Arbeitsmarkt der Zukunft: Diskussion bei der Heinrich-Böll-Stiftung

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Bei der Fachkonferenz „Arbeitsgesellschaft im Wandel“ der Heinrich-Böll-Stiftung sprach unsere Vorständin Tatiana Ohm über „Eine Arbeitsmarktpolitik für neue Zeiten“ mit Katharina Dröge (Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen), Prof. Dr. Lisa Herzog (Universität Groningen), Prof. Dr. Enzo Weber (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), moderiert durch Jan Philipp Albrecht.

Unser Wirtschaftsmodell steht unter Druck – geopolitische Umbrüche, KI, demografischer Wandel und Dekarbonisierung verändern die Arbeitswelt tiefgreifend. Im Panel wurde deutlich: Wir stehen weniger vor einer klassischen Beschäftigungskrise als vor einer „Erneuerungskrise“.

Was heißt das konkret?

Viele Unternehmen halten sich zurück. Es wird weder in großem Stil entlassen noch eingestellt – vor allem, weil Unsicherheit darüber herrscht, wie die Arbeitswelt der Zukunft konkret aussieht und welche neuen, tragfähigen Jobs entstehen.

Daraus ergeben sich klare Handlungsfelder:

Ein Satz von Tatiana Ohm, der besonders hängen bleibt: „Dein Job wird nicht durch KI ersetzt, sondern durch die Person, die besser mit KI umgeht.“

Weiterqualifizierung wird zum entscheidenden Standortfaktor, um Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Zugleich wurde deutlich: 2026 markiert einen Wendepunkt – erstmals schrumpft die Zahl der Beschäftigten. Umso wichtiger ist es, alle vorhandenen Potenziale zu heben: durch mehr Gleichstellung, bessere Integration und eine stärkere Aufwertung von Ausbildung und nicht-akademischen Berufen.

Auch die Rolle der Sozialpartner wurde hervorgehoben: Betriebsräte sind zentrale Brückenbauer im Transformationsprozess.

Ein Fazit ist daher: Transformation bedeutet nicht automatisch Verschlechterung – aber sie verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich verändernde Bedingungen aktiv anzunehmen.

