Was wir tun.
Brücken bauen.

News, Veranstaltungen, Publikationen: Unsere Aktivitäten sind vielfältig. So vielfältig wie unsere Mitglieder - und so vielfältig wie die Herausforderungen am Standort Deutschland.

30.07.2026
Impulspapier: Verteidigung als Innovationstreiber
Deutschland erhöht seinen Verteidigungshaushalt 2026 auf 124 Milliarden Euro. Die NATO-Beschlüsse von Ankara und ReArm Europe mobilisieren hunderte Milliarden Euro zusätzlich. Die Ausgabenfrage ist entschieden – die Gestaltungsfrage allerdings noch nicht.Entscheidend ist, ob aus diesen Investitionen industrielle Stärke, technologische Souveränität und echte Innovationskraft entstehen. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft zeigt: Es kommt nicht auf die Höhe der Ausgaben an, sondern darauf, wofür sie eingesetzt werden. Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen legt ein Impulspapier vor, das konkrete Antworten auf genau diese Frage gibt.Dafür schlagen wir sechs konkrete Maßnahmen vor:  Dual-Use-Innovation gezielt fördern: Sicherheitsrelevanz als Kriterium in der staatlichen Forschungsförderung verankern – mit spezifischen Programmen nach dem Vorbild des US-amerikanischen Defense Advanced Research Projects Agency Modell-Modells (DARPA). Ökosysteme statt Silodenken: Offene Wertschöpfungsnetzwerke aus Grundstoffindustrie, Systemintegratoren, Mittelstand und Startups strukturell ermöglichen – vereinfachte Zertifizierungsprozesse, nationale Qualifizierungsprogramme und echte Brücken zwischen KMU und Tier-1-Unternehmen. Gesamtverteidigung als Gesamtsystem denken: Ressortübergreifende Strategie unter einem gestärkten Nationalen Sicherheitsrat – Planungssicherheit für Unternehmen über Legislaturperioden hinweg. Europäische Verteidigungskooperation als Industriepolitik begreifen: European Defence Industry Programme (EDIP)-Konsortien aktiv mitgestalten, gemeinsame Beschaffungsstandards durchsetzen, nationale Alleingänge beenden. Finanzierungsrahmen schaffen: staatliche Garantieinstrumente, u.a. über KfW und EIB, für rüstungsrelevante Lieferkettentransformationen und eine industriepolitische Komponente im Sondervermögen, damit Unternehmen heute investieren können. Forschung als strategischen Multiplikator begreifen: Den Abstand zwischen der EU (4,5 Prozent des Militärbudgets für F&E) und den USA (17 Prozent) strukturell schließen – durch Dual-Use-Förderlinien und gezielte Maßnahmen zur Talentbindung.  Der Security.Table hat heute dazu berichtet: hier geht es zur Meldung (Paywall).
