Bürokratieberg abtragen: Perspektivenpapier veröffentlicht

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Über lange Jahre ist der Bürokratieberg angehäuft worden – in den vergangenen vier Jahrzehnten 32 Jahre unter von der CDU-CSU geführten Bundesregierungen, 8 Jahre unter SPD-geführten. Wenn Schwarz-Rot nun diesen Berg abzutragen hilft, wie jetzt für die Kabinettsklausur der Bundesregierung am Montag angekündigt, unterstützen wir als Wirtschaftsvereinigung der Grünen das sehr. Heute haben wir ein Perspektivenpapier mit konkreten Vorschlägen veröffentlicht. Das Thema muss parteiübergreifend angepackt werden.

„Bürokratieabbau ist für die deutsche Wirtschaft erfolgskritisch. Er wird nur gelingen, wenn er im Dialog mit der Wirtschaft vonstatten geht“, sagte unsere Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff. Unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul erklärte: „Damit die Ankündigungen der Bundesregierung keine Ankündigungen bleiben, sollte dringend eine Dialoggruppe mit Wirtschaft und Wissenschaft die Umsetzung beraten und überprüfen. Dabei muss es darum gehen, was für Regeln gezielt abgebaut werden, nicht nur blind wie viele. Die Staatsmodernisierung sollte fokussieren auf das zweifache Ziel, unser Land wettbewerbsfähig und klimaneutral zu machen, doppelt zukunftsfest.“

Hier das vollständige Perspektivenpapier.

Im Hauptstadtbriefing von Pioneer Media wurde das Papier bereits aufgegriffen.

