Digitalisierung #2: Innovationen für Europa – von ‚Artificial Intelligence‘ bis ‚Smart Buildings‘

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Digitalize it – Smarte Innovationen für Europa: Hierzu haben auf Einladung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen rund hundert hochklassige Vertreter*innen aus Tech-Unternehmen und europäischer und deutscher Politik dreit Stunden intensiv diskutiert, für einen gemeinsamen digitalpolitischen Aufbruch. Dies gezielt auch vor dem Hintergrund des aktuellen Trilogs zur geplanten Verordnung der Europäischen Union zur Künstlichen Intelligenz, dem AI act. Diese wird von vielen Mitgliedern kritisch gesehen. Gemeinsames Anliegen mit der Politik ist, dass die Regeln AI Entwicklung in Europa weiter ermöglichen. Die Präsenzveranstaltung fand in Berlin bei dem Softwarekonzern SAP statt, der Mitglied der Wirtschaftsvereinigung ist.

Zu den Redner*innen zählten aus der Politik etwa Omid Nouripour als grüner Parteivorsitzender und Emily Büning als Politische Geschäftsführerin, und Anna Christmann MdB, beim Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz Beauftragte für digitale Wirtschaft. Aus dem Europäischen Parlament waren Alexandra Geese und Sergey Lagodinsky auf der Bühne, aus dem Bundestag Tabea Rößner, Maik Außendorf, Anja Liebert. Aus der Wirtschaft unter anderem Sebastian Wieczorek/Vice President AI Technology SAP, Holger Schell/Managing Director Software Engineering Schwarz IT, Jens Redmer/Principal New Products Development Google, Jan Hofmann/Program Lead AI und Digital Processes Telekom, oder Stephan Beyer/CEO nFrontier und in der Wirtschaftsvereinigung Leiter des Kompetenz-Clusters Digitales. 

Bei Punkten wie dem Datenschutz gab es durchaus einigen Diskussionsbedarf – hier wünschen sich viele Unternehmen bei voller Wahrung der Persönlichkeitsrechte zugleich mehr Flexibilität. Dies aber im Sinne eines Chancendialogs, insbesondere auch zu Smart Buildings, wo schon heute viel möglich wäre, um durch Steuerungstechnik Energie einzusparen. Hierzu sprachen zum Beispiel Vertreter*innen etwa von ista, Siemens, ABB oder Hager. Mit den Impulsen aus der Veranstaltung will die Wirtschaftsvereinigung jetzt programmatisch weiter arbeiten.

