„Da muss noch mehr kommen“: Statement zu Sondervermögen und Schuldenbremse

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Die intensiven Gespräche zwischen Bündnis 90/Die Grünen und CDU/SPD zum Sondervermögen und zur Reform der Schuldenbremse mit Blick auf Infrastruktur und Verteidigung werden von der Wirtschaftsvereinigung der Grünen begrüßt. Zu der zunächst vorliegenden Fassung von CDU/SPD konnte es keine Zustimmung geben. Wünschenswert ist, dass eine einigungsfähige Reform entsteht. Zum Wochenstart hat der Vorstand der Vereinigung ein Statement veröffentlicht. 

„Das Sondierungsergebnis enthält wirtschaftspolitisch eine Reihe guter Ansätze, etwa bei den Energiepreisen, die übrigens auch den Vorschlägen des bislang grün geführten Bundeswirtschaftsministeriums entsprechen. Schön, wenn die neue Regierung dies nun umsetzen will“, erklärte die Co-Vorstandsvorsitzende Heike Discher.

„Rosa Wölkchen“

„Bei Nachhaltigkeit und Klima aber malen die Koalitionäre rosa Wölkchen. Konkrete Maßnahmen fehlen vielfach. Hier muss noch einiges kommen, angefangen mit dem sehr begrüßenswerten Sondervermögen Infrastruktur, wo Treibhausgasminderung ein wichtiger Maßstab für die Investitionen sein kann. Die neue Regierung sollte hier den Dialog mit der Wirtschaft suchen, um Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen zu bringen“, so Discher

„Mehr kommen muss auch bei den nötigen Strukturreformen. Von der Verwaltungsmodernisierung über das Energiesystem bis zur Sozialversicherung, also Pflege-Rente-Gesundheit. Nichtstun würde hier auf Dauer die Lohnnebenkosten hochtreiben und die Leistungen für die Menschen runterdrücken. Statt Strukturreformen finden sich in dem Papier Geschenke für Partikularinteressen wie die Mehrwertsteuersenkung für Einzelinteressen oder die Mütterrente, die letztlich von uns allen bezahlt werden müssen. Das lässt Übles ahnen für die kommenden vier Jahre – insbesondere auch mit Blick auf das Sondervermögen Infrastruktur.“

Investitionen müssen wirklich zusätzliche Investitionen sein

„Die Investitionen aus dem Sondervermögen müssen zusätzliche Investitionen sein – die Schulden dürfen nicht ohnehin bereits geplante Maßnahmen finanzieren. Denn dann zielt das ganze Konstrukt in Wirklichkeit auf eine Entlastung des Kernhaushalts, um konsumtive Geschenke von CDU und SPD je an ihre Klientel auf Kosten kommender Generationen zu bezahlen“, erklärte Discher. „Sollte das der Fall sein, so wäre das Sondervermögen ein Schwindel, der dem Standort Deutschland schadet statt nützt.“

Medienbericht: https://lnkd.in/eZdZrfKD

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