Digitalpakt Schule bringt ein Mehrfaches an Rendite für unsere Wirtschaft

Alle Beiträge

„Für den Wirtschaftsstandort ist der Digitialpakt Schule eine extrem wichtige Investition“, erklärte heute zur Einigung der Bundesländer mit dem Bundesminister für Bildung und Forschung die Co-Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Heike Discher. „Wir brauchen gut ausgebildeten Nachwuchs. Jeder Euro und jeder Cent für das das Bildungssystem stecken, bringt ein Mehrfaches an Rendite für unser Land. Ich bin daher sehr froh, dass der gerade erst ins Amt gekommene Bildungsminister zum Digitalpakt 2.0 eine Einigung mit den Ländern erreicht hat.“

„Nach der Wahl ist die nächste Bundesregierung daran zwar nicht gebunden – aber wir fordern die Politik auf, die erreichten Fortschritte nicht zurückzudrehen, sondern die digitale Bildung weiter auszubauen, und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit auszubauen“, betonte Discher. Es geht um die Verknüpfung von Digitalisierung und Bildung für die dringend erforderliche Sicherung von Fachkräften für den Arbeitmarkt. Der Digitalpakt 2.0 ist die Fortsetzung der wichtigen Fördermaßnahme zu Digitalisierung im Bildungswesen und war lange Zeit erfolglos in Verhandlung. Das Amt des Bundesbildungsministers hat nach dem Regierungsbruch bis zur Wahl Cem Özdemir von Bündnis 90/Die Grünen übernommen.