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit
24.07.2026
Antriebswende bei schweren Lastwagen ermöglichen: Strom, Maut, Absicherung von Investitionen
Die klimaneutrale Antriebswende im Schwerlastverkehr ist möglich – aber nur, wenn die Politik an entscheidenden Stellschrauben dreht. Tut sie das, so können E-Lkw einen Wettbewerbsvorteil von 10-20% gegenüber Diesel-Lkw haben. Und sind vor Preissprüngen bei fossilen Brennstoffen sicher, die durch Kriege wie aktuell im Iran oder Erpressung durch Lieferländer drohen. Hierzu hat die Regionalgruppe Nordrhein-Westfalen der Wirtschaftsvereinigung der Grünen über zwei Jahre in sieben Workshops mit Fachleuten und Betroffenen aus der Branche Perspektiven entwickelt. Diesen Freitag hat sie ein mehr als 20 Seiten starkes Papier mit Fakten und Vorschlägen an NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur in Hilden übergeben. Die Technik ist da, heißt es in dem Papier. E-Lkw sind schon jetzt für mehr als 70% des deutschen Schwerlastverkehrs geeignet. Entscheidend sind die Kosten: Weil sie in der Anschaffung meist noch rund mindestens doppelt so teuer sind wie fossile Lkw, müssen die Einsparungen im Betrieb die Investition rentabel machen. Die Dimensionen sind erheblich: Der Schwerlastverkehr verursacht etwa ein Drittel des Ausstoßes von Treibhausgasen im Verkehrssektor – der seine Klimaziele in den vergangenen Jahren immer wieder verfehlt hat. Und: Preisgünstiger Transport ist ein Kostenfaktor im Hochlohn-Standort Deutschland, quer durch alle Branchen. Bei der Übernahme unterstrich Ministerin Mona Neubaur die Relevanz des Themas: „Diesel raus, Strom rein: Batterieelektrische Lkw sind der Schlüssel für einen zukunftsfähigen, resilienten und wirtschaftlichen Straßengüterverkehr. Immer mehr Unternehmen in NRW nutzen diese Chancen und stellen ihre Flotten um. Jetzt kommt es darauf an, den Ausbau der Lade- sowie Netzinfrastruktur zu beschleunigen und Investitionen zu ermöglichen. Eine gute Ladeinfrastruktur ist schon heute ein echter Standortfaktor – deshalb unterstützen wir in NRW den Aufbau von attraktiven Lademöglichkeiten. Das stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit, schafft Planungssicherheit und reduziert Abhängigkeiten. So bleibt Nordrhein-Westfalen auch in Zukunft das logistische Herz Europas.“ Hier die Stellschrauben, die in dem Papier diskutiert werden: Ladestrom auf dem Betriebshof statt an der Autobahn: Netzausbau nötigDie Förderung von Ladeinfrastruktur im Depot der Logistiker braucht mehr Aufmerksamkeit von der Politik – die zu oft nur auf die Ladestationen an den Autobahnen schaut. Bei den öffentlichen Ladestationen liegen die Preise aber deutlich über dem Diesel-Äquivalent, also was pro Kilometer für die Energie bezahlt werden muss. Der für kommendes Jahr geplante EU Emissionshandel 2 wird den Diesel auf Dauer verteuern, aber die Stromkosten bleiben absehbar eine Herausforderung. Deshalb braucht es den Lademix mit günstigem Laden im eigenen Depot. Dafür müssen die nötigen Netzanschlüsse zur Verfügung gestellt werden und der Netzausbaumuss insgesamt stark beschleunigt werden. Stromkosten senken: Netzentgelte stärker öffentlich finanzieren Günstige Strompreise sind ein wesentlicher Faktor für die Elektrifizierung des Transportsektors. Für die Wirtschaft in ihrer ganzen Breite sollte die Erzeugung von günstigem klimaneutralem Strom erhöht und Steuern und Abgaben auf Strom auf das rechtlich zulässige Minimum gesenkt werden. Insbesondere muss ein größerer Teil der Netzentgelte aus öffentlichen Mitteln finanziert werden – die Verbraucher von heute können nicht mit ihren Entgelten das Netz von morgen bezahlen. Zugleich werden energieintensive Unternehmen derzeit durch den Industriestrompreis begünstigt – für den Schwerlastverkehr könnte eine übergangsweise ähnliche Begünstigung die Transformation direkt unterstützen. Mautkosten verlässlich gestalten: Über 2031 hinausDie Mautbefreiung für E-Lkw ist aktuell nur bis Juli 2031 gesichert – für