Wie stellt sich die Wirtschaft zum Erstarken von Rechtspopulismus und AfD? Das war Thema einer Diskussion zwischen Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung der Grünen und dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 / Die Grünen. Grundlage war die Umfrage der Wirtschaftsvereinigung zum Thema. Alle Gesprächsteilnehmer*innen waren sich einig: Die Positionen der AfD sind wirtschaftsfeindlich.
„Der Rechtspopulismus ist ein Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland und damit für unseren Wohlstand, für die Arbeitsplätze“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsvereinigung, Thomas Fischer. Dabei geht es nicht nur um Werte, sondern auch um Interessen: Wer ein Ende von EU und Euro wolle, gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland, so Jörg Asmussen vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft. Jetzt seien alle Demokraten gefragt, erklärte Andreas Jäger, Familienunternehmer in der 3. Generation aus der mittelständischen Jäger Group mit Fokus Gummi- und Kunststoffindustrie. „Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei.“
Omid Nouripour als Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen sagte, natürlich sei mehr Einigkeit in der Regierung nötig gegen das Erstarken der AfD. Dass unabhängig von Parteipräferenzen die Wirtschaft jetzt ihre Stimme für die Demokratie erhebe, sei „eine große Sache“.