Besuch auf der ILA 2026

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Wie kann die Technologie in Europa gestaltet werden, für Resilienz und Unabhängigkeit? Und was braucht die Wirtschaft hier von der Politik? Um diese Fragen ging es Vorstandsmitglied Volker Ratzmann, Hauptgeschäftsführer Martin Kaul und Leiter Wirtschaftsbeziehungen Christian Forster plus Team beim Besuch der ILA 2026.

In Gesprächen mit Unternehmen und Verbänden konnten Sie Einblicke in den aktuellen Stand der Luft- und Raumfahrtbranche gewinnen. Besonders beeindruckend waren die Fortschritte bei nachhaltigen Antrieben, Wasserstoff- und SAF-Technologien sowie elektrischen Flugzeugen. Sie zeigen, dass Klimaneutralität nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein wichtiger Innovationstreiber und ein wirtschaftliches Chancenthema ist.

Auch die Dynamik der europäischen Raumfahrt wurde auf der Messe deutlich. Neben etablierten Akteuren treiben insbesondere innovative New-Space-Unternehmen neue Anwendungen für Wirtschaft, Klima und Sicherheit voran und leisten damit einen wichtigen Beitrag für einen unabhängigen europäischen Zugang zum All.

Darüber hinaus wurde die große Forschungs- und Innovationskraft von Wissenschaft und Industrie sichtbar. Entwicklungen in Bereichen wie Quantenkommunikation, Wasserstofftechnologien, Digitalisierung, additiver Fertigung und autonomen Systemen verdeutlichen das Potenzial für neue Wertschöpfung und mehr technologische Unabhängigkeit in Europa.