Investitionen in neue Fahrzeuge ist hier eine längere Planbarkeit von mindestens zehn Jahren notwendig. Aktuell werden die Mehrkosten für strombetriebene schwere Lastwagen durch die Befreiung ausgeglichen. Die Begünstigung könnte langfristig schrittweise abgebaut werden, in dem Maße wie die Mehrkosten für E-Lkw sinken und deren Anteil am Straßenverkehr wächst. Investitionen mit öffentlichen Garantien ermöglichenUm den Logistik-Unternehmen ihre erheblichen Investitionen in die Antriebswende zu ermöglichen, braucht es den gezielten Einsatz staatlicher Bürgschaften. Insbesondere beim Bau von Lademöglichkeiten auf den Betriebshöfen wollen Banken oft die gebaute Infrastruktur nicht als Sicherheit akzeptieren. Hier sind Programme mit Garantien insbesondere von Länder-Seite nötig. Diese wären nach Einschätzung der betroffenen Branchen günstiger als Subventions-Programme und hätten zugleich mehr Hebelwirkung. Stimmen einiger Unternehmen, die an den Workshops teilgenommen haben: „Die Technik ist da, die Fahrzeuge sind da. Was die Transformation des Schwerlastverkehrs heute bremst, sind vor allem fehlende, öffentlich zugängliche Ladepunkte sowie fehlende Netzkapazitäten und langwierige Anschlussverfahren, um Depotladen zu realisieren. Für uns als REWE Group ist zudem Planungssicherheit ein entscheidender Hebel. Wenn Politik und Netzbetreiber den Infrastrukturausbau beschleunigen und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, kann die Antriebswende im Straßengüterverkehr deutlich schneller Fahrt aufnehmen und einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen leisten.“Dr. Fabian Nevries, Head of Transport Innovation & Technik, Rewe Group „Die Antriebswende im Schwerlastverkehr ist entscheidend für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Logistik. Die Fahrzeuge sind verfügbar – entscheidend ist jetzt der schnelle Ausbau der Netzinfrastruktur. Denn lange Wartezeiten und fehlende Anschlusskapazitäten verzögern den Umstieg auf E-Lkw. Deshalb braucht es eine vorausschauende Netzplanung und schnellere Netzanschlussverfahren.“Dr. Fabian Sösemann, Geschäftsführer, GP JOULE Connect GmbH „Die Antriebswende im Nutzfahrzeugsektor ist längst kein Zukunftsprojekt mehr, sie ist eine unmittelbare Notwendigkeit. Wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen, müssen wir den Übergang vom Diesel zum batterieelektrischen LKW jetzt entschlossen vollziehen. Die Technologie ist bereit, die Unternehmen stehen in den Startlöchern, und die Logistik befindet sich mitten in einer historischen Transformation. Die nächsten Schritte müssen klar und mutig sein: Logistik- und Speditionsunternehmen werden sehr bald mehr Strom verbrauchen als heutige große Industrien. Um in diesem neuen Energiezeitalter wettbewerbssicher zu bleiben oder zu werden, muss die Politik die Strom- und Energiesteuer neu denken, Belastungen reduzieren und Bürokratie spürbar verschlanken. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen – nicht ausbremsen. Die Antriebswende gelingt nur, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsam handeln. Wir sind bereit, unseren Teil zu leisten.“Bernd Reining, Geschäftsführer ILS Innovative Logistic Solutions GmbH Die Transformation des Schwerlastverkehrs ist eine zentrale Voraussetzung, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Industriestandorts Deutschland zu sichern. Für Unternehmen wird es ein wichtiger Wettbewerbsfaktor werden, wenn Kunden, zunehmend klimafreundliche Transportlösungen erwarten.Die Politik muss verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen schaffen: Dazu gehören insbesondere der beschleunigte Ausbau einer flächendeckenden Hochleistungs-Ladeinfrastruktur, ausreichende Netzkapazitäten sowie Planungssicherheit bei Förderinstrumenten und regulatorischen Vorgaben. Nur so können Unternehmen die notwendigen Investitionen in emissionsfreie Nutzfahrzeuge mit Vertrauen und wirtschaftlicher Perspektive tätigen. Das Planungsziel 2031 für die Mautbefreiung ist dabei nicht ausreichend.Andre Wessels, Geschäftsführer Wessels Logistik
