„Am Ende zählt das Gesamtpaket“ -Karl Haeusgen in DIE ZEIT

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Unser Vorsitzender Karl Haeusgen hat mit DIE ZEIT über die Reform der Erbschaftsteuer und notwendige wirtschaftspolitische Reformen gesprochen. Als Familienunternehmer, der selbst von der Erbschaftsteuer betroffen ist, plädiert er für eine Neufassung – eingebettet in ein umfassendes Reformpaket:

„Am Ende zählt das Gesamtpaket. Es sollte eine Reform der Erbschaftsteuer sein, verbunden mit einer Reform der bei uns im internationalen Vergleich zu hohen Unternehmenssteuern. Dazu käme eine Reform der Einkommensteuer sowie der Renten- und Krankenversicherung. Und ein einfacherer Übergang von Personengesellschaften zu anderen Unternehmensformen. Alle, wirklich alle, müssen etwas beitragen.“

Mit Blick auf die Erbschaftsteuer spricht sich Karl Haeusgen für eine ausgewogene Reform aus, die Unternehmensnachfolgen erleichtert und gleichzeitig die Akzeptanz des Steuersystems stärkt:

„Das Ergebnis einer Reform könnte sein, dass es für viele von Ihnen viel günstiger wird. Nehmen Sie zum Beispiel den Freibetrag von 500.000 Euro. Den könnte man ohne Weiteres mindestens verdoppeln. Dann würden viele, vor allem kleinere Mittelständler, eine deutlich geringe Erbschaftsteuer zahlen. Wenn man zudem noch ausgedehntere Stundungsregelungen einführt, sodass Unternehmer über Jahre hinweg die Steuerlast tilgen können, wird die Erbschaftsteuer für Unternehmen auf keinen Fall existenzbedrohend sein. Und für viele wird sich die Belastung sogar verringern. Zugleich könnten die Eigentümer einiger besonders finanzstarker und größerer Firmen mehr zahlen. Das wäre fair, und es wäre wirtschaftlich.“

Karl Haeusgen betont aber, dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt gemeinsam gedacht werden müssen:

„Die finanzielle Ungleichheit in unserer Gesellschaft – sowohl die tatsächliche als auch die gefühlte – darf nicht zu stark anwachsen, sonst profitiert nur die AfD davon. Diejenigen, die einen Vermögenszuwachs haben, geben durch die Steuer einen Teil an den Staat ab. Aber das muss so geregelt werden, dass die Unternehmen nicht beschädigt werden.“

Das gesamte Interview finden Sie hier. (Paywall)

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