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29.04.2026
Regionalforum NRW: Transformation des Schwerlastverkehrs
Beim 4. Meeting unserer Veranstaltungsreihe „Transformation des Schwerlastverkehrs: Der Roll-out“ in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW (MWIKE) sowie Energy4Climate (E4C) stand die Frage im Mittelpunkt: Wie finanzieren wir die Transformation? Gemeinsam mit Akteur:innen aus Finanzindustrie und Politik, Spediteuren und E-Mobilitäts-Infrastrukturunternehmen haben wir aktuelle Instrumente, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert. Hier vier zentrale Takeaways aus der Veranstaltung: Förderung kann Türöffner sein aber kein Dauerzustand: Öffentliche Programme setzen wichtige Anreize und ermöglichen den Markteinstieg. Langfristig soll die Transformation jedoch durch Marktmechanismen getragen werden. Dafür ist eine Verstetigung des Maut-Regimes essenziell. Engpass Infrastruktur: Während die Finanzierung von E-LKW zunehmend darstellbar ist, bleibt der Ausbau von Lade- und Energieinfrastruktur die größere Herausforderung – technisch, regulatorisch und finanziell. Planungssicherheit und Skalierung sind kritische Faktoren: Kurzfristige Förderfenster, uneinheitliche Rahmenbedingungen in den Bundesländern und hohe Kapitalbedarfe erschweren Investitionsentscheidungen, insbesondere für KMU. NRW bietet Vorteile als Finanzierungsstandort und ist damit Vorreiter: Insbesondere Bürgschaften sowie die Kombination aus Fördermitteln, Bankfinanzierung und Leasing eröffnen Spielräume – auch für Projekte ohne klassische Eigenkapitalbasis. Es gilt jedoch, diese zahlreichen Möglichkeiten in der Breite bekannter zu machen. Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die praxisnahen Einblicke. Unser besonderer Dank gilt den Referenten: Michael Monstadt (Direktor, Leiter Abteilung Hausbanken- und Fördernehmerberatung, NRW.BANK), Dr. Rainer Holtmann (Direktor, PwC), Stefan Leuchten (Leiter des Referats „Klimagerechte Mobilität, Elektromobilität, Lade- und Tankinfrastruktur“, MWIKE), Bodo Sentker (Direktor, Sustainable Finance Client Solutions Firmenkunden, Deutsche Bank), Jörg Steinhoff (Leitung Transport und Logistik, Deutsche Leasing Gruppe), Bernd Reining (Geschäftsführer, ILS – Innovative Logistic Solutions).
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
23.05.2026
Marie-Luise Wolff im t-online-Interview
„Eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik kann nur grün sein“ Unsere Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff hat mit t-online über Energiepreise, das Gebäudemodernisierungsgesetz, die Politik von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, über Schwarz-Grün, Management in der Politik und die Rolle der Wirtschaftsvereinigung der Grünen gesprochen. Dabei macht sie deutlich: Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität gehören zusammen. Einige Ausschnitte aus dem Interview: „Eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik kann nur grün sein, und zwar im inhaltlichen Sinne, nicht im parteipolitischen. Die Transformation zur Klimaneutralität ist ein Innovationstreiber.“ „Wir müssen weg von den Fossilen. Es ist schlicht falsch, dass diese günstiger sind als die Erneuerbaren.“ „Beim Netzausbau hätten alle mehr machen können und müssen, auch schon vor der Ampel. Und die jetzige Regierung bremst sogar.“ „Das neue Gesetz heißt Gebäudemodernisierungsgesetz, ohne dass irgendetwas am Gebäude modernisiert werden muss. Wir steigern die Gasverbrennung in einer Zeit, in der das Gas immer teurer wird.“ „In jeder Führungsriege gibt es unterschiedliche Perspektiven. Das Wichtigste ist dann aber: gegenseitig Vertrauen gewinnen. Das fehlt der aktuellen Regierung“ Drei Maßnahmen für Wirtschaftswachstum: „Energiepreise längerfristig“ senken; „Sondervermögen tatsächlich für zusätzliche Investitionen nutzen“; „der schnellste Konjunkturimpuls [ist] oft nicht neues Geld, sondern das Wegräumen von Bremsklötzen“ Zu Schwarz-Grün im Bund: „Eine Zusammenarbeit der beiden Parteien, auch im Bund, muss immer eine Option sein. […] Grüne und Union sind sich kulturell und auch von ihren Werten oft sehr nah.“ Das ganze Interview finden Sie bei t-online.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
06.03.2026
Industrial Accelerator Act: Europa zeigt Muskeln
„Europa zeigt Muskeln – und diese Stärke braucht es in der Welt von heute. Der Industrial Accelerator Act zielt auf den Schutz unserer Wettbewerbsfähigkeit und unserer Freiheit, zielt auch auf den Hochlauf klimaneutraler Technologien, und das ist erstmal gut“, das erklärte zum heute vorgelegten Vorschlag der Europäischen Kommission Martin Kaul, Hauptgeschäftsführer Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Es geht darum, dass Förderung für unsere Unternehmen und unsere Märkte investiert wird, und nicht nach China abfließt. China und leider auch die USA haben keine Scheu, wirtschaftlichen Egoismus zu zeigen. Auf diese Realität muss Europa reagieren. Für Resilienz gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen brauchen wir mehr ‚local content‘. Wir sollten stolz sein auf ‚Made in Europe‘ mit guten Handelspartnern.“ „Die Mitgliedsländer im Europäischen Rat und das European Parliament müssen nun im weiteren Verfahren alles tun, um die Umsetzung zu vereinfachen. Das richtige Ziel des IAA darf nicht mit falscher Bürokratie belastet werden, und genau das droht aktuell. Mit Überregulierung würde dieses Ziel der Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit zunichte gemacht.“ „Zu überlegen ist, inwiefern auch für digitale Souveränität Europas wichtige Produkte stärker mit einbezogen werden sollten. Die Idee grüner Leitmärkte aber sollte erhalten bleiben, denn sie bringen uns voran im Green-Tech-Wettbewerb mit China. Und sie machen uns unabhängiger von fossilen Importen – die aktuelle Entwicklung der Märkte angesichts der Krise im Mittleren Osten zeigt gerade, dass diese Abhängigkeit nicht nur Klimarisiken sondern auch Kostenrisiken bedeutet.“
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