Regionalforen Standortpolitik, Infrastruktur und Europa
17.07.2026
ETS: Investitionen schützen, Transformation stärken
Die Europäische Kommission hat ihre Vorschläge zum ETS (Emissions Trading System) vorgestellt. Dazu erklären die Vorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung der Grünen, Dr. Marie-Luise Wolff und Karl Haeusgen: „Der Emissionshandel ist das zentrale Mittel für das Erreichen der Klimaneutralität: Er ist marktbasiert, technologieoffen, kosteneffizient.“ „Wenn er in einzelnen Elementen weiter entwickelt wird, so müssen dabei die Vorreiter-Unternehmen, die bereits investiert haben, abgesichert werden. Und Entlastungen sollte es nur mit Gegenleistung geben: dass Unternehmen ihre Transformation voran treiben“, so die beiden Vorsitzenden. „Wer den Emissionshandel attackiert, der attackiert nicht nur die Klimaziele – er attackiert damit unsere Sicherheit, unser Modell der sozialen Marktwirtschaft und unseren Wohlstand. Zunehmende Klimarisiken und fossile Erpressbarkeit schaden unserer Wirtschaft massiv. Unser Ziel muss sein: Tragfähige Transformation als Verbindung von Wettbewerbsfähigkeit und Klimaneutralität. So machen wir den Standort doppelt zukunftsfest.“ Zu den Vorschlägen der Kommission beginnen jetzt die Beratungen mit dem Europäischen Parlament und den Mitgliedsstaaten – gefordert ist hier also auch sehr direkt die Bundesregierung. Auch die Wirtschaftsvereinigung der Grünen wird sich weiter mit dem Thema beschäftigen! Die Vorschläge der Europäischen Kommission können Sie hier nachlesen (in englischer Sprache, maschinelle deutsche Übersetzung verfügbar).
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik

Nächste Veranstaltungen

21. Jul. 2026
Regionalforum Berlin: Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft
Die Berliner Gesundheitswirtschaft zählt zu den stärksten und innovativsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion – sie ist ein Motor für Wachstum, Beschäftigung und medizinischen Fortschritt auf europäischem Niveau. Die Branche steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: Neben den klassischen Hürden Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierungsdefizite beeinträchtigen auch steigende Produktionskosten und fragile Lieferketten die internationale Konkurrenzfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen unseres Regionalforums gemeinsam mit unseren Mitgliedern Rahmenbedingungen für den Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft und Life Sciences diskutieren. Welche politischen Weichenstellungen braucht Berlin jetzt, um die Metropolregion als führenden internationalen Innovationsstandort zu stärken und zu bewahren? Wir freuen uns auf eine Round Table Diskussion mit: Werner Graf MdA, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat von B90/ Die Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft, B90/ Die Grünen, sowie einem Impuls aus der Wirtschaft von Tobias Helmstorf, Project Lead Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Bayer AG.
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
06. Jul. 2026
Regionalforum NRW: Ihre Impulse für Grüne Wirtschaftspolitik
NRW wählt 2027 einen neuen Landtag und die Weichen werden jetzt gestellt – unsere Mitglieder geben Impulse für die Landespolitik: Was bewegt Unternehmer:innen? Was braucht der Wirtschaftsstandort NRW? Welche Weichenstellungen sind jetzt entscheidend? Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen lädt zu einem exklusiven Austausch in Köln im Rahmen der Grünen Ideentour NRW ein. In kleiner Runde kommen unsere Mitglieder und interessierte Unternehmer:innen direkt ins Gespräch mit: Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen NRW Paul Frederik Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium Das ist keine Podiumsdiskussion – das ist ein echtes Arbeitsgespräch. Hier können die Gäste konkrete Ideen, Wünsche und unternehmerische Perspektiven einbringen.
