Wie lässt sich der europäische Energiebinnenmarkt fit machen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und stabile Preise? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer Clustersitzung „Energie & Wärmewende“ – mit Michael Bloss (MdEP, The Greens/EFA) und Dr. Tobias Rammel von RWE als Impulsgebern.
Deutlich wurde: Für Unternehmen ist legislative Kontinuität zentral – der europäische Green Deal und Clean Industrial Deal brauchen stabile Regeln, um wirken zu können. Unsicherheit durch ständige Änderungen gefährdet Investitionen.
Umstritten war der Vorschlag, günstige ausländische CO₂-Zertifikate nach Artikel 6 zuzulassen – sie könnten den EU-Emissionshandel unterlaufen und den Klimaschutz bremsen. Ein „RepowerEU 2.0“-Paket mit Netzausbau, mehr Speicher und gezielter Industriepolitik wurde als möglicher Weg skizziert, um hohe Strompreise und mangelnde Flexibilität anzugehen.
Mit Blick auf den kommenden ETS2 für Wärme und Verkehr ab 2027 betonten die Teilnehmenden die Dringlichkeit flankierender Maßnahmen: Ein zu schneller Preisanstieg müsse sozial abgefedert und mit gezielten Investitionen in Dekarbonisierung begleitet werden – finanziert aus den Einnahmen des Emissionshandels.