Austausch auf der Hannover Messe 2026

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Auf der Hannover Messe 2026 kamen Vertreter:innen aus der Wirtschaft und von den Grünen zu intensiven Gesprächen zusammen. Dabei ging es um die Tragfähige Transformation: wettbewerbsfähig und klimaneutral.

Mit Cem Özdemir und Dr. Franziska Brantner war die Wirtschaftsvereinigung der Grünen auf der Hannover Messe unterwegs. Mit dem voraussichtlich nächsten grünen Ministerpräsidenten aus Baden-Württemberg und der Bundesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN trafen unser Vorsitzender Karl Haeusgen – selbst Familienunternehmer mit seiner HAWE Hydraulik SE – sowie unser Hauptgeschäftsführer Martin Kaul und unser Leiter Wirtschaftsbeziehungen Christian Forster zahlreiche Unternehmen.


Gute Gespräche gab es etwa mit Flender CEO Andreas Evertz und Dieter Janecek- das Unternehmen hat unter anderem ein Getriebe für Windkraftanlagen entwickelt, dessen Herstellung drastisch weniger seltene Erden benötigt. Effizienz und Innovation nicht nur für Energiesicherheit, sondern auch Rohstoffsicherheit. Ebenso mit unserem Mitglied SAP, Weltmarktführer in seinem Segment mit starker Bilanz. Hier war insbesondere KI in und für Unternehmen ein wichtiges Thema und welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Deutschland hier erfolgreich sein kann.


„Machinery Wow“ steht sehr zu Recht auf dem Schild bei unserem Mitglied VDMA, der 3.500 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus vertritt – ganz überwiegend aus dem so wichtigen Mittelstand. Auch diese Branche sieht Krisenzeichen, zugleich ist sie hoch innovativ aufgestellt. Keinesfalls darf Deutschland, so die Wirtschaftsvereinigung im Gespräch mit Chef-Volkswirt Johannes Gernandt und dem Leiter des VDMA Competence Center Klima & Energie, den Greentech Boom China überlassen. Nötig sind dafür aber gute Voraussetzungen am Standort Deutschland – mehr Mut, ein Reformpaket und vor allem auch der Abbau von Bürokratie.

Wir bleiben dran! Gemeinsam.

