Institute for European Environmental Policy (IEEP) wurden zentrale Fragen der europäischen Wirtschaftspolitik diskutiert: die Weiterentwicklung des EU-Emissionshandels (ETS), die Nutzung von ETS-Einnahmen zur Stabilisierung von Energiepreisen, die Förderung von Investitionen in saubere Technologien und die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. Ein besonderes Highlight war das Format „Pastries & Policy“, bei dem Vertreter:innen aus Politik und Wirtschaft sich in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens über zentrale Spannungsfelder der europäischen Energie- und Klimapolitik austauschten. Hier wurde deutlich, wie wichtig ein Dialog ist, der praxisnahe Perspektiven aus Unternehmen in politische Prozesse einbringt, um verlässliche Rahmenbedingungen für eine tragfähige Transformation zu schaffen. Darüber hinaus boten die Treffen Gelegenheit, die politischen Prioritäten der Europäischen Union besser zu verstehen und Anknüpfungspunkte für zukünftige Gespräche zu identifizieren. Die Brüsselreise hat erneut gezeigt, dass Transformation nur im engen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gelingen kann.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
09.11.2023
Maritime Wirtschaft: Finanzierung ist Herausforderung bei Ausbau der Windenergie auf See
Was sind die Herausforderungen beim geplanten starken Ausbau der Windenergie auf See? Hierzu diskutierte der Beauftrage der Bundesregierung für die Maritime Wirtschaft, der Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek, mit Mitgliedern und Gästen der Wirtschaftsvereinigung der Grünen aus dem Energiesektor. Perspektivisch soll ein Drittel des deutschen Strombedarfs durch Windkraft auf See gedeckt werden. Ein wichtiger Faktor ist die Finanzierung, darin waren sich alle einig. Etwa die Umspannplattformen kosten von der Elektrik bis zum Bau in der Werft mehr als zwei Milliarden Euro. Dies zu finanzieren ist für viele Akteure schwierig. Die Bundesregierung will hier mit Garantien unterstützen. Zu den Herausforderungen zählten die Fachleute auch die Verzahnung der Ebenen EU, Bund, Land. Es brauche rechtzeitig Planungssicherheit, gerade mit Blick auf Lieferkettenprobleme und Fachkräftemangel für die Offshore-Technik. Auch die Verzahnung mit dem Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ist herausfordernd; grundsätzlich lassen sich Windkraftanlagen auf See direkt mit Hydrolyseuren für die Produktion von grünem Wasserstoff kombinieren, aber dafür muss die Infrastruktur und der Markt soweit sein. Zugleich betonten die Akteure, die Windkraft auf See sei ein Chancenfeld: Für energiepolitische Unabhängigkeit, Jobs an Land, und Klimaneutralität. Und Europa, nicht die USA oder Asien, sei hier Technologieführer. Entwicklungsplan zum Ausbau der Offshore-Windenergie
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik