Für die Wettbewerbsfähigkeit Europas wird digitale Souveränität zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor. Dabei geht es nicht um Abschottung, sondern um die Fähigkeit, bei kritischen Technologien echte Wahlmöglichkeiten zu haben, Abhängigkeiten bewusst zu gestalten und strategisch handlungsfähig zu bleiben.
Über Herausforderungen und Chancen von digitaler Souveränität diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Cybersicherheitsforschung bei unserem Round Table „Digitale Souveränität als Standortfaktor“ in den Räumen unseres Mitglieds Siemens in Frankfurt am Main. Mit dabei u. a. waren Anna Lührmann MdB, stv. Vorsitzende des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung und Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Hessen, und Mathias Wagner MdL, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag. Deutlich wurde: Deutschland und Europa verfügen in wichtigen Technologiefeldern bereits über starke Ausgangspositionen – etwa bei industriellen Daten, Sensorik, Automatisierung sowie der zunehmenden Konvergenz von IT und Operational Technology (OT). Entscheidend ist nun, diese Stärken in strategische Handlungsfähigkeit zu übersetzen.
Einige zentrale Punkte aus der Diskussion:
Die Diskussion machte deutlich: Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck. Sie stärkt die Resilienz, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa und wird damit zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für wirtschaftlichen Erfolg.