Agrar-Handel, Tierhaltung, Präzisionsdüngung: Austausch mit CDU-CSU-Fraktionssprecher für Landwirtschaft

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Vom Acker zum Teller: Wie kann die Nahrungsproduktion beides sein, wettbewerbsfähig und umweltverträglich? Mit Johannes Steininger, für die CDU-CSU-Fraktion im Bundestag  Agrar-Sprecher und Mitglied im Landwirtschaftsausschuss, diskutierten die Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung der Grünen über aktuelle Projekte der #Bundesregierung, überparteiliche Perspektiven – und wo es aus Sicht der Unternehmen relevante Lücken gibt.

Stichwort Agrar-Exporte: Hier fehle es an bilateralen Handelsabkommen Deutschlands mit den Zielländern. Dadurch entsteht für die deutschen Erzeuger ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Ländern wie Spanien, Frankreich, Polen, die solche Agrar-Abkommen mit den Zielländern ihrer Exporte haben. Hier geht es um technische Dinge wie Veterinärzertifikate – die aber am Ende entscheidend dafür sein können, welche Export-Chancen die deutschen Erzeuger haben oder nicht haben.

Bürokratie bei Geodaten abbauen für Digitalisierung

Stichwort Tierhaltungskennzeichnung: Dies war kontrovers. Einige Mitglieder warben für mehr Mut bei der Verbraucher:innen-Information. Staatlicherseits ist hier nur eine sehr begrenzte Regelung geplant, mehr wäre denkbar – auch beim Außerhausverzehr, schon aus Fairness gegenüber dem Handel (in dem die Kennzeichnung teils greifen wird). Einigkeit herrschte, dass Importe hier gegenüber den einheimischen Produkten nicht besser gestellt werden sollten.

Digitalisierung: Präzisions-Landwirtschaft bei Bodenbearbeitung wird erschwert durch Bürokratie bei den Geodaten. Das schwankt von Bundesland zu Bundesland und müsste dringend vereinheitlicht werden. Ein weiteres Thema: Fördermittel nicht für die Anschaffung sondern für die Nutzung der hochmodernen Maschinen, auch durch Dienstleister. So fördere etwa Baden-Württemberg den Einsatz von Präzisionsdüngung pro Hektar.

Nächste Veranstaltung mit Ophelia Nick von den Grünen

Mit dabei waren Mitglieder von Bayer und Corteva Agriscience bis Nestlé und PHW, von ProVeg und dem Industrieverband Agrar bis zur Schwarz-Gruppe Metro AG. Es moderierte Tim Schwertner, CCO oder J. Bauer GmbH. Und wir bleiben dran: Am 7.10. beim Roundtable zu Innovation in der Landwirtschaft für Nachhaltigkeit und Effizienz, dann mit  Ophelia Nick aus der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

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14.02.2025
Unternehmen vor hybriden Bedrohungen schützen: Impulspapier anlässlich Münchner Sicherheitskonferenz
Vorschläge für den Schutz von Unternehmen vor Bedrohungen feindlicher Staaten – hierzu hat das Kompetenzcluster Sicherheit & Verteidigung der Wirtschaftsvereinigung der Grünen heute ein Impulspapier veröffentlicht. Anlass ist die an diesem Wochenende beginnende Münchner Sicherheitskonferenz. Angriffe finden unterhalb der Schwelle kriegerischer Handlungen statt, von Spionage bis Sabotage, so dass Deutschland gerade auch mit Blick auf die Wirtschaft seine Resilienz erhöhen muss. „In einem marktwirtschaftlich organisierten System orientieren sich finanzielle Richtungsentscheidungen i.d.R. in Richtung Kosteneffizienz“, heißt es in dem Papier unter anderem. „In Bezug auf die Sicherheit und Anfälligkeit in einer hybriden Bedrohungslage sollten sicherheitsrelevante Merkmale vor allem bei Investitionsentscheidungen jedoch nicht vernachlässigt werden. Aufgrund günstiger Produktionskosten sind Produkte aus dem Ausland für Unternehmen in Deutschland und Europa jedoch zumeist attraktiver, bzw. unternehmerisch die einzige Möglichkeit. Es braucht Anreize und Förderprogramme, damit in Bezug auf Produktionsprozesse und Lieferketten nicht an der Sicherheit gespart wird.“ Hier das vollständige Papier. Impulspapiere der Wirtschaftsvereinigung sind Zweiseiter – gebündelte Handlungsempfehlungen auf der Grundlage des Dialogs in den jeweiligen Kompetenzclustern.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
07.05.2026
Payment-Souveränität für Europa: Der Digitale Euro als Schlüsselprojekt
Europa diskutiert digitale Souveränität – und der Zahlungsverkehr gehört ins Zentrum dieser Debatte. Der Weg zu mehr Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr führt am Digitalen Euro kaum vorbei, aber er ist langwierig und politisch wie technisch anspruchsvoll. Darüber haben wir bei unserer Veranstaltung „Payment-Souveränität für Europa: Der Digitale Euro als Schlüsselprojekt“ mit Moritz Heuberger MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, Martina Weimert, CEO der EPI Company und Sebastian Siepen vom Digital Euro Project der Europäische Zentralbank gesprochen: über Abhängigkeiten, Wettbewerbsfähigkeit und Rahmenbedingungen, die es Europa erlauben, im Zahlungsverkehr mehr eigene Stärke aufzubauen. Zu Beginn stand ein Impulsvortrag von Christian Schäfer, Head of Payments beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Einige zentrale Punkte aus der Diskussion: Der Digitale Euro ist längst nicht nur ein Finanzthema, sondern ein strategisches Infrastrukturprojekt für Europas digitale Unabhängigkeit. Souveränität ist kein abstraktes Konzept, sondern hat hier handfeste wirtschaftliche Implikationen: US-Anbieter dominieren den europäischen Zahlungsverkehr – Schätzungen zufolge fließen jährlich 19 Milliarden Euro an Zahlungsgebühren dorthin. Mit Wero entsteht aktuell das größte private europäische Zahlungsprojekt, das nationale Systeme interoperabel verbinden soll – mit dem Potenzial, große Teile des Marktes abzudecken. Der Digitale Euro soll eine sinnvolle Ergänzung sein. Vertrauen, Datenschutz, Nutzerfreundlichkeit sind zentrale Erfolgsfaktoren: Der Digitale Euro muss mindestens so einfach, bequem und sicher funktionieren wie bestehende Bezahlmethoden. Auch die Verbindung von EUDI-Wallet, digitaler Identität und Zahlungsfunktionen wurde als große europäische Chance diskutiert. Ohne faire regulatorische Rahmenbedingungen haben europäische Anbieter kaum eine Chance gegen die Marktmacht internationaler Plattformen Zusammenarbeit, klare Kommunikation und ein gemeinsames Zielbild zwischen allen beteiligten Stakeholdern sind das, was es braucht. Es geht nicht nur um Resilienz: Europa muss im Zahlungsverkehr auch innovativ und wettbewerbsfähig sein. Vielen Dank an den Gastgeber Deutscher Sparkassen- und Giroverband, unser Vorstandsmitglied Stephan Beyer für die Moderation sowie alle Gäste und Diskutierenden für den offenen Austausch zu einem Thema, das in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen wird.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
11.12.2025
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Arbeitsmarkt und Demografie