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20.02.2025
LinkedIn-Live Talk zur Energie- und Wärmewende
Anlässlich der Bundestagswahl hat die Wirtschaftsvereinigung der Grünen einen Live-Talk abgehalten. Zum Thema Energie- und Wärmewende diskutieren dabei unser Mitglied Techem in Person von Gero Lücking, Head of Smart Metering, und Katrin Uhlig, MdB für die Grünen in nur 15 Minuten über die Herausforderungen der Branche, über Sinn oder Unsinn von Regulierungsabschaffung und Wünsche für die kommende Energie- und Wärmepolitik. Den Talk in seiner vollen Länge sehen Sie hier: https://www.linkedin.com/events/linkedin-live-talkzurenergie-un7297616835795976192/comments/    
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
22.10.2025
Erfolg sichern für den Emissionshandel Gebäude und Verkehr: neues Perspektivenpapier
Der Ausstoß von Treibhausgasen in den Sektoren Gebäude und Verkehr sinkt bislang nicht im selben Maße wie im Energiesektor. „Jetzt ist die Bundesregierung gefragt, ihr Bekenntnis zum Emissionshandel aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen“, heißt es in einem heute veröffentlichten Perspektivpapier der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Die Bundesregierung muss den Erfolg sichern für den Emissionshandel 2 als technologieoffenen Marktmechanismus ab 2027 – die Klimapolitik ist am Donnerstag Thema im Europäischen Rat. Die Wirtschaftsvereinigung schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, um mögliche Preisanstieg wirksam zu dämpfen.  „Deutschland ist für fast ein Viertel der EU-weiten Emissionen verantwortlich, die künftig vom ETS 2 erfasst werden. Damit trägt der deutsche Markt eine besondere Verantwortung und besitzt eine Leitfunktion für den Erfolg des Emissionshandel“, heißt es in dem Papier. Zugleich ist klar, dass vor allem osteuropäische Länder Widerstand angemeldet haben, während es in Deutschland mit dem nationalen Emissionshandel bereits eine CO2-Bepreisung auch für Gebäude und Verkehr gibt und der Preisanstieg deshalb überschaubar wäre. Emissionsminderungen mit Einnahmen aus CO2-Preis dämpfen dessen Anstieg Die Wirtschaftsvereinigung schlägt Maßnahmen vor, die CO2-Preiserwartungen zu stabilisieren, um damit Planungssicherheit für Unternehmen und Haushalt zu schaffen. Investitionen in die Emissionsminderung könnten vorgezogen werden durch zusätzliche Mittel über ein so genanntes „Revenue Frontloading“: Erst später entstehende Einnahmen aus dem Emissionshandel können vorweggenommen und für Dekarbonisierung eingesetzt werden – etwa durch Investitionen in saubere Technologien. „Die wirksamste Methode, steigende CO₂-Preise zu verhindern, ist die Verringerung der Emissionen selbst“, so das Papier. Der CO2-Grenzausgleich soll bürokratiemindernd und wirtschaftsfreundlich umgebaut werden. Zugleich muss die EU laut dem Papier an Maßnahmen zur Emissionsminderung festhalten, etwa der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED), der Gebäuderichtlinie (EPBD), der Industrieemissionsrichtlinie (IED) – eben um die Emissionen zu mindern und auch damit den Preis im Emissionshandel zu dämpfen. Unterstützung der Unternehmen – und der privaten Haushalte Im Emissionshandel entsprechen die Kosten zugleich Einnahmen für die öffentliche Hand. Diese muss mit dem Geld entschlossen die Transformation der Wirtschaft unterstützen. Hinzu kommt: „Ein wirksamer sozialer Ausgleich ist entscheidend, um die Akzeptanz des ETS2 zu sichern und Haushalte vor Energie- und Mobilitätsarmut zu schützen“, so das Papier. „Der Auszahlungsmechanismus für ein unbürokratisches Klimageld steht bereits bereit. Dieses sollte durch Förderprogramme und Unterstützungsmaßnahmen ergänzt werden, die einkommensschwache und besonders vom CO₂-Preis betroffene Haushalte gezielt entlasten.“ Dies bedeutet auf Dauer keine Mehrkosten für die Staaten, weil es aus dem Emissionshandel selbst finanziert werden kann. Hier das Papier
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik
06.09.2023
Führende Grüne im Politischen Beirat der Wirtschaftsvereinigung
Mit führenden Grünen hat die Wirtschaftsvereinigung am Dienstagabend ihren politischen Beirat gegründet. Geleitet wird der Beirat von den Spitzen der Partei, Omid Nouripour und Ricarda Lang. Vertreten sind zahlreiche führende Grüne aus Bund und Ländern. Sie sind das politische Gegenüber für die unabhängige Wirtschaftsvereinigung der Grünen, deren Mitglieder Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft oder Unternehmen sind und sich für einen Austausch mit den Grünen einsetzen, pragmatisch und lösungsorientiert. „Als Grüne wollen wir das nächste Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Wirtschaftsstandorts Deutschland schreiben“, sagte Omid Nouripour, Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen. „Der Weg hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen, innovativen und wettbewerbsstarken Zukunft ist ein gemeinsamer ­– mit Politik und Unternehmen. Mit dem politischen Beirat unterstreichen wir, wie wichtig uns dieser Dialog mit der Wirtschaft ist.“ Der Beirat hat eine beratende Funktion und soll strategische Impulse geben. „Die Unternehmen hierzulande, ihre Führungskräfte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind bereit, neue Herausforderungen anzugehen“, erklärte Ricarda Lang, Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen. „Damit diese Transformation gelingt, ist ein Austausch auf Augenhöhe entscheidend – für Wohlstand, Jobsicherheit und Stabilität heute und morgen.“ „Aus der Wirtschaft, mit der Politik“ Wie mit diesem Ziel gute Wirtschaftspolitik gestaltet werden kann, damit sie in den Unternehmen auch funktioniert, darum geht es in dem Austausch. „Aus der Wirtschaft, mit der Politik, das ist die Wirtschaftsvereinigung der Grünen“, sagte Heike Discher, Vorstandsvorsitzende der erst in diesem Frühjahr gestarteten Vereinigung, zu deren Mitgliedern Unternehmen wie Siemens oder SAP gehören, genauso aber auch Führungskräfte aus mittelständischen Unternehmen. „Dass jetzt so viele grüne Politikerinnen und Politiker aus Bund und Ländern, aus Partei und Parlamenten, Mitglieder unseres Beirats sind, freut uns sehr.“ Das starke Engagement ist ein klares Signal, wie wichtig den Grünen die Wirtschaft ist. „Wir erleben in der grünen Politik eine große Offenheit für Stimmen aus der Wirtschaft“, sagte Thomas Fischer, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. „Entgegen mancher Aufgeregtheit in der öffentlichen Diskussion gibt es in der Sache, bei den gemeinsamen Herausforderungen der Transformation, einen sehr guten Austausch und eine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Das spiegelt sich auch in unserem Beirat wider.“ Liste der persönlichen Mitglieder im Politischen Beirat
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