Regionalforen
02. Jul. 2026
Grüner Wirtschaftstag 2026 – Abhängigkeiten reduzieren
Die globale Wirtschaftsordnung steht unter Druck: Alte Verlässlichkeiten erodieren, Abhängigkeiten werden sichtbarer, und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit wächst – in Deutschland wie in ganz Europa. Gleichzeitig hat Deutschland wie kaum ein anderes Land von offenen Märkten profitiert. Sind die aktuellen Krisen der Anlass, Deutschland als Teil der europäischen Wirtschaft wieder ökonomisch unabhängiger zu machen? Und inwiefern ist das überhaupt wünschenswert? Am 2. Juli 2026 diskutieren wir diese Fragen in mehreren Online-Panels ab 13:00 Uhr sowie einer Abendveranstaltung vor Ort in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ab 18:30 Uhr – mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, darunter auch unser Vorsitzender Karl Haeusgen. Das vollständige Programm sowie einen Anmelde-Link finden Sie hier: Grüner Wirtschaftstag 2026 | Boell Calendar Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit

Frühere Veranstaltungen

21. Juli 2026
Regionalforum Berlin: Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft
Die Berliner Gesundheitswirtschaft zählt zu den stärksten und innovativsten Wirtschaftszweigen der Hauptstadtregion – sie ist ein Motor für Wachstum, Beschäftigung und medizinischen Fortschritt auf europäischem Niveau. Die Branche steht jedoch vor zahlreichen Herausforderungen: Neben den klassischen Hürden Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierungsdefizite beeinträchtigen auch steigende Produktionskosten und fragile Lieferketten die internationale Konkurrenzfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wollen wir im Rahmen unseres Regionalforums gemeinsam mit unseren Mitgliedern Rahmenbedingungen für den Zukunftsstandort Gesundheitswirtschaft und Life Sciences diskutieren. Welche politischen Weichenstellungen braucht Berlin jetzt, um die Metropolregion als führenden internationalen Innovationsstandort zu stärken und zu bewahren? Wir freuen uns auf eine Round Table Diskussion mit: Werner Graf MdA, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat von B90/ Die Grünen für die Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026, Tuba Bozkurt MdA, Sprecherin für Industrie und Digitalwirtschaft, B90/ Die Grünen, sowie einem Impuls aus der Wirtschaft von Tobias Helmstorf, Project Lead Berlin Center for Gene and Cell Therapies, Bayer AG.
RegionalforenStandortpolitik, Infrastruktur und Europa
06. Juli 2026
Regionalforum NRW: Ihre Impulse für Grüne Wirtschaftspolitik
NRW wählt 2027 einen neuen Landtag und die Weichen werden jetzt gestellt – unsere Mitglieder geben Impulse für die Landespolitik: Was bewegt Unternehmer:innen? Was braucht der Wirtschaftsstandort NRW? Welche Weichenstellungen sind jetzt entscheidend? Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen lädt zu einem exklusiven Austausch in Köln im Rahmen der Grünen Ideentour NRW ein. In kleiner Runde kommen unsere Mitglieder und interessierte Unternehmer:innen direkt ins Gespräch mit: Yazgülü Zeybek, Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen NRW Paul Frederik Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium Das ist keine Podiumsdiskussion – das ist ein echtes Arbeitsgespräch. Hier können die Gäste konkrete Ideen, Wünsche und unternehmerische Perspektiven einbringen.
Regionalforen
02. Juli 2026
Grüner Wirtschaftstag 2026 – Abhängigkeiten reduzieren
Die globale Wirtschaftsordnung steht unter Druck: Alte Verlässlichkeiten erodieren, Abhängigkeiten werden sichtbarer, und der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit wächst – in Deutschland wie in ganz Europa. Gleichzeitig hat Deutschland wie kaum ein anderes Land von offenen Märkten profitiert. Sind die aktuellen Krisen der Anlass, Deutschland als Teil der europäischen Wirtschaft wieder ökonomisch unabhängiger zu machen? Und inwiefern ist das überhaupt wünschenswert? Am 2. Juli 2026 diskutieren wir diese Fragen in mehreren Online-Panels ab 13:00 Uhr sowie einer Abendveranstaltung vor Ort in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin ab 18:30 Uhr – mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, darunter auch unser Vorsitzender Karl Haeusgen. Das vollständige Programm sowie einen Anmelde-Link finden Sie hier: Grüner Wirtschaftstag 2026 | Boell Calendar Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine lebhafte Diskussion.