Hier das Programm mit allen Redner*innen

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28.09.2025
Agrartechnologie: Wie gelingt Innovation für Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft?
Automatisierung, Drohnen, Künstliche Intelligenz, Robotik und vernetzte Datenanalysen verändern unsere Nahrungserzeugung grundlegend – und eröffnen enorme Chancen für mehr Ressourceneffizienz. Wie können marktreife Lösungen schneller in die Fläche gebracht werden? Und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es, damit Investitionen in neue Technologien leichter gelingen? Im Kompetenzcluster Landwirtrschaft & Ernährung haben unsere Mitglieder sich hierzu ausgetauscht mit Ophelia Nick, Sprecherin für Landwirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, und Christina Umstätter, Leiterin des Thünen-Insituts für Agrartechnologie und Professorin für Digitale Landwirtschaft an der TU Braunschweig. Wichtige Punkte aus dem Gespräch: Deutschlands starke Forschungslandschaft bringt technische Neuerungen und Geschäftsideen hervor, auch Anschubfinanzierung ist vorhanden. Doch damit aus Start-ups erfolgreiche Unternehmen in Deutschland werden, braucht es mehr Kapital und verlässliche Rahmenbedingungen. Verlässliche Anreize und Investitionsbedingungen sind entscheidend, um technologische Fortschritte in der Breite wirksam zu machen. Hierfür lohnt sich ein Blick auf die Förderpolitik, wie sie gezielter und wirkungsorientierter eingesetzt werden kann. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen dabei Hand in Hand gehen. Dafür braucht es Transparenz gegenüber landwirtschaftlichen Betrieben: Sie müssen klar erkennen, welchen konkreten Nutzen Innovationen bieten – etwa bei Kosten, Effizienz, Ressourcenschonung, Resilienz, Arbeitsschutz oder der Bewältigung des Arbeitskräftemangels. Mut macht, dass Deutschland weltweit auf Platz zwei liegt bei Patentanmeldungen für digitale Landwirtschaft, so eine aktuelle Studie des Europäischen Patentamts.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
19.09.2025
Agrar-Handel, Tierhaltung, Präzisionsdüngung: Austausch mit CDU-CSU-Fraktionssprecher für Landwirtschaft
Vom Acker zum Teller: Wie kann die Nahrungsproduktion beides sein, wettbewerbsfähig und umweltverträglich? Mit Johannes Steininger, für die CDU-CSU-Fraktion im Bundestag  Agrar-Sprecher und Mitglied im Landwirtschaftsausschuss, diskutierten die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen über aktuelle Projekte der #Bundesregierung, überparteiliche Perspektiven – und wo es aus Sicht der Unternehmen relevante Lücken gibt. Stichwort Agrar-Exporte: Hier fehle es an bilateralen Handelsabkommen Deutschlands mit den Zielländern. Dadurch entsteht für die deutschen Erzeuger ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Ländern wie Spanien, Frankreich, Polen, die solche Agrar-Abkommen mit den Zielländern ihrer Exporte haben. Hier geht es um technische Dinge wie Veterinärzertifikate – die aber am Ende entscheidend dafür sein können, welche Export-Chancen die deutschen Erzeuger haben oder nicht haben. Bürokratie bei Geodaten abbauen für Digitalisierung Stichwort Tierhaltungskennzeichnung: Dies war kontrovers. Einige Mitglieder warben für mehr Mut bei der Verbraucher:innen-Information. Staatlicherseits ist hier nur eine sehr begrenzte Regelung geplant, mehr wäre denkbar – auch beim Außerhausverzehr, schon aus Fairness gegenüber dem Handel (in dem die Kennzeichnung teils greifen wird). Einigkeit herrschte, dass Importe hier gegenüber den einheimischen Produkten nicht besser gestellt werden sollten. Digitalisierung: Präzisions-Landwirtschaft bei Bodenbearbeitung wird erschwert durch Bürokratie bei den Geodaten. Das schwankt von Bundesland zu Bundesland und müsste dringend vereinheitlicht werden. Ein weiteres Thema: Fördermittel nicht für die Anschaffung sondern für die Nutzung der hochmodernen Maschinen, auch durch Dienstleister. So fördere etwa Baden-Württemberg den Einsatz von Präzisionsdüngung pro Hektar. Nächste Veranstaltung mit Ophelia Nick von den Grünen Mit dabei waren Mitglieder von Bayer und Corteva Agriscience bis Nestlé und PHW, von ProVeg und dem Industrieverband Agrar bis zur Schwarz-Gruppe Metro AG. Es moderierte Tim Schwertner, CCO oder J. Bauer GmbH. Und wir bleiben dran: Am 7.10. beim Roundtable zu Innovation in der Landwirtschaft für Nachhaltigkeit und Effizienz, dann mit  Ophelia Nick aus der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Allgemein
10.04.2024
Jahresbericht 2023 veröffentlicht: „Wir werben für’s Machen statt Jammern“
Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen hat ihren ersten Jahresbericht veröffentlicht. Auf 32 Seiten informiert sie über ihre Aktivitäten in ihrem Startjahr 2023. In weniger als einem Jahr hat die unabhängige unternehmerische Vereinigung mit den Grünen als direktem politischen Gegenüber bereits 100 Mitglieder gewonnen.  „2023 ist das Jahr, das für unseren Start steht, für das erste Jahr der Wirtschaftsvereinigung der Grünen,“ schreiben die Vorstandsvorsitzenden Heike Discher und Thomas Fischer in ihrem Vorwort. „Die Idee war vorher da, die ersten Mitstreiter*innen aus Unternehmenskreisen fanden sich vorher, die Gespräche mit führenden Grünen waren vorher. Aber 2023 wurde aus der Idee Wirklichkeit.“ Der Jahresbericht informiert über die Organisation vom Vorstand bis zum Politischen Beirat, über die Mitglieder und die Arbeit der Kompetenzcluster, über alle Aktivitäten von Digitalisierung bis Industriepolitik, und auch über die Finanzen des Vereins. Dies alles auch mit dem Ziel der Transparenz. „Zugleich aber möchten wir damit auch werben“, schreiben die Vorstandsvorsitzenden im Vorwort weiter. „Werben für’s Machen statt Jammern. Werben für neue Beweglichkeit statt alter Bedenken. Werben für Beteiligung, in der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Für ein Land, das nachhaltig stark ist.“ Lust zum Weiterlesen? Hier der Jahresbericht zum Reinklicken.
Pressemitteilung