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07.05.2024
Job-Turbo für Geflüchtete: Austausch mit Leonie Gebers, SPD-Staatssekretärin im Arbeitsministerium
Geflüchtete schneller in Arbeit bringen – das ist Ziel des „Job-Turbo“, eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung zusammen mit den Ländern und kommunalen Jobcentern. Was das Programm bereits leistet und was noch nicht, das diskutierten diese Woche die SPD-Staatsekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Leonie Gebers und der Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag Andreas Audretsch mit Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung. Geflüchtete seien ein wichtiges Potenzial für den deutschen Arbeitsmarkt, betonten die Vertreter*innen sowohl aus der Politik als auch aus den Unternehmen. Die öffentliche Debatte über Zuwanderung als Problem statt als Chance gehe an der Realität des Wirtschaftsstandorts vorbei.   Vor zehn Jahren lag der Anteil ausländischer Staatsangehöriger beim Beschäftigungszuwachs bei 40%, erklärte Gebers. Im vergangenen Jahr waren es 100% – allein dies zeigt, wie wichtig angesichts von mehr als 1,7 Millionen unbesetzten Stellen Ende des Jahres Zuwanderung sei. Das Maßnahmenpaket des Arbeitsministeriums sieht eine frühere Arbeitsvermittlung auch ohne weitreichende Deutschkenntnisse vor, eine engere Beratung durch die Jobcenter und bessere berufsbegleitende Qualifizierungs- und Sprachkursangebote. Audretsch betonte, wie froh er sei, das hier die Koalition gemeinsam ins Handeln gekommen sei. Das Programm sei richtig und wichtig, erklärten die Vertreter*innen aus den Unternehmen. Längst gehe es nicht nur um Fachkräftemangel, sondern insgesamt um Arbeitskräfte. Hier sei auch mit geringen Sprachkenntnissen ein Einstieg möglich – allerdings müsse man den Beschäftigten, gerade wenn sie in ihrem Herkunftsland wie etwa der Ukraine eine qualifizierte Beschäftigung hatten, eine berufliche Entwicklungsperspektiven nach einem niedrigschwelligen Einstieg aufzeigen. Entscheidend wichtig sei, wie passgenau die lokalen Jobcenter Geflüchtete mit den Unternehmen in Kontakt brächten – manche Jobcenter seien hier exzellent, andere nicht. Hier regten die Unternehmen an, zwischen den Centern einen Best-Practice-Austausch zu initiieren. Vielfach scheitere die Beschäftigungsaufnahme auch daran, dass kein Bus fahre vom Wohnort zum Unternehmen, oder dass es für die Kinder der Geflüchteten keinen Kitaplatz gebe – diese Form der Infrastruktur sei hoch relevant, so die Unternehmen.
Arbeitsmarkt und Demografie
24.02.2025
„Der Standort Deutschland braucht ein Vorwärts bei Zukunftstechnologien, erneuerbaren Energien, Bürokratieabbau, Investitionen“: Erklärung zur Bundestagswahl
„Bei den nun beginnenden Gesprächen muss klar sein: Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Keins von beiden sollte gegeneinander ausgespielt werden“, das erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Heike Discher, Thomas Fischer, Thomas Gambke und Gabriele C. Klug zum Ergebnis der Bundestagswahlen. „Der Standort Deutschland braucht Verlässlichkeit statt Zickzackpolitik – also kein Zurückdrehen der Transformation. Sondern ein Vorwärts bei Zukunftstechnologien, erneuerbaren Energien, Bürokratieabbau. Und bei massiven Impulsen für Investitionen einerseits von Unternehmen und andererseits vom Staat: Die nächste Bundesregierung, egal wie sie sich zusammensetzt, muss in nie dagewesenem Maße Geld in die Hand nehmen, Stichwort Infrastruktur und Sicherheit. Die Wirtschaft steht als Gegenüber bereit, auch wir als Vereinigung stehen bereit, um im Dialog mit der Politik pragmatische Lösungen anzugehen.“
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
11.05.2026
Digitale Souveränität als Standortfaktor: Handlungsfähigkeit statt Abschottung
Für die Wettbewerbsfähigkeit Europas wird digitale Souveränität zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor. Dabei geht es nicht um Abschottung, sondern um die Fähigkeit, bei kritischen Technologien echte Wahlmöglichkeiten zu haben, Abhängigkeiten bewusst zu gestalten und strategisch handlungsfähig zu bleiben. Über Herausforderungen und Chancen von digitaler Souveränität diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Cybersicherheitsforschung bei unserem Round Table „Digitale Souveränität als Standortfaktor“ in den Räumen unseres Mitglieds Siemens in Frankfurt am Main. Mit dabei u. a. waren Anna Lührmann MdB, stv. Vorsitzende des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung und Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Hessen, und Mathias Wagner MdL, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen Landtag. Deutlich wurde: Deutschland und Europa verfügen in wichtigen Technologiefeldern bereits über starke Ausgangspositionen – etwa bei industriellen Daten, Sensorik, Automatisierung sowie der zunehmenden Konvergenz von IT und Operational Technology (OT). Entscheidend ist nun, diese Stärken in strategische Handlungsfähigkeit zu übersetzen. Einige zentrale Punkte aus der Diskussion: Digitale Souveränität umfasst weit mehr als den Standort von Rechenzentren. Auch Eigentumsstrukturen, offene Standards und Interoperabilität sind entscheidende Faktoren. Die größten Cyberrisiken entstehen häufig nicht durch unbekannte „Zero Days“, sondern durch bekannte, ungepatchte Schwachstellen und mangelnde Strategien. Europa benötigt gemeinsame Cloud-Standards, skalierbare digitale Infrastruktur sowie stärkere Investitionen in KI- und Quanten-Technologien. Gerade industrielle Daten und die Konvergenz von IT und OT bieten enorme Chancen für europäische Wertschöpfung und Wettbewerbsvorteile. Hessen bzw. die Rhein-Main-Region kann als Rechenzentrumsstandort eine wichtige Rolle spielen – wenn Infrastruktur und industriepolitische Ziele zusammengedacht werden. Die Diskussion machte deutlich: Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck. Sie stärkt die Resilienz, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa und wird damit zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für wirtschaftlichen Erfolg.
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