Geoökonomie, Resilienz und Sicherheit

Publikationen

11.02.2026
Impulspapier: AI Act innovations freundlich umsetzen – Chance für Deutschlands Gesundheitswirtschaft
Künstliche Intelligenz (KI) birgt riesige Chancen für die Gesundheitswirtschaft. Der europäische Artificial Intelligence Act (EU AI Act) ist ein zentraler Baustein für vertrauenswürdige KI und kann Innovation im Gesundheitswesen deutlich beschleunigen – wenn die Bundesregierung das Gesetz jetzt zügig umsetzt. Die Rahmenbedingungen müssen wirtschafts- sowie wissenschaftsfreundlich gestaltet werden, damit Deutschland auf dem Gebiet nicht den Anschluss verliert. Unser Impulspapier „AI Act innovationsfreundlich umsetzen – Chance für Deutschlands Gesundheitswirtschaft“ greift u. a. folgende wichtige Punkte auf: Der EU AI Act steht aktuell nicht im Einklang mit anderen EU-Regeln (u. a. MDR, Data Act, Data Governance Act). Das führt zu widersprüchlichen Anforderungen, rechtlicher Unsicherheit und einem regulatorischen Flickenteppich – und das mit spürbaren Folgen für Investitionen und Entwicklungszeiten. Wir empfehlen u. a. schnellere Zulassungs- und Bewertungsmechanismen, konkrete Erprobungsformate wie Regulatory Sandboxes sowie Predetermined Change Control Plans für KI-basierte Medizinprodukte. Lernende Systeme brauchen praxisnahe Rezertifizierungsverfahren, damit Updates Innovation nicht ausbremsen. Zusätzlich schlagen wir eine zentrale Koordinationsstelle sowie ein praxisnahes „KI-Reallabor Gesundheit“ vor. Lesen Sie das Papier hier. Veröffentlicht am 11.02.2026
Innovation, Digitalisierung und Technologie
11.12.2025
Perspektivenpapier: Cybersicherheit: Wie Wirtschaft und Staat jetzt handeln müssen
Cybersecurity als Daseinsvorsorge: neues Perspektivenpapier „Cybersicherheit muss als Grundpfeiler der Daseinsvorsorge begriffen werden – gleichrangig mit Energie- oder Gesundheitsversorgung“ – so fordert es unser neues Perspektivenpapier. Morgen stimmt der Bundestag über NIS-2 ab, die Network and Information Security Directive der Europäischen Union. Gestern erst hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem aktuellen Bericht die Cybersicherheitslage in Deutschland weiterhin als „angespannt“ bezeichnet. Es geht dabei um viel: In Deutschland verursachen Cyberangriffe jährlich Schäden in Höhe von rund 290 Milliarden Euro. Mehr als zwei erfolgreiche digitale Angriffe auf deutsche Kommunen werden jeden Monat verzeichnet. Es geht um Wirtschaftssicherheit, um kritische Infrastruktur, um unsere Resilienz. Zugleich ist Cybersicherheit auch ein Chancenthema für innovative Digitalunternehmen in Deutschland und Europa. Einige wichtige Punkte aus unserem Papier: • NIS-2 sollte ohne nationale Sonderwege umgesetzt werden. • „Die öffentliche Verwaltung darf dabei nicht von strengeren Vorgaben [die Unternehmen treffen] ausgenommen werden“, sondern sollte „[…] Risikomanagementmaßnahmen verpflichtend umsetzen müssen“. • „Der Staat sollte dabei als Ankerkunde europäische Systeme frühzeitig beschaffen und so Markteintrittsbarrieren senken“, so das Papier – Ziel ist der Ausbau technologischer Fähigkeiten in der europäischen Digitalwirtschaft und die Sicherung digitaler Souveränität. • Wie die Stresstests im Finanzsektor sollten in kritischen Bereichen der Realwirtschaft „regelmäßige Penetrationstests nachweisen, dass die Cybersicherheitsabläufe im Falle eines Angriffs zuverlässig funktionieren.“ Entstanden ist das Papier in unserem Kompetenzcluster Innovation und Digitales, geleitet von Stephan Beyer, CFO Dryad Networks. Bei einem Roundtable vergangene Woche wurde es mit Impulsen von Jeanne Dillschneider, MdB und Manuel Bach vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) diskutiert, und mit unseren Mitgliedern aus den Unternehmen. Lesen die das ganze Papier hier. Veröffentlicht am 12.11.2025.