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30.05.2026
Resilienz des Industriestandorts – IM/PULS-Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen
Wie können Automatisierungen und neue Materialstrategien die Resilienz des Industriestandorts stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Session „Industrie im Stresstest“ der Wirtschaftsvereinigung der Grünen auf der IM/PULS-Konferenz von Bündnis 90/Die Grünen. Gemeinsam mit Britta Jacob von ARX Robotics und Manuel Oberneder von Flender diskutierte unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul über die Voraussetzungen für eine widerstandsfähige und zukunftsfähige Industrie. Einigkeit bestand insbesondere darüber, dass Forschung und Entwicklung stärker gefördert und bürokratische Hürden in Genehmigungs- und Beschaffungsverfahren abgebaut werden müssen. Die Praxisbeispiele der Unternehmen verdeutlichten das Potenzial:  Flender arbeitet daran, die Abhängigkeit von seltenen Erden bei Windturbinen deutlich zu reduzieren. Bereits heute konnte der Einsatz dieser Rohstoffe von rund 2.100 Kilogramm auf 180 Kilogramm gesenkt werden. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit in der europäischen Energieversorgung. ARX Robotics entwickelt in Deutschland Software und Bodendrohnen, die dann in Europa gebaut werden. So schafft das Unternehmen mit hoch modernen Produkten einen Beitrag für mehr technologische Unabhängigkeit für Deutschland und Europa – und sorgt letztlich für mehr Sicherheit für den Standort. Die Diskussion machte deutlich: Resilienz entsteht durch Innovation, technologische Kompetenz und die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Forschung, Investitionen und schnellere Verfahren sind entscheidende Voraussetzungen, damit Unternehmen ihre Potenziale entfalten und Europas wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken können.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
17.06.2026
Grüner Wirtschafts-Salon: Digitale Souveränität – Wie behauptet sich Europa im KI-Zeitalter
Digitale Souveränität – aber wie? Hierüber diskutierten SAP-COO Sebastian Steinhaeuser, Bündnis 90/Die Grünen-Vorsitzende Dr. Franziska Brantner, Sovereign Tech Agency-Chefin Adriana Groh und unser Vorstandsmitglied Dr. Stephan Beyer bei unserem Grünen Wirtschafts-Salon. Rund 80 Stakeholder waren dabei. Es ging um die großen Themen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, um Resilienz und Innovation: Kluge Beschaffung der öffentlichen Hand wäre besser als viele Förderprogramme. Rund 15% der Wirtschaftskraft sind öffentliche Aufträge. Weniger Bürokratie und mehr Strategie sind hier gefragt, um Märkte aufzubauen, da waren sich bei uns Politik und Unternehmen einig. Europa ist der richtige Rahmen. Es dürfen nicht München und Berlin konkurrieren um Unternehmen, auch nicht Deutschland und Frankreich. Damit Technologien aus Europa wettbewerbsfähig sind zu denen aus den USA oder China, müssen sie skalieren. Positiv gesehen: Wir haben in Europa alle Ressourcen, die wir brauchen. Souveränität ist ein Prozess, kein Zustand. Nicht bloß mit Blick auf Infrastruktur, sondern auf die ganze Wertschöpfungskette von Rohstoffen bis Software. Wobei nicht entscheidend ist, wo was herkommt – sondern ob der Zulieferer im Zweifel rasch ersetzbar ist, oder ob wir durch ihn erpressbar sind. Deutschlands Stärke in Europa ist die Anwendung, der Datenschatz, das Prozesswissen – und ganz klar das Potenzial von KI in der Industrie. Um diese Stärke zu nutzen, müssen wir überkommene Regeln z.B. für Datenschutz überprüfen. Sonst überholen uns hier andere, und neue Abhängigkeiten entstehen. Souveränität ist nicht Autarkie. Europa bewegt sich in digitalen Ökosystemen mit Partnern aus aller Welt. Weiterhin mit denen aus den USA, zunehmend mit solchen aus Indien oder Brasilien. Digitale Souveränität hat ihren Preis – aber den sollte uns unsere Sicherheit wert sein. Deutschland sollte hier Mittel aus dem Sondervermögen einsetzen. Direkt zum Salon haben wir ein Perspektivenpapier veröffentlicht. Und wir bleiben weiter am Thema dran. Wir danken EWE AG und Telefónica Deutschland für ihre freundliche Unterstützung der Veranstaltung, insbesondere der Telefónica-Repräsentatntin Marina Grigorian für ihren Impuls.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
20.04.2026
Austausch auf der Hannover Messe 2026
Auf der Hannover Messe 2026 kamen Vertreter:innen aus der Wirtschaft und von den Grünen zu intensiven Gesprächen zusammen. Dabei ging es um die Tragfähige Transformation: wettbewerbsfähig und klimaneutral. Mit Cem Özdemir und Dr. Franziska Brantner war die Wirtschaftsvereinigung der Grünen auf der Hannover Messe unterwegs. Mit dem voraussichtlich nächsten grünen Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg und der Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trafen unser Vorsitzender Karl Haeusgen – selbst Familienunternehmer mit seiner HAWE Hydraulik SE – sowie unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul und unser Leiter Wirtschaftsbeziehungen Christian Forster zahlreiche Unternehmen. Gute Gespräche gab es etwa mit Flender CEO Andreas Evertz und Dieter Janecek- das Unternehmen hat unter anderem ein Getriebe für Windkraftanlagen entwickelt, dessen Herstellung drastisch weniger seltene Erden benötigt. Effizienz und Innovation nicht nur für Energiesicherheit, sondern auch Rohstoffsicherheit. Ebenso mit unserem Mitglied SAP, Weltmarktführer in seinem Segment mit starker Bilanz. Hier war insbesondere KI in und für Unternehmen ein wichtiges Thema und welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Deutschland hier erfolgreich sein kann. „Machinery Wow“ steht sehr zu Recht auf dem Schild bei unserem Mitglied VDMA, der 3.500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus vertritt – ganz überwiegend aus dem so wichtigen Mittelstand. Auch diese Branche sieht Krisenzeichen, zugleich ist sie hoch innovativ aufgestellt. Keinesfalls darf Deutschland, so die Wirtschaftsvereinigung im Gespräch mit Chef-Volkswirt Johannes Gernandt und dem Leiter des VDMA Competence Center Klima & Energie, den Greentech Boom China überlassen. Nötig sind dafür aber gute Voraussetzungen am Standort Deutschland – mehr Mut, ein Reformpaket und vor allem auch der Abbau von Bürokratie. Wir bleiben dran! Gemeinsam.
Standortpolitik, Infrastruktur und Europa