Weitere Meldungen

Alle News
29.01.2025
100 Prozent Grünstrom: Von und für Unternehmen einfach machen
Der Zugang zu Grünstrom hat sich durch die in den letzten Jahren stark steigende Erzeugung erneuerbarer Energien erheblich verbessert. Dennoch bleibt eine Grünstromlücke zwischen den Mengen auf dem Markt und den Bedarfen der Unternehmen bei einer vollen Elektrifizierung – hierzu hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen jetzt ein Papier veröffentlicht. Mit Eigenstromerzeugung könnten Unternehmen einen Teil dieser Lücke schließen. Allerdings stehen Unternehmen in der Praxis weiter hohe Hürden gegenüber, so die Veröffentlichung aus dem Kompetenzcluster Energie der Vereinigung: „Hier braucht die Wirtschaft jetzt mehr Freiheit für Grünstrom.“ Eine sichere Versorgung mit Grünstrom wird zunehmend zum Standortvorteil für Unternehmen. Wenn sie ihren Strom teils selbst sauber erzeugen oder von anderen Erzeugern zu attraktiven Konditionen beziehen, können sie sich Kostenvorteile sichern, Kundenforderungen erfüllen und ihre Außenwirkung verbessern. Sie sichern sich so auch gegen die steigenden CO2-Preise fossiler Energien ab.  Aus Sicht der Unternehmen kann eine Reihe konkreter Maßnahmen helfen: Genehmigungen der Behörden beschleunigen und vereinheitlichen: Bund, Länder und Gemeinden müssen sich auf bundeseinheitlich gültige Fristen und Bedingungen für Anlagengenehmigungen einigen und die Landesbauordnungen vereinheitlichen. Behördliche Genehmigungsfristen für Anlagen mit einer Leistung bis 1 Megawatt sollten auf maximal vier Wochen verkürzt, Grünstromanlagen von und für Unternehmen sollten eine baurechtliche Privilegierung erhalten. Prosuming anreizen, Hürden für Eigenverbrauch konsequent abbauen: Die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung sollte vom einzelnen Gebäude gelöst und für ganze Gebäudegruppen und Firmengelände gelten (etwa Produktionsstätten an einem Standort). Die sogenannte Anlagenverklammerung im Stromsteuerrecht sollte zügig aufgehoben werden. Netzanschlüsse beschleunigen und Netzausbau smart umsetzen: Die Fristen und die von den Antragstellenden abgefragten Informationen für Netzanschlüsse sollten bundesweit standardisiert und harmonisiert werden. Die Möglichkeit, für mehrere Erzeugungsanlagen einen gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt zu nutzen, sollte rasch regulatorisch ausgebaut werden. Investitionen in Batteriespeicher besser ermöglichen: Batteriespeicher müssen konsequent ausgebaut, im Strommarktdesign berücksichtigt und Geschäftsmodelle mit diesen ermöglicht werden. Dafür brauchen wir eine Lösung für die Netzentgelte über 2029 hinaus, eine Standardisierung und Reduzierung der Baukostenzuschüsse und insbesondere eine Anreizung netzdienlicher Stromspeicher. PPA-Markt für den Mittelstand: Insbesondere KMUs sollte der Zugang zum Markt für Grünstromlieferverträge (Power Purchase Agreements) erleichtert werden, durch marktgetriebene Standardisierung der Verträge und staatliche Absicherung von Zahlungsansprüchen der Erzeuger*innen. Alle Einzelheiten finden Sie im Perspektivenpapier des Kompetenzclusters Energie.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
14.06.2024
Mitglieder verdoppelt, Wucht verdoppelt: Fusion grüner Wirtschaftsverbände
Die grünen Wirtschaftsverbände bündeln ihre Kräfte: Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen und der Grüne Wirtschaftsdialog haben am Freitag in Berlin ihre Fusion beschlossen. Mit mehr als 250 Unternehmen und Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft ist der neue Verband doppelt so groß wie zuvor die Einzelorganisationen. Mit dabei sind viele Mittelständler, aber auch Konzerne wie Siemens, SAP, Airbus, Bayer, Allianz, BASF, RWE, Schwarz-Gruppe, aus der ganzen Breite der deutschen Wirtschaft. „Uns eint, dass wir die Verbindung von Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit als Chance sehen – das eine geht nur zusammen mit dem anderen. Die Kombination der Ziele Wirtschaftlichkeit und Klimaneutralität kann eine Erfolgsgeschichte für den Standort Deutschland und für Europa sein, wenn wir es richtig anpacken“, sagte Thomas Fischer, einer der Vorstandsvorsitzenden des neuen Verbandes, bislang bei der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Das eint die beiden Verbände, es eint uns als Unternehmerinnen und Unternehmer. Und das wird schnell ganz konkret: Deutschland braucht Investitionen für die Transformation. Helfen können da etwa bessere Abschreibungsmöglichkeiten für saubere Technologien. Sparpolitik macht den Standort nicht zukunftsfest.“ „Deutschland braucht Investitionen – Sparpolitik nicht zukunftsfest“ Die Mitglieder beider Gründungsorganisationen haben mit gut 90% für die Verschmelzung gestimmt. Zusammensetzung und Arbeitsweise bleiben weitgehend unverändert. Die Vorstandsvorsitzenden der Gründungsorganisationen sind auch die des neuen Verbandes, bis zur Neuwahl des Vorstands 2025. „Die größere Wirksamkeit ist das, worum es uns geht. Wir organisieren den Dialog auf Augenhöhe zwischen Unternehmen und grüner Politik, lösungsorientiert und offen. Da muss in der Umsetzung einiges schneller und besser klappen“, sagte Gabriele C. Klug, Vorstandsvorsitzende des neuen Verbands, bislang beim Grünen Wirtschaftsdialog. „In der Breite der Branchen und wirtschaftspolitischen Themen können wir mit diesem Dialog zu praktikablen und belastbaren Antworten auf die Herausforderungen der Transformation beitragen. Stichworte wie Resilienz und Sicherheit, Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen, Bürokratieabbau, Energiethemen, aktuelle Arbeitsmarktthemen, namentlich das Potenzial von Frauen und die Erfahrungen aus der Arbeitsmigration, finden Sie in unseren nächsten Fachveranstaltungen und High-Level-Meetings. „Neustart ist ein Angebot an alle Unternehmen zum Mitmachen“ Der Name der neuen Organisation lautet „Wirtschaftsvereinigung der Grünen“, in der Außendarstellung verwendet sie die Subline „Wirtschaft im Dialog“. „Das ist ein ‚Merger of Equals‘“, erklärt Heike Discher, Vorstandsvorsitzende des neuen Verbands, bislang bei der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Uns ist wichtig, dass die Stärken der beiden Gründungsorganisationen in dem neuen Verband voll erhalten bleiben. Das gilt für die Transparenz unseres Handelns, mit eigenem Verhaltenskodex. Das gilt auch für den Bezug zur Politik: Die Grünen sind unser direktes Gegenüber, sie sind in dem von uns berufenen Beirat. Die Betonung liegt dabei auf ‚Gegenüber‘: Wir sind eben nicht mit ihnen identisch, sondern unabhängig. Wir bringen die Perspektiven aus den Unternehmen in die Politik.