Innovation, Digitalisierung und Technologie
22.10.2025
Erfolg sichern für den Emissionshandel Gebäude und Verkehr: neues Perspektivenpapier
Der Ausstoß von Treibhausgasen in den Sektoren Gebäude und Verkehr sinkt bislang nicht im selben Maße wie im Energiesektor. „Jetzt ist die Bundesregierung gefragt, ihr Bekenntnis zum Emissionshandel aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen“, heißt es im aktuellen Perspektivpapier der Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Die Bundesregierung muss den Erfolg sichern für den Emissionshandel 2 als technologieoffenen Marktmechanismus ab 2027 – die Klimapolitik ist am Donnerstag Thema im Europäischen Rat. Die Wirtschaftsvereinigung schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, um mögliche Preisanstieg wirksam zu dämpfen.  „Deutschland ist für fast ein Viertel der EU-weiten Emissionen verantwortlich, die künftig vom ETS 2 erfasst werden. Damit trägt der deutsche Markt eine besondere Verantwortung und besitzt eine Leitfunktion für den Erfolg des Emissionshandel“, heißt es in dem Papier. Zugleich ist klar, dass vor allem osteuropäische Länder Widerstand angemeldet haben, während es in Deutschland mit dem nationalen Emissionshandel bereits eine CO2-Bepreisung auch für Gebäude und Verkehr gibt und der Preisanstieg deshalb überschaubar wäre. Emissionsminderungen mit Einnahmen aus CO2-Preis dämpfen dessen Anstieg Die Wirtschaftsvereinigung schlägt Maßnahmen vor, die CO2-Preiserwartungen zu stabilisieren, um damit Planungssicherheit für Unternehmen und Haushalt zu schaffen. Investitionen in die Emissionsminderung könnten vorgezogen werden durch zusätzliche Mittel über ein so genanntes „Revenue Frontloading“: Erst später entstehende Einnahmen aus dem Emissionshandel können vorweggenommen und für Dekarbonisierung eingesetzt werden – etwa durch Investitionen in saubere Technologien. „Die wirksamste Methode, steigende CO₂-Preise zu verhindern, ist die Verringerung der Emissionen selbst“, so das Papier. Der CO2-Grenzausgleich soll bürokratiemindernd und wirtschaftsfreundlich umgebaut werden. Zugleich muss die EU laut dem Papier an Maßnahmen zur Emissionsminderung festhalten, etwa der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED), der Gebäuderichtlinie (EPBD), der Industrieemissionsrichtlinie (IED) – eben um die Emissionen zu mindern und auch damit den Preis im Emissionshandel zu dämpfen. Unterstützung der Unternehmen – und der privaten Haushalte Im Emissionshandel entsprechen die Kosten zugleich Einnahmen für die öffentliche Hand. Diese muss mit dem Geld entschlossen die Transformation der Wirtschaft unterstützen. Hinzu kommt: „Ein wirksamer sozialer Ausgleich ist entscheidend, um die Akzeptanz des ETS2 zu sichern und Haushalte vor Energie- und Mobilitätsarmut zu schützen“, so das Papier. „Der Auszahlungsmechanismus für ein unbürokratisches Klimageld steht bereits bereit. Dieses sollte durch Förderprogramme und Unterstützungsmaßnahmen ergänzt werden, die einkommensschwache und besonders vom CO₂-Preis betroffene Haushalte gezielt entlasten.“ Dies bedeutet auf Dauer keine Mehrkosten für die Staaten, weil es aus dem Emissionshandel selbst finanziert werden kann.
Klimaneutralität, Energiewende und Industriepolitik Veröffentlichungen