“  „Für Unternehmen ist es entscheidend, mit den passenden von der Regierung zu setzenden Rahmenbedingungen in einer Marktwirtschaft die Transformation zur Nachhaltigkeit zur organisieren, national, europäisch, global. Um damit den geo-ökonomischen Herausforderungen zu begegnen, dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, sagte Thomas Gambke, Vorstandsvorsitzender des neuen Verbands, bislang beim Grünen Wirtschaftsdialog. „Wir freuen uns, dass wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen durch die Fusion den Dialog der Unternehmen mit der Politik weiter stärken können. Und wir freuen uns über jede und jeden, die oder der jetzt mitmachen mag. Unser Neustart ist auch ein Angebot an alle Unternehmen, die sich beteiligen wollen – für den nachhaltigen Erfolg des Standorts Deutschland in Europa.“ Von Airbus bis zum großen Mittelständler: Zustimmung der Unternehmen Nicole Dreyer-Langlet von Airbus, Vice President, Research & Technology Representative Germany und Member of the Board of Airbus Operations GmbH, erklärte: „Die von der Gesellschaft vor dem Hintergrund einer dramatischen Klimaveränderung geforderten Transformation zu einer grundlegend nachhaltigen Wirtschaftsweise stellen Industrie und Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Nachhaltige Technologien müssen entwickelt und eingeführt werden, die entsprechende Infrastruktur – zum Beispiel für Nicht-fossile Antriebssysteme in der Luftfahrt – auch international aufgebaut werden. Dabei ist es enorm wichtig, dass Rahmensetzungen die Umsetzung marktwirtschaftlich erfolgreicher Lösungen zulassen – und deshalb ist der Dialog von Industrie und Politik von hoher Bedeutung. Wir freuen uns, dass durch die Fusion der beiden Vereine ‚Grüner Wirtschaftsdialog e.V.‘ und ‚Wirtschaftsvereinigung der Grünen e.V.‘ ein solcher Dialog intensiviert und verbreitert wird.“ Andreas Jäger, Geschäftsführender Gesellschafter der Jaeger Group, einer der vielen großen Mittelständler Deutschlands: „Aus weniger mehr machen: Effizienzvorteile durch reduzierten Einsatz von Rohstoffen und Energie sichern bei Jäger weiterhin Wertschöpfung in Europa. Um Net Zero in 2045 zu erreichen, brauchen wir wettbewerbsfähige und langfristig planbare Rahmenbedingungen. Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen ist eine Plattform, auf der ich unsere Ideen für eine pragmatische und bürokratiearme Umsetzung des ‚Green Deals‘ mit den Spitzenpolitikern der Grünen regelmäßig diskutieren kann. Durch die Fusion erhoffe ich mir mehr Input und weitere Ansprechpartner aus der Grüne Partei und Unternehmen Grüner Bundesvorstand: „Mit den Mitgliedern der Vereinigung haben wir ein Gegenüber aus der betrieblichen Praxis Für den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen erklärten dessen Vorsitzende Ricarda Lang und Omid Nouripour: „Mit der Fusion gewinnt die neue Wirtschaftsvereinigung der Grünen nochmal deutlich an Stärke, und das ist wichtig in dieser für den Standort Deutschland so entscheidenden Zeit. Mit den Mitgliedern der Vereinigung haben wir ein Gegenüber aus der betrieblichen Praxis. Der Wirtschaftsvereinigung geht es ums Bessermachen statt ums Schlechtreden. Zusammen die richtigen Wege zu den gemeinsamen Zielen von Wirtschaft und Politik suchen – so können wir Wohlstand nachhaltig sichern.“
Pressemitteilung
18.02.2025
Massiv Investitionen für Infrastruktur ermöglichen: Schuldenbremse reformieren
Straßen und Schienen, Schulen und Kitas, Netze für Daten und für Energie, auch Zukunftstechnologien: Wie finanzieren wir eine starke Infrastruktur und nachhaltiges Wachstum am Standort Deutschland – was ist hier der Auftrag an die nächste Bundesregierung? Hierzu diskutierten auf Einladung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen wenige Tage vor der Wahl die CFO des Übertragungsnetzbetreibers TenneT, Dr. Arina Freitag, der Haushaltsexperte der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Sven-Christian Kindler, die Vorständin der Stiftung KlimaWirtschaft Sabine Nallinger, und der Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung der Grünen Martin Kaul. Rund 100 Stakeholder waren dafür ins Berliner Basecamp von Telefónica gekommen oder im Livestream online dabei. Ganz konkret: Der Ausbaubedarf für das Leitungsnetz, das nötig ist für die Elektrifizierung der Wirtschaft und Unabhängigkeit vom russischen Gas, und für die Integration des rasch gewachsenen Angebots erneuerbaren Energien, ist enorm. Das zeigte Dr. Arina Freitag auf, und machte deutlich: Investitionen kosten, aber der Verzicht auf Investitionen kostet auch. Weil dann zum Beispiel Engpassmanagement nötig ist, oder sogar Unternehmen wegen knapper Stromkapazitäten ins Ausland streben. „Wir sind die Transformationsgeneration“, erklärte Sabine Nallinger. Bremsend sei alles Hin-und-Her. Verbrenner-Aus oder kein Verbrenner-Aus, Gebäudeenergiegesetz einschalten oder ausschalten. Dabei sei der Umbau zur nachhaltigen Wirtschaft ein Treiber von Innovation und sichere so auch technologisch die Zukunft. Die Schuldenbremse müsse reformiert werden, forderte deshalb Sven-Christian Kindler. „Wir müssen nicht nur die Investitionen der Zukunft finanzieren, sondern auch die der Vergangenheit“, sagte er – über viele Jahre sei in Deutschland deutlich zu wenig Mittel in die Infrastruktur gesteckt worden. Das müsse aufgeholt werden. Hinzu kommen die Klimarisiken, gegen die investiert werden muss. Und für die Verteidigung müsse in der dramatisch veränderten Sicherheitslage mehr Geld ausgegeben werden. Zugleich muss auch privates Kapital mobilisiert werden, so Martin Kaul. Entscheidend sei, mehr Planungssicherheit für Unternehmen bereit zu stellen: “Nur so könnten die notwendigen Investitionen ausgelöst werden, die wir so dringend brauchen.“
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa